Gedanken am Sonntag :-( (Allgemein)
Mila, Sonntag, 22.03.2009, 17:25 (vor 6140 Tagen)
Hallo,
war die letzten Wochen sehr aktiv, was AHA betrifft u. nun muss ich mich langsam wieder der Realität zu Haus stellen. 
Heute dachte ich, ich kann wegwerfen so viel ich will, ich schaff es einfach nicht.
Vielleicht wird es Zeit, dazu zu stehen, dass ich so bin wie ich bin? Aber das gelingt mir auch nicht.
Ich merke, ich will es anders haben, ich arbeite jeden Tag daran, aber der durchschlagende Erfolg bleibt aus. Und das seit Jahren!
Heute wurde mir das wieder klar u. es zieht mich total runter.
LG
Mila
Hallo Mila !
Vielleicht wird es Zeit, dazu zu stehen, dass ich so bin wie ich bin? Aber das gelingt mir auch nicht.
Ich bin zwar so wie ich bin , aber das bedeutet doch eigentlich nur , das ich nicht auf den "üblichen" Wegen zum Ziel komme .
Ich merke, ich will es anders haben, ich arbeite jeden Tag daran, aber der durchschlagende Erfolg bleibt aus. Und das seit Jahren!
*uih* jeden Tag schaffe ich es nicht , aber wenn , dann sehe ich auch einen Erfolg , einen sichtbaren Erfolg , aber erhalten kann ich´s selten .
.
Heute wurde mir das wieder klar u. es zieht mich total runter.
*Handreich*
Komme heute auch wieder nicht vom Gedanken zur Tat .
Ich versuche , mich nicht durch Vergleiche mit anderen runterzuziehen ,
aber wenn ich sehe , wie viel bei anderen geht und wie wenig bei mir , dann
~ Micha
...auch gedacht
MarLe, Sonntag, 22.03.2009, 19:32 (vor 6140 Tagen) @ Micha
Einen guten Abend wünsche, Mila und Micha,
heute habe ich mich nicht runterziehen lassen,
und das, obwohl alles dafür geeignet war.
Vor einigen Wochen sah das anders aus.
Ich brauchte mich nur umzusehen, einmal um die eigene Achse drehen
um zu verzweifeln.
Da half es auch nicht, den Focus darauf zu richten, was sich
alles verändert hat.
Ich habe sogar *zugebe* für mehrere Tage aufgegeben.
Dazu stehen?
Ja, ich stehe dazu, versuche aber trotzdem weiter zu kommen.
Das ist ein Widerspruch.
Eben.
Ich habe vieles nicht machen können, weil ich so bin, wie ich bin.
Vieles davon steckt noch tief in mir drin.
Z.B. jemanden spontan einladen.
...und dann ist da noch der ewige Kampf - diese Gegenwehr, diese Steine,
die mir immer wieder in den Weg gerollt werden, wenn auch unabsichtlich.
Das meine Kinder damit groß werden, belastet zusätzlich.
Ich tue, was ich kann.
Aber es reicht niemals.
Zur Zeit habe ich wieder jemanden "auf meiner Seite" und wir arbeiten
auf ein Ziel hin.
Demnächst soll auch mal ruhig ein Mitschüler rein können, unangemeldetMir ist (leider) nur all zu klar, dass sich dieser Mensch auf uns einlassen
muss und vieles hinnehmen, bzw. akzeptieren sollteDies wird wohl niemals ein tolles Heim sein.
Aber es ist unser Heim.
Jeder von uns hat seine Macken und seine Tiefs.
Wir sind immer noch "Verwalter des Chaos" und ob wir uns jemals gänzlich
trennen können ??? Wer weiß.
---------
Aber es hat sich schon einiges verändert.
Weniger in unserem Heim, als in unseren Köpfen.
Wir kaufen Dinge, die wir lieben und viel, viel weniger "Übergangslösungen".
...und wir haben Wünsche und Pläne
Es gibt immer noch ein Ziel.
Manchmal gibt es Momente und Zeiten, indenen die Kraft fehlt und das Ziel
so unendlich weit weg istDas ist so, darf so sein.
Und doch ist es wichtig den Weg zu gehen.
Ganz ehrlich, habt ihr (Mila und Micha) euch nicht auch auf dem Weg
selber besser kennen gelernt?
Habt ihr nicht auch mehr über euch und euer Verhalten erfahren?
U? Tasse Kaffee hinstelle.
Wünsche euch beiden ganz viel Mut und Kraft.
Liebe Grüße
Marlene
Re: ...auch gedacht / unpassende Zielsetzung?
Mila, Mittwoch, 25.03.2009, 10:16 (vor 6137 Tagen) @ MarLe
Liebe MarLe,
dir auch vielen Dank für deine Worte.
heute habe ich mich nicht runterziehen lassen,
Ich glaub, ich hab mich selber runtergezogen. Möchte das aber von Selbstmitleid abgrenzen.
Da half es auch nicht, den Focus darauf zu richten, was sich
alles verändert hat.
Ich bin mir nicht klar, ob sich bei mir wirklich so viel verändert hat. Das macht es wahrscheinlich so schwierig. Natürlich weiß ich, was ich getan hab u. es ist auch was passiert, aber eben auch auf beiden Seiten. Es sind viele Sachen in den Müll geflogen o. verschenkt worden, aber ich bekam auch neuen Kram.
Du schreibst selber von Kampf u. Gegenwehr. Diese Begriffe passen auf mich.
Ständig in Bewegung, ständig unter Spannung. Diese Energie kommt mir manchmal verschwendet vor.
Ich kann es mir nicht leisten aufzugeben, aber ich fürchte, ich muss meinen Blickwinkel wechseln u. irgendwas verändern.
Diese Haushaltsroutinen nerven oft. 
Verwalter des Chaos. Hmm. Ja, die Bezeichnung spricht mich an.
Liebe MarLe, sicher hab ich mich auf meinem Weg besser kennengelernt, aber das hätte ich bestimmt auch anders haben können.
Möglicherweise ist meine Zielsetzung nicht auf mich zugeschnitten.
LG
Mila
Re: ...auch gedacht
Kirschblüte, Sonntag, 29.03.2009, 12:26 (vor 6133 Tagen) @ MarLe
Huhu MarLe,
Mir ist (leider) nur all zu klar, dass sich dieser Mensch auf uns einlassen
muss und vieles hinnehmen, bzw. akzeptieren sollte
Muss man das nicht eigentlich immer, wenn man irgendwen besucht?
Das Draufeinlassen?
Der Raucher muss sich drauf einlassen, dass er beim Nichtraucher nur draussen rauchen darf, der Nichtraucher muss sich beim Gegenbesuch drauf einstellen, dass in der Wohnung geraucht wird und hinterher Kleidung und Haare nach Rauch riechen.
Der Fleischesser muss sich drauf einstellen, dass es beim Vegetarier eben keines gibt- und der Vegetarier muss sich drauf einstellen, dass der Fleischesser u.U. wenig Alternativen zum Fleisch parat hat.
Der Kinderlose muss sich drauf einlassen, dass es in einer kinderreichen FAmilie lauter (und oft auch unordentlicher) ist, wie in dem kinderlosen Haushalt, der Besuch mit Kindern muss sich beim Kinderlosen drauf einstellen, dass nichts "Kindersicher" ist.etc. etc.
Jeder muss sich doch eigentlich immer auf die zu besuchenden Personen und die dort geltenden REgeln einlassen.
Dies wird wohl niemals ein tolles Heim sein.
WEr definiert denn "toll"? Was ist denn "toll"?
Aber es ist unser Heim.
EBen. Und nur das spielt eine Rolle.
EUER Heim.
In dem ihr so lebt, wie es eben ist.
Mit allen Höhen und Tiefen, mit allen Macken und allen schönen Seiten.
Weniger in unserem Heim, als in unseren Köpfen.
Wir kaufen Dinge, die wir lieben und viel, viel weniger "Übergangslösungen".
Ich vermute, dass das ein ganz wichtiger Schlüssel ist
Manchmal gibt es Momente und Zeiten, indenen die Kraft fehlt und das Ziel
so unendlich weit weg ist
Geht mir auch so
Das ist so, darf so sein.
Und doch ist es wichtig den Weg zu gehen.
Ja.
Und darum stehe ich jetzt auch gleich auf und mache weiter!
NIemals aufgeben. (NOtfalls immer wieder von vorne anfangen...)
Ganz ehrlich, habt ihr (Mila und Micha) euch nicht auch auf dem Weg
selber besser kennen gelernt?
Habt ihr nicht auch mehr über euch und euer Verhalten erfahren?
Ja, auch das kann ich für mich so unterschreiben.
Und ehrlich gesagt, ich möcte die Erfahrungen gar nicht missen
Viele Grüße
Kirschblüte
Re: Gedanken am Sonntag
Mila, Montag, 23.03.2009, 11:23 (vor 6139 Tagen) @ Micha
Hallo Micha,
danke für deine Reaktion.
Komme heute auch wieder nicht vom Gedanken zur Tat .
Nein, das ist es bei mir nicht.
Ich tue was u. es gibt zu jeder Zeit Bereiche, die vorzeigbar sind, aber leider ebenso ewig verstopfte Bereiche.
Ich bleibe dran, aber es ist mir so mühselig. Es ist wie eine Last, die ich abschütteln will, die aber an mir klebt.
Ich versuche , mich nicht durch Vergleiche mit anderen runterzuziehen ,
In dem Fall vergleiche ich mich nicht, sondern bin mit mir selber unzufrieden u. fühle mich traurig, weil ich für mich selber mehr möchte.
aber wenn ich sehe , wie viel bei anderen geht und wie wenig bei mir , dann
Bei mir geht nicht wenig, trotzdem bleibt ein anhaltender guter Zustand aus.
LG
Mila