Wie schaffen es „normale“ Menschen? (Allgemein)
Schneehase, Mittwoch, 15.07.2009, 22:15 (vor 6025 Tagen)
Mir ist das wirklich ein Rätsel, wie der Nicht-Chaot so zurechtkommt; was er wirklich anders macht. Ob er unermüdlich dabei ist, Dinge zu erledigen und zu ordnen? Anders kann ich’s mir nicht vorstellen. Also, in den ein bis zwei Stunden am Tag, die ich geschafft auf der Couch liege, putzt er, räumt auf, arbeitet einfach weiter und macht Besorgungen, oder? Ist es dann letzten Endes nur eine Frage der Energie?
Hallo! Ich bin neu hier im Forum. Meine Situation ist folgende: ich bin keine Sammlerin, eher eine Entsorgerin, komme nur zu selten dazu. Mein Leben besteht hauptsächlich aus einem Kampf gegen das Chaos, mehr oder meist eher weniger erfolgreich. Also das heißt, für mich stellen Dinge wie Verpackungsmaterial (Unmengen, wie mir scheint), Briefe, Infozettel, Werbung, volle Einkaufskörbe, welke Blumen, verschmutzte Waschbecken, herumliegende Spielsachen, die Küche nach dem Kochen etc. eine unglaubliche Herausforderung dar. Es gibt sehr viele Tage, an denen ich nicht mal mehr die Energie habe, etwas Sinnvolles zu tun (Lesen, Sport, mit Kind beschäftigen), geschweige denn, meiner eigentlichen Arbeit nachzugehen. Am Abend bin ich häufig kaputt, unzufrieden und völlig überfordert, wenn ich daran denke, was ich alles nicht geschafft habe und was ich eigentlich noch alles zu tun hätte. Manchmal gelingt es mir eine Woche nicht, einen Haufen Kleidung im Schlafzimmer wegzuschaffen. Jeden Abend hasse ich es dann, ihn vom Bett aus anschauen zu müssen, aber da liegt er nun mal und wird auch noch bleiben. Dank einer Putzhilfe gelingt es mir mittlerweile, zumindest das Erdgeschoss soweit in Ordnung zu halten, dass die meiste Zeit über unangemeldeter Besuch kommen kann. Der wird dann wohl den Eindruck haben, dass es vielleicht nicht besonders ordentlich ist, aber zumindest nicht gleich ein völlig vernichtendes Urteil fällen.
Ein bisschen viel der Mühe für solch ein Resultat, finde ich.
Geht es jemandem hier ähnlich, bzw., was mache ich verkehrt?
LG
Re: Wie schaffen es &8222;normale&8220; Menschen?
Silvia, Mittwoch, 15.07.2009, 22:29 (vor 6025 Tagen) @ Schneehase
Das habe ich mich auch schon oft gefragt.
Ich hatemal eine Freundin, die trotz 200qm Haus und 4 lebhaften Kindern alles im Griff hatte, ei ihr war es jederzeit aufgeräumt und sauber und sie hatte alles im Griff.
Ich habe manchen Nachmittag damit verbracht, ihr zuzusehen und hab sie auch gefragt, wie sie das macht.
Sie sagte nur: Ich mache alles gleich.
Wenn das Essen auf dem Tisch stand, war die Küche sauber. Tatsächlich.
Ich habe nie verstanden wie sie das gemacht hat.
Bei mir ist es so daß soviele Dinge gleichzeitig erledigt werden wollen, daß ich unmöglich alles gleich erledigen kann.
Man muß Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären...
Rumpel, Donnerstag, 16.07.2009, 01:50 (vor 6025 Tagen) @ Silvia
Wie schaffen es „normale“ Menschen?
Ich habe manchen Nachmittag damit verbracht, ihr zuzusehen und hab sie auch gefragt, wie sie das macht.
Sie sagte nur: Ich mache alles gleich.
Stimmt, halbwegs.
Wenn das Essen auf dem Tisch stand, war die Küche sauber. Tatsächlich.
Ich habe nie verstanden wie sie das gemacht hat.
Bei mir ist es so daß soviele Dinge gleichzeitig erledigt werden wollen, daß ich unmöglich alles gleich erledigen kann.
Dann mußt du weniger denken, und mehr handeln. Wie das geht kann ich dir auch nicht sagen. Rein theoretisch sieht das so aus: (konstruiertes Beispiel)
Dein Kind stürzt mit einem Glas Kirschsaft in der Hand, es hat sich dabei den Finger geschnitten, Scherben und Saft sind auf dem Boden.
Aufgaben:
Kind trösten
Kind verbinden
Scherben beseitigen damit kein weiterer Unfall passiert
Saft aufwischen um Fleckenbildung zu vermeiden, bzw. evtl. schon entstandene Flecken bearbeiten
Verabredung absagen, weil durch diesen unvorhergesehenen Zeitaufwand nicht machbar.
Und nehmen wir mal an, zum heutigen Gemeinschaftsessen waren Schnitzel vorgesehen, und die müssen in den nächsten 5 Minuten beim Metzger an der Ecke geholt werden, sonst hat der zu
Das kannst du alles nicht gleichzeitig machen, also in welcher Reihenfolge willst du das durchziehen?
Deine Freundin hat das wahrscheinlich instinktiv im Griff, pickt sich einen Punkt von der Liste, und dann den nächsten, während du dir Gedanken machst, was wichtiger ist, das Kind zu trösten, oder Pflaster zu holen
Es geht darum, Entscheidungen zu treffen, und umzusetzen.
Was steht dem im Weg?
P e r f e k t i o n i s m u s !
Suchst du dir den wichtigsten Punkt von der Liste, und erledigst den?
Oder versuchst du erstmal alle Punkte der Liste in eine Reihenfolge zu bringen?
Und überlegst dazu noch, was du vergessen haben könntest? Dann dauert es natürlich länger, bis du zum Handeln kommst.
A b e r :
Ist es richtig, das erste zu tun was einem einfällt?
Da kann man auch wesentliches falschmachen!
Vielleicht versöhnt dich ein Zitat von Nietzsche:
Man muß Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären
Rumpel
@ Rumpel - Dinge gleich.
Odille, Donnerstag, 16.07.2009, 07:36 (vor 6025 Tagen) @ Rumpel
Hallo Rumpel,
Das hier, was Du geschrieben hast, finde ich SEHR GUT und möchts heut für mich noch mal fettgedruckt lesen:
>Es geht darum, Entscheidungen zu treffen, und umzusetzen.
[quote]Was steht dem im Weg?
P e r f e k t i o n i s m u s !
Suchst du dir den wichtigsten Punkt von der Liste, und erledigst den?
Oder versuchst du erstmal alle Punkte der Liste in eine Reihenfolge zu bringen?
Und überlegst dazu noch, was du vergessen haben könntest? Dann dauert es natürlich länger, bis du zum Handeln kommst.
A b e r :
Ist es richtig, das erste zu tun was einem einfällt?
Da kann man auch wesentliches falschmachen![/quote]
Exakt so isses (bei mir). Wenn ich nicht gross überlege, was und vor allem warum als nächstens, sondern einfach anfange, geht was.
Klar muss man gewisse Dinge planen - siehe unseren Notfallplan von Dienstag - aber ich habe für mich als mich - selbst - behinderung
erkannt:
dieses ständige "grübeln" / "gründeln" / "nachspüren" - mag für eine Weile wichtig und richtig sein. Irgendwann aber ist der Punkt erreicht, wo einen das nicht mehr weiterbringt.
Und meine Beobachtung ist eben auch dies: es GEHT, wenn man es KONSEQUENT durchzieht, Dinge GLEICH zu tun.
Beispiel kochen:
während das Gemüse anbrät kann man schon das Schneidbrett und die Messer spülen und weggräumen. Wenn man gewürzt hat auch gleich die Gewürze wieder wegstellen. Verpackungsmüll anstatt auf die Anrichte GLEICH in den Müll. Fettspritzer sofort wegwischen. Während die Kartoffeln fertig kochen, das Gemüse warmgestellt ist, kann man schon die Pfanne spülen. Solange bis die Kartoffeln fertig sind, die Schalen wegräumen, die Anrichte und die Spüle wischen.
Habe mal mit Staunen jemanden zugesehen, bei dem das ging. Und war bass erstaunt. Es funktioniert wirklich. Aber es setzt eben auch eine ordentliche Küche VORAUS bevor man anfängt zu kochen. Sonst ist es eher ein Hindernislauf um den alten Müll herum.
Schaff ich leider auch nicht immer. Aber verschieben kostet letztenendes nur eines - mehr Zeit und mehr Kraft, die Dinge aufzuholen - als wenn man sie gleich gemacht hätte.
LG, Odille
Vielleicht versöhnt dich ein Zitat von Nietzsche:
Man muß Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären>Rumpel
Freie Bahn mit Marzipan!
Xandria, Donnerstag, 16.07.2009, 11:00 (vor 6025 Tagen) @ Odille
Hallo ihr Lieben,
Ist es nicht so, dass Cleanies dort freie Bahn haben, wo Messies sich Barrieren geschaffen haben?
Als Beispiel:
Cleanie und Messie möchten den Kleiderschrank ausmisten.
Der Cleanie geht mit mehren Säcken in das Schlafzimmer, ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
öffnet den Kleiderschrank und sortiert aus. ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
C. hat wahrscheinlich vorher schon grob entschieden, was er behalten möchten, was wegkommt und wohin er die ausgemisteten Sachen gibt: Kleidercontainer, Freundinnen oder Flohmarkt. ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
Die ausgemisteten Kleider werden nicht vorher irgendwo zwischengelagert, sondern kommen direkt in die dafür vorgesehenen Säcke. ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
Diese werden dann natürlich unmittelbar nach Abschluss der Ausmist-Aktion auf den Weg gebracht. ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
Fertig!![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
Bei dem nachfolgend erklärten Ablauf gehe ich von mir selbst und meiner Handhabung des Wäscheberg aus
Messie X betritt mit dem Vorhaben ihren Kleiderschrank auszumisten und einer Rolle Säcke das Schlafzimmer ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
um dieses gleich wieder mit einem Wäschekorb, dessen Inhalt sie vorher auf den Schlafzimmerboden entleert hat, zu verlassen.![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/updown.gif alt=updown)
Mit Wäschekorb bewaffnet geht es nun also quer durch den Hindernissparcour (Barriere 1) in ihrer Wohnung um entlaufenden Wäschestücken nachzujagen und einzufangen.![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
Nach erfolgreicher Jagd kehrt Messie X mit samt Wäschekorb ins Schlafzimmer zurück um ihr Jagdgut dort abzustellen.![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
Danach wendet sich Messie X nun endlich dem Kleiderschrank zu bzw. zuerst den davor befindlichen Gegenständen, die sich dreist in den Weg gestellt haben (Barriere 2)![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/updown.gif alt=updown)
Diese sollten nun weggeräumt werden, am Besten dahin, wohin diese Gegenstände eigentlich hingehören. ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
Problem: Diese Plätze sind meistens von anderen Gegenständen, die dort EIGENTLICH nicht hingehören, belegt (Barriere 3)![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/sauer-rot.gif alt=sauer-rot)
Um das ganze Unterfangen nicht noch unnötig in die Länge zu ziehen werden die vor dem Kleiderschrank befindlichen Gegenständen woanders hingestellt.
Womit Messie X automatisch eine weitere Barriere für andere Räumaktionen schafft (Barriere 4).![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
Messie X ist nunmehr bis zum Kleiderschrank vorgedrungen, wenn sie es denn bis hier durchgehalten hat. ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
Türe auf und lost gehts – wo sind die Säcke? Ach da! Diesmal doch nicht bei der Zwischenräumaktion versehentlich mit weggeräumt.![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
Mit ungewohnter Entschlusskraft (immer diese Entscheidungen) mistet Messie X aus.![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
In ihr reift der Entschluss, alle wirklich alle Sachen vor Verlassen der Wohnung noch einmal durchzuwaschen (egal, ob diese bereits gewaschen sind oder nicht). Bei mir durchläuft Mountwaschmore mehrere Waschgänge, da ich die Wäsche meistens nach dem Waschen mehre Tage in der Waschmaschine lagere und nicht aufhänge. (Barriere 5).![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/sauer.gif alt=sauer)
Gehen wir einmal davon aus, dass Messie X es tatsächlich geschafft hat, ihren Kleiderschrank auszumisten und in die bereit gestellten Säcke zu füllen.![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/sauer.gif alt=sauer)
Problem, wie bringt man die Säcke auf den vorgesehenen Weg (Kleidercontainer, Freundin und Flohmarkt), wenn man kein Auto hat und keinen um Hilfe bitten möchte. (Barriere 6) Antwort: Erst einmal gar nicht! ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/feuer.gif alt=feuer)
Die Säcke werden dann irgendwo in der Wohnung zwischengelagert (Barriere 7) und vergessen. ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/updown.gif alt=updown)
Nach einiger Zeit beschließt Messie X, dass sie den PT bekämpfen möchte und startet mit einem Wäschekorb, dessen Inhalt sie zuvor auf den Schlafzimmerboden entleert hat, bewaffnet einen, um die Wäschesäcke erweiterten Hindernissparcour durch Ihre Wohnung, um entlaufenden Papiertigern nachzujagen und einzufangen................ ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
So oder ähnlich würde es bei mir ablaufen! Mal davon abgesehen, dass hier noch nicht einmal die vielen Entscheidungen, die bei den einzelnen Schritten getroffen werden wollen, berücksichtigt sind.
Und ganz ehrlich: Allein, wenn ich daran denke, verlier ich die Lust und den Mut – also lass ich es meistens ganz!
Lange Rede kurzer Sinn:
Der Verwaltungsaufwand von vielen Sachen ist wesentlich höher und arbeitsintensiver als der von einigen wenigen oder um eine andere Forenteilnehmerin zu zitieren (Huhu Odille):
Ordnung bekomme ich durch weniger Gegenstände und nicht durch mehr Platz!
Gruß Xandria
Re: Freie Bahn mit Marzipan!
Schlumpfine, Donnerstag, 16.07.2009, 12:16 (vor 6025 Tagen) @ Xandria
Liebe Xandria,
du hast ja so dermaßen Recht. Was ich persönlich dabei so beruhigend finde, ist die Tatsache, dass keiner, wirklich kein einziger Mensch, den ich kenne, alles perfekt im Griff hat. Noch nicht einmal meine Extrem-Cleanie-zukünftige-Ex-Schwiegermutter.
Seitdem ich mir mit Celestines HL eine robuste und funktionale Grundordnung wenigstens vorstellen kann und sie in wesentlichen Bereichen des familiären Zusammenlebens auch dauerhaft durchgesetzt habe, spüre ich weniger Mut- und Hoffnungslosigkeit gegenüber den Bereichen, die (renovierungsbedingt vorübergehend oder als Altlast seit Jahren) noch nicht im Lot sind.
Die Ver- und Entsorgung von vier oder mehr Personen in Küche, Bad und Waschküche funktioniert seit vielen Jahren dank HL annähernd störungs- und barrierefrei. Das ist eine riesige Erleichterung. Dann kam der Eingangsbereich und das Wohnzimmer dazu. Dann das Büro. Zwischendurch wieder und wieder und wieder die Kinderzimmer - im Einklang mit sich entwickelnden und dabei ändernden Bedürfnissen. Aus der Dauerbaustelle ist der Garten dieses Jahr erstmals zum "Nur-Pflegefall" (ohne bauliche Veränderungen) geworden. Die Veränderungen zu mehr Kinder- und Pflegefreundlichkeit haben sich dort ausgezahlt. Es ist jetzt endlich möglich, den Garten mit wenig Aufwand in einem bespielbaren und nutzbaren Zustand zu erhalten.
Ähnliches gilt für Räume, die wir HL-gemäß umgestaltet haben. Dort ist wirklich barrierefreies "Halten" möglich statt des von dir so treffend beschriebenen Hindernislaufs, liebe Xandria. Bevor ich in diesem Forum Unterstützung und viele wertvolle Informationen gefunden hatte, war so ein Zustand vollkommen außerhalb meiner Vorstellungskraft.
Deshalb bin ich so dankbar, dass es euch alle gibt. Auch wenn ich derzeit nur selten Zeit für "nutzlose" PC-Aktivitäten habe. Stattdessen bewältige ich die Trennungsfolgen in der Auseinandersetzung mit Ämtern und Anwälten, potentiellen Arbeitgebern und HelferInnen bei der Kinderbetreuung.
In einem Punkt möchte ich dir ganz energisch widersprechen, liebe Odille: Es stimmt nicht mit meiner Erfahrung überein, dass Messies einander nicht helfen können. Ganz im Gegenteil.
Die "Mutter" der robusten Grundordnung in meinem Büro ist meine langjährige Freundin Klamotta - an deren Beiträge sich langjährige MMs vielleicht noch erinnern. Sowie ich die "Mutter" ihrer Ordnung im Kleiderschrank bin.
Was für sie (wie ihr Forumsname schon sagt) Wäscheberge und Schrankfächer sind, ist für mich der PT in jeder nur denkbaren Form: Quellen der Entmutigung und stetig wiederkehrenden Überforderung. Meine Wäsche hab ich einigermaßen im Griff - sowie Klamotta ihre diversen PT.
Unsere gegenseitige Unterstützung und vor allem die Ermutigung während schwieriger Phasen, die Klamotta und ich beide schon öfter miteinander teilen durften, waren für sie und für mich wesentlich hilfreicher, als alles, was Nicht-Messies zu meinem und ihrem immer noch angespannten Verhältnis zu Sauberkeit und Ordnung je einfallen könnte.
Für diese RL-Unterstützung und Klamottas langjährige Freundschaft bin ich ebenso dankbar, wie die stets verfügbare Erreichbarkeit dieses Forum.
Und jetzt flitze ich - wie angekündigt - zum Frisör. Bitte morgen Daumen halten!
Glg Schlumpfine
Re: Freie Bahn mit Marzipan! - Gedanken z.T. Hilfe annehmen
Shania, Donnerstag, 16.07.2009, 13:42 (vor 6025 Tagen) @ Schlumpfine
Hallo ihr Lieben!
Mir geht es so, dass ich von einem/r Mitbetroffenen viel eher Hilfe annehmen könnte, wie von einem/r der/die das Problem hinter dem Chaos gar nicht erkennen kann. Ich sehe das immer in Gesprächen mit meiner Schwester, die ein absoluter Cleanie ist. Ich bin nicht in der Lage, ihr nahe zu bringen, wie ohnmächtig ich mich zeitweise angesichts des Chaos' fühle. Man müsse halt irgendwo anfangen und dann müsse man da halt durch! *kopfkratz* Wo bitteschön ist "irgendwo"? Gut, ich habe mein "irgendwo" mittlerweile gefunden aber das ändert nichts daran, dass ein Nicht-Messie nicht versteht, wieviel Überwindung es mich kostet, dass die sauer erarbeitete Ordnung erhalten bleibt und wieviel Kraft mir das Ausmisten von Dingen raubt. Es ist für mich unglaublich wichtig, nicht das Gefühl zu haben, dass jemand auf mich heruntersieht, weil ich "unfähig" bin. Da wird mein inneres Kind nämlich trotzig und dann geht gar nix mehr.
Alles Liebe
Shania
![[image]](http://picr.de/upload/997205.gif)