Ungeliebter Besuch (Allgemein)
Kirschblüte, Dienstag, 27.10.2009, 19:31 (vor 5922 Tagen)
Huhu,
Besuch ist so ein Thema, was mich gerade aktuell mal wieder sehr aufwühlt... und es fällt mir gerade ganz schwer meine Gedanken in Worte zu fassen.
Ich selber lade nur ca. 1 oder 2x im Jahr überhaupt jemand ein.
ABer ich lebe halt nicht allein.
Und ich kann und will Mann und Kind ja nicht die Kontakte einschränken.
Schwer für mich, damit umzugehen.
Aber da gibt es ja auch noch Unterschiede.
Nicht alle mag ich.
Und dann wird es richtig schwer.Und wie gehe ich dann damit um???
Viele Grüße
Kirschblüte
Hallo Kirschblüte !
Besuch ist so ein Thema, was mich gerade aktuell mal wieder sehr aufwühlt...
und es fällt mir gerade ganz schwer meine Gedanken in Worte zu fassen.
*öhm* ... für manche scheint es ja eine Art "Motivations-Hilfe" zu sein .
Ich selber lade nur ca. 1 oder 2x im Jahr überhaupt jemand ein.
*mhmm*
Aber ich lebe halt nicht allein.
Ah bzw. ah ja , jetzt
( Hatte Probleme mich in die Frage reinzufinden )
Und ich kann und will Mann und Kind ja nicht die Kontakte einschränken.
Nö , mußt du ja auch nicht - aber genauso wenig brauchst du *imho* deine Zeit dafür "verschwenden" .
Also dann , zb , wenn du sie für eine andere Sache / Zweck verwenden wolltest und nun die oder der da ist .
Ah , ich las gerade den anderen Thread ... >Es liegt eben nicht bloss am Zustand der Wohnung.
Oh , das ist ja noch ein ganz anderer Gesichtspunkt des Thema´s ...
So kam ich auch auf den Beitrags-Titel bzw. die Frage Nur eine eigene Antwort dazu , hab ich noch nicht .
~ Micha
Oase Re: geliebter Besuch ?!
MaZe, Donnerstag, 29.10.2009, 00:36 (vor 5921 Tagen) @ Micha
Nur eine eigene Antwort dazu , hab ich noch nicht .
~ Micha
Ich auch nicht, nur fragmentarisch;
hallo an Alle im Faden, also natürlich auch die stillen Leser
@BigBird:
Motivationshilfen such ich auch,
und gründe hiermit **virtuell=wirksam** eine Selbstmotivations-Endlos-KRAFT-Schleife!
@Janna:
Mess hat für mich endlich wieder einen geringeren Stellenwert, als die GRUNDORDNUNG des Universums.
Wie kann ich das beschreiben, ohne missverstanden zu werden..
Also meine AUFMERKSAMKEIT gilt zwar in hohem Masse der Lösung von Problemen,
aber das darf nicht meine vorhandene Lebensfreude aufessen!
CHAOS jedenfalls gehört zum LEBEN, das steht für mich fest.
Kurz gesagt orientiere ich mich lieber an NATURgesetzen als an MENSCHENgesetzen.
@MarLe:
Danke für Dein Empfinden "energiegeladen und stark"!
Ja, was sich bei mir verändert/hat, ist dass ich mir klarere Grenzen setzen kann.
(Diesen Fortschritt verdanke ich u.A. einem besten Freund,
den meine schwammigen Grauzone-Aussagen a'la "vielleicht/vielleicht nicht" fast wahnsinnig machten,
und mir sagte: Lieber ein klares NEIN als ein gutgemeintes VIELLEICHT...)
@Kirschblüte:
Besuch ist für mich auch ein bewegendes Thema,
das ich noch neu ausbalanciereDie Menschen, mit denen ich nahezu synchron ticke, sind eine Wohltat, egal wo wir uns treffen.
Weil der Kraftaustausch sich ausgleicht, sozusagen Geben&Nehmen = Nehmen&Geben.
Ein weites Thema, wenn die Leute unterschiedlich sind.
Da brüte ich noch drüberSelbstschutz ist auf jeden Fall wichtig.
@Micha:
Danke wieder mal für Deine inspirierende Umgestaltung des Thread-Titels!
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LG@Forum
~M~
Re: Oase Re: geliebter Besuch ?!
Wolfram, Samstag, 31.10.2009, 10:35 (vor 5919 Tagen) @ MaZe
ich habe das Problem, daß ich mit meiner Freundin Heiligabend zu ihrer Schwester gehen s o l l. Diese ist aber recht abweisend zu mir und sieht in mir einen Konkurrenten zu ihrer Schwester. Wenn sie mich nicht leiden kann, dann will ich zu ihr auch nicht hingehen. 15 Jahre habe ich das auch mal durchgehalten und dann bin ich 7 Jahre wieder nur Heiligabend hingegangen. Jetzt ist mein Selbstbewußtsein wieder etwas angestiegen, aber ich übe noch. Was kann ich denn da jetzt machen? Selbstbewußtsein gehört mit dazu, um eine brauchbare Wohnung zu haben.
mfg
Wolfram
<ul><li>http://www.messie-selbsthilfegruppen.de/hannover-mitte </ul>
Re: Oase Re: geliebter Besuch ?!
Kirschblüte, Samstag, 31.10.2009, 11:52 (vor 5918 Tagen) @ Wolfram
Hallo Wolfram,
herzlich willkommen hier!
Leider verstehe ich Dein Posting nicht ganz.
Was ich verstehe: Deine Freundin möchte, dass Du Weihnachten bei ihrer FAmilie verbringst, dort fühlst Du Dich aber sehr unwohl, weil Du Dich dort nicht angenommen und akzeptiert fühlst. Deshalb bist Du viele Jahre nicht mitgekommen, die letzten Jahre aber schon.
Und ab da verstehe ich nicht mehr, worum es Dir geht.
Soll dieses Weihnachten bei Dir gefeiert werden? Oder wo ist der Zusammenhang zu Deiner Wohnung? Oder geht es gar nicht um Deine Wohnung?
Oder geht es nur darum, besser mit der situation umzugehen, dass Du dich als unwillkommener Gast fühlst?
Viele Grüße
Kirschblüte
Re: Oase Re: geliebter Besuch ?!
Wolfram, Samstag, 31.10.2009, 15:02 (vor 5918 Tagen) @ Kirschblüte
in meiner Wohnung kann nicht gefeiert werden, weil die vollkommen voll "gemüllt" ist. Aber ich wollte in der Wohnung meiner Freundin feiern, die zwar auch Messie ist, aber nicht ganz so voll wie bei mir. Ich will ja meine Messieeigenschaft loswerden und dazu gehört auch die Anerkennung von anderen. Und weil das bei der Schwester meiner Freundin nicht der Fall ist, will ich da nicht hingehen. Andererseits habe ich natürlich auch Verständnis für meine Freundin, daß die mit ihrer Schwester auch feiern will. Aber sie wird ja von ihrer Schwester auch bevormundet und unterdrückt. Deshalb wäre es für uns beide besser, da nicht hinzugehen. Aber sie ist nicht soweit, daß sie ihre Unterdrückung sieht und dann kann sie auch nicht entsprechend handeln.
mfg
Wolfram
Re: Oase Re: geliebter Besuch ?!
Paladin, Samstag, 31.10.2009, 12:27 (vor 5918 Tagen) @ Wolfram
Moin Wolfram,
zunächst erstmal willkommen im Forum
Selbstbewußtsein gehört mit dazu, um eine brauchbare Wohnung zu haben.
Das kann ich nicht bestätigen. Ich habe ein gutes Selbstbewußtsein und trotzdem Chaos in der Wohnung. Daran wird es wohl nicht alleine liegen
LG vom Paladin
Re: Oase Re: geliebter Besuch ?!
Kirschblüte, Samstag, 31.10.2009, 13:08 (vor 5918 Tagen) @ Paladin
Moin Wolfram,
zunächst erstmal willkommen im Forum>>Selbstbewußtsein gehört mit dazu, um eine brauchbare Wohnung zu haben.
Das kann ich nicht bestätigen. Ich habe ein gutes Selbstbewußtsein und trotzdem Chaos in der Wohnung. Daran wird es wohl nicht alleine liegen>LG vom Paladin
Zwischen aufgeräumter Wohnung und Selbstbewusstsein sehe ich auch keinen Zusammenhang.
Aber zwischen aufgeräumter Wohnung und Selbstwertgefühl, Selbstwertschätzung, Selbstliebe denke ich schon, dass da ein gewisser Zusammenhang besteht oder bestehen kann.
Viele Grüße
Kirschblüte
Re: Oase Re: geliebter Besuch ?!
Wolfram, Samstag, 31.10.2009, 15:10 (vor 5918 Tagen) @ Paladin
Moin Wolfram,
zunächst erstmal willkommen im Forum>>Selbstbewußtsein gehört mit dazu, um eine brauchbare Wohnung zu haben.
Das kann ich nicht bestätigen. Ich habe ein gutes Selbstbewußtsein und trotzdem Chaos in der Wohnung. Daran wird es wohl nicht alleine liegen>LG vom Paladin
Alleine ist das nicht der Grund, es gibt viele Einflüsse im Leben, besonders als Kind. Als Kind ist man abhängig und wenn da die Anerkennung und Liebe fehlt, dann kann sich auch das Selbstbewußtsein nicht entwickeln. Und das setzt sich im weiteren Leben fort. Ich habe das bisher nicht gesehen und habe dies jetzt erkannt und darum will ich zu der Schwester nicht hin.
mfg
Wolfram
Re: Oase Re: Selbst-bewusst-sein
Odille, Freitag, 06.11.2009, 10:18 (vor 5913 Tagen) @ Wolfram
Hallöchen, ich lese immer nach und nach im Forum, daher erst heute hier von mir eine Antwort darauf.
Selbstbewußtsein gehört mit dazu, um eine brauchbare Wohnung zu haben.
Das kann ich nicht bestätigen. Ich habe ein gutes Selbstbewußtsein und trotzdem Chaos in der Wohnung. Daran wird es wohl nicht alleine liegen
Diese Aussage von Paladin kann ich nur bestätigen. Mal ganz abgesehen davon, dass Selbstbewusstsein nichts mit Arroganz und überheblichkeit (das verwechseln viele), sondern mit SICH-Selbst-bewusst-sein zu tun hat.
Alleine ist das nicht der Grund, es gibt viele Einflüsse im Leben, besonders als Kind. Als Kind ist man abhängig und wenn da die Anerkennung und Liebe >fehlt, dann kann sich auch das Selbstbewußtsein nicht entwickeln. Und das setzt sich im weiteren Leben fort.
Einspruch! DAS IST keine Kausalkette (im Sinne von "wenn schlechte Kindheit, dann schlechtes Selbstbewusstsein") Ich bins leid, dass alle möglichen Leute immer die Kindheit hernehmen für das, was sie in ihrem Erwachsenenleben nicht bereit sind anzunehmen: Arbeit mit und an sich selbst. Wir haben jetzt selbst die Verantwortung. Und darin liegt für mich auch die Antwort.
Ich habe das bisher nicht gesehen und habe dies jetzt erkannt und darum will ich zu der Schwester nicht hin.
Scherst Du damit nicht zu viel über einen Kamm? Abgesehen davon - wenn Du Dich dort nicht wohl fühlst, dann reicht das doch als Grund völlig aus.
Wäre natürlich auch ein guter Anlass, den Konflikt im Vorhinein mal mit der Schwester zu klären und ganz offen über Deine empfundenen Ablehnunggefühle zu reden. Ich hab in solchen Situationen wahrhaft schon viele Überraschungen erlebt. Und Deine Freundin "bekommst" Du ohnehin nur mit Schwester, weil die zu ihr gehört.
Fazit: mach Dein Selbstbewusstsein nicht von solchen Aktionen abhängig. Ich kann mir selbst-bewusst sein (und das trotz mieser Kindheit), mich selbst achten und respektieren - und im Zuge dessen kann ich auch leichter mit Leuten umgehen, mit denen ich - oder die mit mir - ein Problem haben.
Last but not least: viele Probleme sind nur in meinem Kopf. Offen drüber geredet mit allen Beteiligten wirkt manchmal wahre Wunder. Und zeugt -meines Erachtens - weit mehr von Selbstbewusstsein als der Situation aus dem Weg zu gehen.
LG, Odille
Re: Oase Re: Selbst-bewusst-sein
Wolfram, Freitag, 06.11.2009, 14:59 (vor 5912 Tagen) @ Odille
Mal ganz abgesehen davon, dass Selbstbewusstsein nichts mit Arroganz und überheblichkeit (das verwechseln viele), sondern mit SICH-Selbst-bewusst-sein zu tun hat.
So habe ich das auch gemeint. Aber die Überheblichkeit ist nach meiner Meinung nicht ein Selbstbewußtsein, sondern auch ein Mangel an Selbstbewußtsein. Es drückt sich nur anders aus, das mangelhafte Selbstbewußtsein wird versucht, nicht nach außen zu zeigen, damit man nicht angreifbar wird.
Alleine ist das nicht der Grund, es gibt viele Einflüsse im Leben, besonders als Kind. Als Kind ist man abhängig und wenn da die Anerkennung und Liebe >fehlt, dann kann sich auch das Selbstbewußtsein nicht entwickeln. Und das setzt sich im weiteren Leben fort.
Einspruch! DAS IST keine Kausalkette (im Sinne von "wenn schlechte Kindheit, dann schlechtes Selbstbewusstsein") Ich bins leid, dass alle möglichen Leute immer die Kindheit hernehmen für das, was sie in ihrem Erwachsenenleben nicht bereit sind anzunehmen: Arbeit mit und an sich selbst. Wir haben jetzt selbst die Verantwortung. Und darin liegt für mich auch die Antwort.
Es gab für mich nie einen Zeitpunkt, wo ich plötzlich erwachsen gewesen wäre. Bei mir ist das eine stete Entwicklung, und ich würde mich auch heute noch nicht als erwachsen bezeichnen. Meine Entwicklung baut immer auf den vorhergehenden Erfahrungen auf. Als Beispiel, wie sollte ich diskutieren lernen, wenn mein Vater Diskussionen und Erklärungen durch Schimpfen und Schläge ersetzt. Da fühle ich mich klein und das ist jahrzehntelang so geblieben. Jetzt kann ich das ändern, weil ich weiß, daß dieser Mangel nicht bei mir liegt, sondern von meinem Vater mir so beigebracht wurde. Dadurch sehe ich eine Änderungsmöglichkeit. Arbeitgeber und ältere Menschen sind auch bei mir Respektpersonen, die zunächst mehr Wissen vermuten lassen.
Ich habe das bisher nicht gesehen und habe dies jetzt erkannt und darum will ich zu der Schwester nicht hin.
Scherst Du damit nicht zu viel über einen Kamm?
Abgesehen davon - wenn Du Dich dort nicht wohl fühlst, dann reicht das doch als Grund völlig aus.
Und Deine Freundin "bekommst" Du ohnehin nur mit Schwester, weil die zu ihr gehört.
Und darum habe ich ein Konflikt und weiß nicht, was ich machen soll. 12 Jahre war ich zu Weihnachten zu der Schwester mitgegangen, sozusagen als Anhängsel, weil ich nichts sagen durfte. (Friede, Freude, Eierkuchen), nur keine Probleme erörtern. 15 Jahre bin ich nicht hingegangen, weil die Schwester mit mir nicht über Probleme reden wollte. 7 Jahre bin ich jetzt wieder hingegangen, aber Nachfragen, warum ich die vorhergehenden Jahre nicht gekommen bin, gab es nicht. Die sind alle einfach darüber hinweggegangen, als ob nichts geschehen wäre.
Wäre natürlich auch ein guter Anlass, den Konflikt im Vorhinein mal mit der Schwester zu klären und ganz offen über Deine empfundenen Ablehnunggefühle zu reden. Ich hab in solchen Situationen wahrhaft schon viele Überraschungen erlebt.
Daran habe ich auch schon gedacht. Gibt aber mehrere Schwierigkeiten.
1. Ich nehme Verletzungen hin, weil ich es so gewohnt bin.
2. Wenn ichs nicht hinnehme, will meine Freundin nicht, daß ich darüber spreche.
3. Es gibt Krach, weil keiner darüber reden will mit dem Ergebnis, daß ich mich draußen ins Auto setzen müßte. Das will ich aber auch nicht und denke, dann könnte ich auch gleich zuhause bleiben.
Fazit: mach Dein Selbstbewusstsein nicht von solchen Aktionen abhängig. Ich kann mir selbst-bewusst sein (und das trotz mieser Kindheit), mich selbst achten und respektieren - und im Zuge dessen kann ich auch leichter mit Leuten umgehen, mit denen ich - oder die mit mir - ein Problem haben.
Bisher war ich ja auch relativ zufrieden, wenn ich in meiner Wohnung mich mit meinen Sachen beschäftigt habe. Erst als die Wohnung zu voll wurde und ich in der Messie Selbsthilfegruppe war, habe ich allmählich gemerkt, daß es auch noch andere Menschen gibt und ich diese auch brauche und mir darum auch mehr Gedanken gemacht habe, warum ich früher nicht mit anderen Menschen sprechen konnte. Ich kann nicht etwas ändern, wenn ich die Ursachen nicht kenne.
Last but not least: viele Probleme sind nur in meinem Kopf.
das ist richtig und wie sind die da reingekommen? Die Probleme gehen am Besten auf dem gleichen Weg wieder raus wie sie reingekommen sind. Andere Wege wird es sicherlich auch geben.
Offen drüber geredet mit allen Beteiligten wirkt manchmal wahre Wunder. Und zeugt -meines Erachtens - weit mehr von Selbstbewusstsein als der Situation aus dem Weg zu gehen.
Die Beteiligten müssen aber alle das Gleiche wollen, nämlich darüber reden und das wird schwierig, wenn es da welche gibt, die nicht reden wollen, weil sie z.B. dann ihre Meinungen sagen müßten, die sie aus Mangel an Selbstbewußtsein nicht sagen wollen. (kein Zugeben von Fehlern)
Ich habe vor gut einer Woche eine Email an die Schwester geschrieben, wo ich allgemeine Probleme angesprochen habe. (Warum wird in der Schule vieles nicht gelehrt, was im Leben benötigt wird.). Sie könnte zumindest dazu sagen, daß sie das auch nicht weiß. Möglicherweise weiß sie aber auch etwas. Ich habe keine Antwort bekommen und glaube auch nicht, daß ich eine bekomme. (Ignoranz meiner Person, die sich immer wieder zeigt)
Na, dann sammle ich doch lieber und beschäftige mich damit (dies nur, um einen Zusammenhang mit dem Messieverhalten herzustellen).
Hallo Wolfram !
Schade , ich steige bei deinem Text nicht durch Mir fehlen die > Markierungen am Vorgänger Text .
~ Micha
Re: Fehlende Markierung
Wolfram, Freitag, 06.11.2009, 15:54 (vor 5912 Tagen) @ Micha
Mal ganz abgesehen davon, dass Selbstbewusstsein nichts mit Arroganz und überheblichkeit (das verwechseln viele), sondern mit SICH-Selbst-bewusst-sein zu tun hat.
So habe ich das auch gemeint. Aber die Überheblichkeit ist nach meiner Meinung nicht ein Selbstbewußtsein, sondern auch ein Mangel an Selbstbewußtsein. Es drückt sich nur anders aus, das mangelhafte Selbstbewußtsein wird versucht, nicht nach außen zu zeigen, damit man nicht angreifbar wird.
Alleine ist das nicht der Grund, es gibt viele Einflüsse im Leben, besonders als Kind. Als Kind ist man abhängig und wenn da die Anerkennung und Liebe >fehlt, dann kann sich auch das Selbstbewußtsein nicht entwickeln. Und das setzt sich im weiteren Leben fort.
Einspruch! DAS IST keine Kausalkette (im Sinne von "wenn schlechte Kindheit, dann schlechtes Selbstbewusstsein") Ich bins leid, dass alle möglichen Leute immer die Kindheit hernehmen für das, was sie in ihrem Erwachsenenleben nicht bereit sind anzunehmen: Arbeit mit und an sich selbst. Wir haben jetzt selbst die Verantwortung. Und darin liegt für mich auch die Antwort.
Es gab für mich nie einen Zeitpunkt, wo ich plötzlich erwachsen gewesen wäre. Bei mir ist das eine stete Entwicklung, und ich würde mich auch heute noch nicht als erwachsen bezeichnen. Meine Entwicklung baut immer auf den vorhergehenden Erfahrungen auf. Als Beispiel, wie sollte ich diskutieren lernen, wenn mein Vater Diskussionen und Erklärungen durch Schimpfen und Schläge ersetzt. Da fühle ich mich klein und das ist jahrzehntelang so geblieben. Jetzt kann ich das ändern, weil ich weiß, daß dieser Mangel nicht bei mir liegt, sondern von meinem Vater mir so beigebracht wurde. Dadurch sehe ich eine Änderungsmöglichkeit. Arbeitgeber und ältere Menschen sind auch bei mir Respektpersonen, die zunächst mehr Wissen vermuten lassen.
Ich habe das bisher nicht gesehen und habe dies jetzt erkannt und darum will ich zu der Schwester nicht hin.
Scherst Du damit nicht zu viel über einen Kamm?
Abgesehen davon - wenn Du Dich dort nicht wohl fühlst, dann reicht das doch als Grund völlig aus.
Und Deine Freundin "bekommst" Du ohnehin nur mit Schwester, weil die zu ihr gehört.
Und darum habe ich ein Konflikt und weiß nicht, was ich machen soll. 12 Jahre war ich zu Weihnachten zu der Schwester mitgegangen, sozusagen als Anhängsel, weil ich nichts sagen durfte. (Friede, Freude, Eierkuchen), nur keine Probleme erörtern. 15 Jahre bin ich nicht hingegangen, weil die Schwester mit mir nicht über Probleme reden wollte. 7 Jahre bin ich jetzt wieder hingegangen, aber Nachfragen, warum ich die vorhergehenden Jahre nicht gekommen bin, gab es nicht. Die sind alle einfach darüber hinweggegangen, als ob nichts geschehen wäre.
Wäre natürlich auch ein guter Anlass, den Konflikt im Vorhinein mal mit der Schwester zu klären und ganz offen über Deine empfundenen Ablehnunggefühle zu reden. Ich hab in solchen Situationen wahrhaft schon viele Überraschungen erlebt.
Daran habe ich auch schon gedacht. Gibt aber mehrere Schwierigkeiten.
1. Ich nehme Verletzungen hin, weil ich es so gewohnt bin.
2. Wenn ichs nicht hinnehme, will meine Freundin nicht, daß ich darüber spreche.
3. Es gibt Krach, weil keiner darüber reden will mit dem Ergebnis, daß ich mich draußen ins Auto setzen müßte. Das will ich aber auch nicht und denke, dann könnte ich auch gleich zuhause bleiben.
Fazit: mach Dein Selbstbewusstsein nicht von solchen Aktionen abhängig. Ich kann mir selbst-bewusst sein (und das trotz mieser Kindheit), mich selbst achten und respektieren - und im Zuge dessen kann ich auch leichter mit Leuten umgehen, mit denen ich - oder die mit mir - ein Problem haben.
Bisher war ich ja auch relativ zufrieden, wenn ich in meiner Wohnung mich mit meinen Sachen beschäftigt habe. Erst als die Wohnung zu voll wurde und ich in der Messie Selbsthilfegruppe war, habe ich allmählich gemerkt, daß es auch noch andere Menschen gibt und ich diese auch brauche und mir darum auch mehr Gedanken gemacht habe, warum ich früher nicht mit anderen Menschen sprechen konnte. Ich kann nicht etwas ändern, wenn ich die Ursachen nicht kenne.
Last but not least: viele Probleme sind nur in meinem Kopf.
das ist richtig und wie sind die da reingekommen? Die Probleme gehen am Besten auf dem gleichen Weg wieder raus wie sie reingekommen sind. Andere Wege wird es sicherlich auch geben.
Offen drüber geredet mit allen Beteiligten wirkt manchmal wahre Wunder. Und zeugt -meines Erachtens - weit mehr von Selbstbewusstsein als der Situation aus dem Weg zu gehen.
Die Beteiligten müssen aber alle das Gleiche wollen, nämlich darüber reden und das wird schwierig, wenn es da welche gibt, die nicht reden wollen, weil sie z.B. dann ihre Meinungen sagen müßten, die sie aus Mangel an Selbstbewußtsein nicht sagen wollen. (kein Zugeben von Fehlern)
Ich habe vor gut einer Woche eine Email an die Schwester geschrieben, wo ich allgemeine Probleme angesprochen habe. (Warum wird in der Schule vieles nicht gelehrt, was im Leben benötigt wird.). Sie könnte zumindest dazu sagen, daß sie das auch nicht weiß. Möglicherweise weiß sie aber auch etwas. Ich habe keine Antwort bekommen und glaube auch nicht, daß ich eine bekomme. (Ignoranz meiner Person, die sich immer wieder zeigt)
Na, dann sammle ich doch lieber und beschäftige mich damit (dies nur, um einen Zusammenhang mit dem Messieverhalten herzustellen).
Re: geliebter Besuch ?!
Kirschblüte, Freitag, 30.10.2009, 13:53 (vor 5919 Tagen) @ Micha
Hallo Micha,
Besuch ist so ein Thema, was mich gerade aktuell mal wieder sehr aufwühlt...
und es fällt mir gerade ganz schwer meine Gedanken in Worte zu fassen.
*öhm* ... für manche scheint es ja eine Art "Motivations-Hilfe" zu sein .
Ist es für mich auch, ganz oft.
Und deswegen bin ich durchaus ab und zu auch mit BEsuch einverstanden.
Das Grundproblem ist aber dabei, dass sobald eine Person meine Türschwelle übertritt, sie nicht nur meine Wohnung, sondern auch meine Privatsphäre betritt.
Je weniger ich den BEsuch mag, desto schwieriger wird es da für mich(Abgesehen davon habe ich manchmal Phasen, in denen ich am liebsten gar niemand sehen würde)
(BEi Personen, die ich lieber nicht hier hätte, wird allerdings das Aufräumen und Saubermachen zur großen Qual - jeder Handgriff ist dann eine Überwindung...)
Und ich kann und will Mann und Kind ja nicht die Kontakte einschränken.
Nö , mußt du ja auch nicht - aber genauso wenig brauchst du *imho* deine Zeit dafür "verschwenden" .
Also dann , zb , wenn du sie für eine andere Sache / Zweck verwenden wolltest und nun die oder der da ist .
Jein.
Wenn GöGa Besuch hat, ziehe ich mich auch oft komplett zurück, wenn ich das möchte.
Bei Kindern ist das allerdings nicht möglich.
Natürlich sitze ich dann nicht mit im Kinderzimmer, muss aber ansprechbar in der Nähe bleiben und meist mehrmals innerhalb eines Nachmittages irgendwie agieren.
Ich bin immer angespannt, wenn jemand da ist - je nach Person mehr oder weniger.
Ah , ich las gerade den anderen Thread ... >Es liegt eben nicht bloss am Zustand der Wohnung.
Der Zustand der Wohnung erleichtert oder erschwert BEsuch natürlich, unter Umständen auch sehr.
ABer das ist tatsächlich NICHT der Hauptpunkt
Oh , das ist ja noch ein ganz anderer Gesichtspunkt des Thema´s ...
So kam ich auch auf den Beitrags-Titel bzw. die Frage >Nur eine eigene Antwort dazu , hab ich noch nicht .
~ Micha
Viele Grüße
Kirschblüte
Re: mein Senf ... (war: Ungeliebter Besuch)
MarLe, Sonntag, 01.11.2009, 00:55 (vor 5918 Tagen) @ Kirschblüte
Liebe Kirschblüte,
nicht erst seit Dienstag ist das auch für mich ein Thema,
aber seit deinem Posting fühl ich mich dir näher.
<font size=-1>Ist näher das richtige Wort? ich überlege</font>
Es fällt mir sehr schwer, Worte zu finden.
Gedanken, Gefühle und Empfindungen, Erinnerungen...sehr wohl.
Was du ins Posting gepackt hast, dass sind bei mir ganz
viele kleine Einzelteile.
<font size=-1><li>Selber einladen.<li>aber - nicht alleine leben
(was wäre anders, wenn es so wäre?)<li>wo empfangen die Kinder Besuch<li>wo habe ich einen Rückzugsort<li>ich kann <li>und<li>will<li>niemanden einschränken<li>Mann<li>Kinder<li>Kontakte<li>wie gehe ich damit um?<li>wie gehen die Anderen damit um?<li>mit ihren Kontakten <li>mit den Kontakten des/der Anderen Mitbewohnern<li>was sind seine/ihre Kontakte <li>was sind "unsere"<li>Besuch mögen<li>Besuch nicht mögen<li>überspielen, verdrängen, ...<li>kompatibel sein<li>wie wirke ich nach außen und<li>was bedeutet mir das?</li>...und noch ganz viele weitere Teilbereiche.</font>
Vor Jahren hat sich einmal was ereignet, dass mir heute
wie ein Geschenk erscheint.
Seither werden zu Geburtstagen keine Familienfeiern mehr
abgehalten.
Super! und zudem eine unglaubliche Entlastung.
Aber: So sehe ich das heute.
Innerlich bin ich immer noch uneins darüber, ob es mir
fehlt. *grins*
(Typisch, nichtmal das kann ich entscheiden.)
Einem Anteil in mir fehlt es -ganz klar- aber einem anderen
Teil ist klar, dass es nicht funktioniert, oder so nicht
funktioniert hat
Ich habe keine Lösung.
Das heißt, für mich habe ich keine Lösungen.
Aber, immer öfter kommt mir in den Sinn:'bleib bei dir'.
Das klingt für mich oft übertrieben egoistisch.
Aber, ist es das?
Oder ist es 'gesunder Egoismus'?!
---
<font color=blue>>Und ich kann und will Mann und Kind ja nicht die Kontakte einschränken.</font color>
In diesem Satz ist sovieles, was mich anspricht.
Und, was mich sehr nachdenklich machte und macht.
Warum wähltest du das Wort "einschränken" ?
Lt. Wörterbuch heißt das: verringern, vermindern, ..
Auch jetzt, da ich antworte, bin ich hin- und hergerissen.
Soviele Gedanken rasen umher und sind kaum einzufangen.
Lasse es hierbei.![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
Danke dir für diesen Gedankenfaden.
Liebe Grüße
Marlene
Re: mein Senf ... (war: Ungeliebter Besuch)
Janna, Sonntag, 01.11.2009, 11:54 (vor 5917 Tagen) @ MarLe
<font color=blue>>Und ich kann und will Mann und Kind ja nicht die Kontakte einschränken.</font color>
Warum wähltest du das Wort "einschränken" ?
Lt. Wörterbuch heißt das: verringern, vermindern, ..
Hi,
mir kam grade der Gedanke:
Müssen denn die Kontakte zuhause stattfinden?
Es gibt doch noch Alternativen:
• Auf dem Spielplatz
• Beim Jugendtreff
• im Café
• zuhause beim anderen
• einfach mal zusammen spazieren gehen
Hier können die Kinder und der Mann die Phantasie spielen lassen.
Da mein Mann weiß, dass ich es nicht mag, wenn so spät abends noch Leute zu ihm kommen, trifft er sich mit ihnen im Café. Allenfalls kommt sein Kumpel, der seinen Computer repariert nachts. Aber das ist für mich auch okay.
Mit dem einen Freund, den ich nicht leiden kann, hat er den Kontakt so ziemlich verloren. Aber scheinbar fehlt ihm dieser Kontakt auch nicht.
Schuldgefühle ... ja, die hatte / habe ich auch deswegen.
Doch ist es letztlich nicht seine Entscheidung, wie er damit umgeht, dass ich manches nicht möchte?
Gründe ... es stört mich, wenn nachts noch Leute da sind -> Lärm, ich fühle mich nicht wohl dabei.
Und heißt "lieben" nicht auch manchmal "nachgeben" ?
Okay, natürlich in beide Richtungen.
Doch es kann nicht heißen, dass ich immer nachgeben muss.
Bin zurzeit mit vielem überfordert kleine Schritte, nur das Allernötigste, mehr ist nicht drin
Liebe Grüße
<font color=darkteal>Janna</font color>
Re: mein Senf ... (war: Ungeliebter Besuch)
Kirschblüte, Montag, 02.11.2009, 18:49 (vor 5916 Tagen) @ MarLe
Liebe Marlene,
Warum wähltest du das Wort "einschränken" ?
Lt. Wörterbuch heißt das: verringern, vermindern, ..
Weil genau das meine Befürchtung, mein Gedanke ist.
Wenn ich (so wie es mir ehrlich gesagt am fast liebsten wäre) direkt sagen würde, niemand darf zu uns kommen, müsste meine FAmilie quasi immer zu anderen gehen - und die Frage ist, wielange andere bereit sind, die alleinige "BEsuchslast" zu tragen.
Manche Mütter sehen das nicht ganz so eng, andere Mütter dagegen rechnen sehr genau auf: letztes Mal war Dein Kind bei mir, diesesmal geht mein Kind zu Dir. Zumindest bei letzteren habe ich tatsächlich die Befürchtung, dass gesagt wird, wenn es nicht bei Euch geht, geht es bei uns auch nicht. (Und darum geht es mir ja nioht, eine Freundschaft tatsächlich zu zerstören...)
Ganz abgesehen davon, dass es meist so ist, dass jedes Kind bei sich zu Hause "der Bestimmer" ist
Aber, immer öfter kommt mir in den Sinn:'bleib bei dir'.
Das klingt für mich oft übertrieben egoistisch.
Aber, ist es das?
Oder ist es 'gesunder Egoismus'?!
DASS ist eigentlich für mich EiNE der KernfragenWie weit kann und muss ich Kompromisse schließen?
Wo sind es "faule" Kompromisse?
Schließlich sollte JEDER der hier wohnt, zufrieden sein.
Nur, wenn die Bedürfnisse gegensätzlich sindMich selbst ein Stück zurücknehmen... ABer nicht zuweit. WEm ist gedient, wenn ich nur noch gereizt/genervt (re)agiere?
Es wäre schöner, Gäste mit offenen Armen statt mit verschränkten Armen zu begrüßen... (Nunja, ich glaube, so eine 180 Gradwende werde ich wohl nie vollziehen...)
viele kleine Einzelteile.
Habe angefangen, zu dem ein oder anderen Einzelteil was zu schreiben und gemerkt, da könnte ich Romane schreiben(Deswegen dann doch wieder gelöscht...)
nicht erst seit Dienstag ist das auch für mich ein Thema,
grins, für mich auch nicht erst seitdem, sondern schon lange. Mal mehr, mal weniger. Zur Zeit sehr stark.
Im Sommer z.B.ist es oft leichter.
Da kann ich z.B. sehr konsequent fordern: Zimmerlautstärke und im Kinderzimmer oder wenn Ihr toben oder laut sein wollt, im GArten.
Das ist in meinen Augen eine berechtigte Forderung, die niemanden einschränkt.
Jetzt aber fängt es an, sehr früh dunkel zu werden. An manchen Tagen regnet es stundenlang oder es ist einfach grau, nebligtrüb, nasskalt... Bei einem Wetter, bei dem ich selber nicht raus möchte, mag ich die Kinder auch nicht rausschicken. Zu fordern, dass sie sich den ganzen Nachmittag still im Kinderzimmer beschäftigen, finde ich aber auch nicht wirklich kindgerecht. Und wenn ich z.B. zulasse, dass sie im ganzen Haus verstecken spielen und Besuchskinder auf der Suche jede Tür öffnen, fühle ich mich nicht mehr wohlUnd schon beginnt der unschöne Teufelskreis... Meine Bedürfnisse gegen die der anderen
Muss für heute Schluss machen, FAmilie kommt gerade
Viele liebe Grüße
Kirschblüte
Re: Romane (war: Ungeliebter Besuch)
MarLe, Dienstag, 03.11.2009, 14:57 (vor 5915 Tagen) @ Kirschblüte
Mahlzeit Kirschblüte,
oh ja, Romane. *fett-grins
---
Es ist soviel,...und es gibt keine einheitliche Regelung.
Da gibt es -durch mich- Ausnahmen
Gut, wenn ich mir, mit mir selber, nicht einig bin, wie will
ich etwas managen, verwalten, regeln?
---
Bleibt die Frage: Wann und wodurch schränke ich ein?
Lieben Gruß
Marlene
P.S.: hast eine PN
Re: Teilweise ungeliebter Besuch
Lucy, Sonntag, 01.11.2009, 23:58 (vor 5917 Tagen) @ Kirschblüte
Hallo Kirschblüte und alle anderen,
Besuch ist für mich zurzeit auch ein großes Thema, das mich sehr belastet.
Ich bekomme nicht sehr oft Besuch - in den letzten Jahren war es auf ein paar Mal pro Jahr beschränkt, und fast jedesmal gab es eine große Putz- und Aufräumaktion im Vorfeld. Davon möchte ich eigentlich wegkommen, bin aber noch lange nicht soweit. Mein Umzug liegt ein paar Monate zurück, und die Wohnung ist noch nicht in dem Zustand, in dem ich sie gern hätte (das hat verschiedene Gründe, die ich jetzt nicht alle ausführen mag).
An diesem Wochenende hatte ich Besuch, der sehr schwierig war - da war nicht die Wohnung das Problem, sondern der Besuch selbst (das kann ich jetzt leider nicht genauer beschreiben).
Am nächsten Wochenende kommt wieder Besuch, und der wird sicher sehr genau schauen, wie es hier aussieht, und das belastet mich ziemlich. Teils freue ich mich auf den Besuch, weil ich die Leute selten sehe, und teils graut mir schon vor manchen Sprüchen (so nach dem Motto, da muss man doch nur mal die Ärmel hochkrempeln und Kisten auspacken, Regale einräumen, Fenster putzen ... und natürlich am besten alles gleichzeitig - da komme ich unweigerlich in eine Rechtfertigungshaltung, die ich gar nicht will).
Meine Versuche, im Vorfeld alles gut zu planen oder kleine Schritte zu gehen, haben bisher nie gut funktioniert. Jetzt ist meine Idee, mir für ein paar Stunden Hilfe zu holen (ich hoffe, dass eine Bekannte dafür Zeit haben wird).
In der kommenden Woche bin ich zweimal abends unterwegs (und würde gern noch einmal zum Sport gehen, was ich aber nicht schaffen werde - heute habe ich es auch nicht geschafft, da der Besuch da war, und nächstes Wochenende ist es dasselbe).
Bevor ich jetzt ganz den Faden verliere, höre ich lieber auf ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
Schöne Grüße
Lucy
Re: Sprüche
SAM, Montag, 02.11.2009, 12:34 (vor 5916 Tagen) @ Lucy
Hallo Lucy!
Ich kenne das auch mit den Sprüchen.
Je nachdem, wer sowas gebracht hat, habe ich dann geantwortet: "Tu dir keinen Zwang an!" (also: "Mach doch!").
Meist waren diese Sprüche dann für die Zukunft gecancelt.![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
Hab ich aber auch nur dann gebracht, wenn der Zustand der Besuchszone für MICH okay war.
Wenn an chaotischen Tagen jemand unangekündigt vor der Tür stehen würde, käme es sehr darauf an, wer es ist.
Bei guten Freunden sage ich dann: "Schaufle dir nen Platz frei und setz dich!",
bei Freunden von den Kindern schon mal: "Super! Ihr wollt aufräumen helfen? Find ich klasse!"
bei Fremden oder weniger guten Bekannten wärs mir allerdings sehr unangenehm, da würd ich versuchen, den Besuch zu vermeiden.
Glücklicherweise gelingt es mir mittlerweile, die Besuchszone innerhalb kürzester Zeit - oberflächlich - hinzukriegen (wozu gibts denn sonst den Platz hinterm Sofa?
).
Mich nervt viel mehr, dass ich immer noch bestimmte Papiere nicht finde, deren Verschwinden mich mal locker ca. 2000 € kosten könnte.
![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/sauer.gif alt=sauer)
Also: Nimm das mit den Sprüchen nicht so ernst (oder nimm die Person beim Wort!).
Viel Spaß dabei!
Liebe Grüße,
SAM