tv-tip heute rtl2 23.15 uhr (o.t.) (n/t) (Allgemein)

alexander, Dienstag, 22.07.2008, 22:30 (vor 6383 Tagen)

- kein Text -

infos v-text s 369

alexander, Dienstag, 22.07.2008, 22:33 (vor 6383 Tagen) @ alexander

infos v-text seite 369

RTL2: Die Sendung war sehenswert

Rumpel, Mittwoch, 23.07.2008, 07:59 (vor 6383 Tagen) @ alexander

Zwar hatte sie den reißerischen Titel


Exclusiv - die Reportage
Leben ist Müll!
Die Messies sind unter uns

aber die Beiträge selbst waren gut, nicht reißerisch gemacht, anschauen lohnt sich falls mal eine Wiederholung kommt.
Angeblich gibt es 1.8 Millionen Messies in D
Rumpel

Re: tv-tip heute rtl2 23.15 uhr (o.t.)

Astarte, Mittwoch, 23.07.2008, 11:04 (vor 6383 Tagen) @ alexander

Ja, ich empfand die Senung ebenfalls als lohneswert. Leider erfuhr ich zu spät davon, denn ich wünschte mir, ein paar meiner Angehörigen hätten es gesehen. Allen voran meine Schwiegereltern, damit sie endlich mal begreifen, was mit ihrem Sohn los ist.

Ein paar Aussagen fand ich schon ziemlich verdauungswürdig. Da war z.B. der Fall einer Frau, die seit 10 (!!!) Jahren in Therapie ist, bei der es dann hieß: "Zeigt Erfolge, jetzt sind nur ein paar der Räume völlig zugestellt."

Oder: "... ist einer der wenigen Messis, die noch Kontakt zu ihrer Familie haben" bzw. wo die Familie eingeweiht ist.

Wenigstens drehte es sich nicht nur um die Ordnung als solche, sondern auch das "Chaos im Kopf", dass dahinter steht.

Ich wäre vorsichtig damit

Rumpel, Mittwoch, 23.07.2008, 15:00 (vor 6383 Tagen) @ Astarte

Ja, ich empfand die Senung ebenfalls als lohneswert. Leider erfuhr ich zu spät davon, denn ich wünschte mir, ein paar meiner Angehörigen hätten es gesehen. Allen voran meine Schwiegereltern, damit sie endlich mal begreifen, was mit ihrem Sohn los ist.

Ich wäre vorsichtig damit solche Sendungen ungesehen zu empfehlen. Bei dieser Sendung war nur der Titel reißerisch, die Sendung selbst hob sich deutlich vom sonstigen im Privatfernsehen nach unten offenen Niveau ab. Ich hätte wenig Problem damit in Diskussionen im kleinen Kreis zuzugeben daß meine Situation ähnlich ist. Bei anderen Sendungen auf dem üblichen Bildzeitungsniveau würde ich garnicht erst anfangen mitzudiskutieren

Ein paar Aussagen fand ich schon ziemlich verdauungswürdig. Da war z.B. der Fall einer Frau, die seit 10 (!!!) Jahren in Therapie ist, bei der es dann hieß: "Zeigt Erfolge, jetzt sind nur ein paar der Räume völlig zugestellt."
Oder: "... ist einer der wenigen Messis, die noch Kontakt zu ihrer Familie haben" bzw. wo die Familie eingeweiht ist.
Wenigstens drehte es sich nicht nur um die Ordnung als solche, sondern auch das "Chaos im Kopf", dass dahinter steht.

Eben. Chaos im Kopf. Abarbeitung von detaillierten Listen ist da nur ein Workaround, eine permanente Notlösung. Wichtig ist es die Depression, das Chaos im Kopf und deren Ursachen zu betrachten, Schlußmachen mit Ausweichen und Verdrängen.

Rumpel

Keine Vorstellung

Astarte, Mittwoch, 23.07.2008, 19:23 (vor 6382 Tagen) @ Rumpel

Ich wäre vorsichtig damit solche Sendungen ungesehen zu empfehlen.>

Achso, Du meinst die Vorab-Empfehlung, die mir für meine Schwiegerleuts gewünscht hätte? Da wäre es mir vor allem eh nur darum gegangen, dass sie mal - wenigstens im TV - sehen, unter welchen Umständen solche Menschen leben. Denn der Herr Sohn lässt sie ja seit Jahren nicht mehr in seine Wohnung. Sie wissen nur, dass es "schlimm" ist, aber haben überhaupt gar keine Vorstellung. Vor kurzen sagten sie sogar trotzig zu mir: "Bei Dir siehst ja auch nicht besser aus." Jaaa... aber momentemal. Wenn bei mir ein Behördenmensch klingelt, hat er bei mir NICHT das Bedürfnis, die Behörden einzuschalten und mir einen rechtlichen Betreuer zu beschaffen. Püh! Ganz abgesehen davon, dass ich damals - neben einem VOllzeitstudium und dank ihres Sohnes, der gerade mal meinte mich wegen einer Borderlinerin zu verlassen - so fertig mit den Nerven war, dass es ja wohl ganz verständlich ist, dass man absolut nichts macht.

Ich möchte darauf hinaus, dass gar kein Vorstellung exisitert, wie sich das Messitum äußert.

Ich durfte wenigstens ein paar Mal in seine Wohnung, und obwohl ich es genau wußte, war ich dann doch schockiert. Manchmal durfte auch noch jemand aus dem Freundeskreis mit, die wenige Mal, wo man "putzen" durfte. Auch diese wußten alle vorher Bescheid. Wie oft hörte ich schon die Worte: "Hey, kein Problem. Ich weiß es ja, ich komm damit klar." Denkste! Es zu wissen, eine Vorstellung zu haben und die Realität sind (in diesem Fall) meilenweit auseinander.

LG,
Astarte

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Nur Text .... Re: tv ... gestern ...

Micha @, Mittwoch, 23.07.2008, 17:23 (vor 6382 Tagen) @ alexander

Das Leben ist Müll !
Die Messies sind unter uns

exklusiv - die reportage

Schätzungen zufolge leiden in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen unter dem so genannten "Messie"-Syndrom.
Die Bezeichnung "Messies" stammt von dem englischen Wort "mess" ab und bedeutet soviel wie Unordnung, Dreck, Schwierigkeiten. Zu den Symptomen dieses Krankheitsbildes gehört Unordentlichkeit, zwanghaftes Sammeln wertloser Dinge, die Unfähigkeit, den eigenen Alltag zu organisieren sowie eingeschränktes Sozialverhalten. Mit einfachen Worten: "Messies" versinken in ihrem Chaos und sind nicht in der Lage, es aus eigener Kraft zu beheben. "EXKLUSIV - DIE REPORTAGE" hat Betroffene besucht.

Reportage | D 2007 | Beginn: 23:15 | Ende: 00:15

Vor sechs Jahren wurde bei Petra Z. das „Messie"-Syndrom diagnostiziert. Ihre letzte Beziehung beendete sie, weil ihr damaliger Freund versucht hat, die gemeinsame Wohnung aufzuräumen. Doch nicht nur ihr Lebenspartner litt unter der chronischen Unordnung, ihr zehnjähriger Sohn leidet immer noch darunter. Einen geregelten Tagesablauf, wie er ihn als Kind unbedingt bräuchte, kennt er nicht. Gemeinsam mit Petra lebt er in einem alten Bauernhaus: gesprungene Kacheln, kaputte Schränke und eine heillose Unordnung prägen das Bild. Aber Petra schafft es nicht, die Zustände zu ändern: „Ich schäme mich dafür und lasse niemanden mehr rein."

Auch M. ist ein „Messie". Egal was er anfängt, er bringt nichts zu Ende. Da er seinen Schrank nie fertig aufgebaut hat, türmen sich seine Klamotten in der ganze Wohnung. Dazwischen lagern Teppiche und eine riesige Menge an gesammelten Zetteln. Freunde und Bekannte hat der 25-jährige Hartz IV-Empfänger keine mehr. Wie Petra ist auch er nicht imstande, seinen Alltag zu organisieren.

Diese Orientierungslosigkeit ist charakteristisch für „Messies":
Es ist das innere Chaos und das psychische Ungleichgewicht, das sich nach außen kehrt.

Gisela M. versucht anhand von Listen, die sie über den Tag verteilt abarbeiten muss, der Desorganisation Herr zu werden. Dinge wie Aufstehen, Katze füttern und Einkaufen, selbstverständliche Alltäglichkeiten, kann sie nur mit solchen Listen erledigen. Sie hat sich freiwillig in Therapie begeben und ihre Therapeutin sowie eine Selbsthilfegruppe unterstützen sie nun dabei, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.

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