Überweisungen unnötig aufschieben (Allgemein)

Astarte, Freitag, 25.07.2008, 14:42 (vor 6654 Tagen)

Kann mir mal einer Erklärungen, wieso ich eine wirklich dringende Überweisung so sehr aufschiebe? Ich verstehe mich in diesem Punkt selbst nicht. Denn das Geld ist ja da. Aber allein der Gedanke, dass ich es aus - wegen äußerer Umstände (noch kein neues Konto vor Ort, Online-Banking ging nicht) - nicht pünktlich schaffte, "stresst" mich so sehr, dass ich es nun seit 3 Tagen aufschiebe, obwohl ich eh derzeit den ganzen Tag am Computer stehe. Es ist ja nicht so, dass ich es "vergesse", im Gegenteil. Aber ich kann mich nicht überwinden. Gerade was Online-Banking angeht, habe ich vollkommen grundlose falsche Prägung. Und ich meine wirklich grundlos. Nicht z.B. wie mein Gemahl, der immer pleite war. Da kann man verstehen, dass man den Blick auf das Konto meidet.

Am Anfang verstand es ich noch: In den ersten Jahren war auf das Kontoschauen für mich ein Alptraum gewesen, da ich nur - dank Partner - nur allzu oft sehr böse Überraschungen im 1000er Bereich erlebte. Später hatten ich wir dann ja getrennte Wohnungen, ein eigenes Konto. Ich war selbst war niemals im Minus, wenn's auch mal knapp war, wenn die Behörden sich wieder mal viel zu viel Zeit ließen. Nicht ein einziges Mal. Eine paar Jahre ging es auch super, wenn auch gerne mal auf den letzten Drücker. Aber seit einem Jahr - mittlerweile also 10 Jahre nach den "traumatischen Kontoerlebnissen", die nichts mit mir zu tun hatten - plötzlich ein Schnitt, und nichts geht mehr.

Versteh ich nicht. Wieso lebe ich SEINE Verhaltensmuster, aber erst, nachdem ich mich jahrelang davon erholt habe?


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