Wohnungsinnenausstattung (Allgemein)
Lisa Suisse, Samstag, 26.07.2008, 12:58 (vor 6373 Tagen)
Eine Frage vor allem an unser kleines Organisationsgenie Sakem:
Im Moment interessieren mich sehr stark alle Artikel mit Fotos über Innenausstattungen der Wohnung. Was ist besser? Alle Hefte, in welchen so ein Artikel vorkommt, aufzubewahren in einem Stellordner oder, die entsprechenden Artikel herauszuschneiden und in Klarsichtfolien in einem Ordner abzulegen. Ich kann mich einfach nicht entscheiden.
Bon appétit! Lisa Suisse.
Re: Wohnungsinnenausstattung
Sakem, Samstag, 26.07.2008, 13:13 (vor 6373 Tagen) @ Lisa Suisse
Eine Frage vor allem an unser kleines Organisationsgenie Sakem:
Im Moment interessieren mich sehr stark alle Artikel mit Fotos über Innenausstattungen der Wohnung. Was ist besser? Alle Hefte, in welchen so ein Artikel vorkommt, aufzubewahren in einem Stellordner oder, die entsprechenden Artikel herauszuschneiden und in Klarsichtfolien in einem Ordner abzulegen. Ich kann mich einfach nicht entscheide
Hallo Lisa Suisse.
Erst mal danke für die Blumen. Nur Genie hätte gereicht![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
Eine Vision entwickeln.
Ein inneres Bild.
Träume
Konkrete Wuschvorstellungen sich ins Gedächtnis rufen.
Da will ich hin!!
Das ist mein Ziel.
Spart eine Menge an Stauraum, Zeit zum Archivieren, SortierenUnd jedes Stück Papier bringt mich nicht diesm Ziel näher.
Also:
k.w. !!
.
Sakem
Den Vogel abgeschossen.
Lisa Suisse, Samstag, 26.07.2008, 14:46 (vor 6373 Tagen) @ Sakem
Diesesmal hat für mich und mein persönliches Anliegen 'Astarte' den Vogel abgeschossen!!!
Ich bin halt noch kein wirklich halbwegs geheilter Messie. Und deswegen, diese 3-Phasen-Lösung ist genau das Richtige für mich. Jawohl. Danke Astarte. So mach ich es. So schnell wie möglich 2 - 3 Stellordner her!
Und nicht böse sein, SAKEM, gell? Du bist halt vielleicht doch schon um etliches fortgeschrittener in der Messie-Bekämpfung als ich.
Bon après-midi! Lisa Suisse.
Re: Den Vogel abgeschossen.
Astarte, Samstag, 26.07.2008, 16:59 (vor 6373 Tagen) @ Lisa Suisse
Diesesmal hat für mich und mein persönliches Anliegen 'Astarte' den Vogel abgeschossen!!!
Ich bin halt noch kein wirklich halbwegs geheilter Messie. Und deswegen, diese 3-Phasen-Lösung ist genau das Richtige für mich. Jawohl. Danke Astarte. So mach ich es. So schnell wie möglich 2 - 3 Stellordner her!
Und nicht böse sein, SAKEM, gell? Du bist halt vielleicht doch schon um etliches fortgeschrittener in der Messie-Bekämpfung als ich.
Bon après-midi! Lisa Suisse.
Vielen Dank auch
Und ich hoffe doch sehr, dass Sakem und ich hier nicht in Konkurrenz treten *zwinker*. Wäre irgendwo nicht Sinn der Sache *schmunzel*.
Leider ist es auch bei mir nur graue Theorie. Denn ich schaff's ja nicht mal bis zur Phase 1 zu überwinden
LG,
Astarte
Zwinker, zwinker, schmunzel, schmunzel
Lisa Suisse, Samstag, 26.07.2008, 18:09 (vor 6373 Tagen) @ Astarte
Hallo Astarte, natürlich habe ich alles nur zwinker und schmunzel gemeint, das weiss Sakem. ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
Welch ein Trost für mich, dass auch Du es noch nicht ganz geschafft hast. Ich glaube, wenn ich erstmal die 3 Stellordner gekauft und im Bücherregal dafür Platz gemacht habe, dass es dann weitergeht....... aber werden bis dann die Zeitschriften mit ihren Artikeln immer noch ihre Attraktivität behalten haben? Immer diese Zweifel, die aufkommen..... Jetzt nur nicht hier pessimistisch werden!
Viele Grüsse an Dich und Sakem,
Lisa Suisse.
Re: Zwinker, zwinker, schmunzel, schmunzel
Astarte, Samstag, 26.07.2008, 18:37 (vor 6373 Tagen) @ Lisa Suisse
Abwarten und Tee-Trinken.
Wenn sie erst mal richtig im Bücherregal verstaut sind, stören sie auch nicht. Wenn Du sie ein Jahr lang (oder andere festgelegte Frist) nicht mehr angerührt hast, dann brauchst sie wohl nicht mehr
.
Entscheidung auf später schieben.
LG,
Astarte
Aufgeschobene Entscheidungen
Sakem, Samstag, 26.07.2008, 19:04 (vor 6373 Tagen) @ Astarte
Abwarten und Tee-Trinken.
Wenn sie erst mal richtig im Bücherregal verstaut sind, stören sie auch nicht. Wenn Du sie ein Jahr lang (oder andere festgelegte Frist) nicht mehr angerührt hast, dann brauchst sie wohl nicht mehr.
Entscheidung auf später schieben.
Hallo Astarte
von solchen verschobenen Entscheidungen habe ich auch noch
das ein oder andere hier rumzustehen.
Ent-scheiden. Scheiden=trennen.
Weg damit! Sag ich doch ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
.
Aber das mit dem MHD (MaximalesHaltbarkeitsDatum) praktiziere ich auch. Hilft.
Die Fristen werden immer kürzer.
Sakem
Ent-Scheidungen
Astarte, Samstag, 26.07.2008, 19:08 (vor 6373 Tagen) @ Sakem
Ent-scheiden. Scheiden=trennen.>
Könnt wortwörtlich von mir sein. Ent-SCHEIDUNG. Aber jede Entscheidung gegen etwas bedingt die Entscheidung für etwas anderes. Macht Platz für etwas Neues.
Vielleicht weniger oft "Weg mit dem Mess" und dafür öfters "Her mit der Ordnung!"
Lg,
A.
JA
Sakem, Samstag, 26.07.2008, 19:43 (vor 6373 Tagen) @ Astarte
Ent-scheiden. Scheiden=trennen.>
Könnt wortwörtlich von mir sein. Ent-SCHEIDUNG. Aber jede Entscheidung gegen etwas bedingt die Entscheidung für etwas anderes. Macht Platz für etwas Neues.
Vielleicht weniger oft "Weg mit dem Mess" und dafür öfters "Her mit der Ordnung
JA, zum Leben!
Die Ordnung kommt dann zwangsläufig.
Das ist die Folge.
Die logische Konsequenz.
Die Unordnung "passt" dann nicht mehr.
.
Für oder gegen?
Schwarz oder Weiß?
Sag ich doch
.
Sakem
Re: Ent-Scheidungen
Lisa Suisse, Samstag, 26.07.2008, 23:43 (vor 6373 Tagen) @ Astarte
Vielleicht weniger oft "Weg mit dem Mess" und dafür öfters "Her mit der Ordnung!"
Nur, Astarte, dieses "Her mit der Ordnung" ist leichter gesagt als getan. Der Wille zur Ordnung ist schon da, wird aber immer wieder geschwächt durch das Uebermass an Dingen und Sachen.
Es gibt schon Bezirke, wo ich die Ordnung aufrecht erhalten kann, aber dann auch wieder andere, wo der Wille vor der Ueberzahl der Gegenstände kapituliert. Und das Wegwerfen geht im Moment nur ganz schwer.
Ich müsste diese kleinen Schritte herausfinden, diese ganz kleinen, mit denen ich langsam aber sicher auf die Ordnung zugehen könnte.
Jedenfalls sollen diese 2 - 3 Stellordner so ein erster kleiner Schritt sein.
MfG, Lisa Suisse.
Weniger ist mehr
Sakem, Sonntag, 27.07.2008, 07:24 (vor 6373 Tagen) @ Lisa Suisse
Der Wille zur Ordnung ist schon da, wird aber immer wieder geschwächt durch das Uebermass an Dingen und Sachen.
Jedenfalls sollen diese 2 - 3 Stellordner so ein erster kleiner Schritt sein
Guten Morgen Lisa Suisse.
Meine Erfahrung/Erkenntnis:
Viel Zeug = unordentlich
wenig Zeug = ordentlich
z.B. befinden sich hauptsächlich in Hotelzimmern oder Ferienwohnungen nur
die Dinge, die man benutzt. Sie wirken für mich immer clean.
Einige wenige Dekoartikel unterstützen diesen Eindruck noch positiv.
Ich bin ein sehr strukturierter und ordentlicher Messie.
Ich habe meinen ganzen Krusch ordentlich gesammelt.
Alles beschriftet, katalogisiert...Es hat Stunden,
was sag ich: Jahre gekostet.
Nebenbei lief das Leben an mir vorüber.
Ich habe meinen Mess verwaltet.
Es bleib immer der Druck, das alles noch mal bearbeiten zu wollen.
Heute will ich leben. Und nicht mehr Kisten von A nach B schieben.
Papiere umstapeln oder in Sammelordnern zwischenlagern.
Bis ich sie mal archiviere. Was ich eh nie machen werde.
Geschweige denn, mit ihnen zu arbeiten.
Ich habe alle meine "Schöner Wohnen"-Hefte verschenkt.
Statt in der Illusion schöner zu Wohnen möchte ich es life erleben.
Und dabei behindern (!) mich diese schönen Hefte.
Weil ich mich drum kümmern muss.
Auch als passive Papierstapel.
a) Man kann 100 Stifte auf dem Tisch und Fußboden verstreuen.
b) Man kann sie einsammeln und in eine leere Dose stecken.
c) Dabei kann man darauf achten, dass sie angespitzt sind
und mit der Spitze nach oben zeigen.
d) Oder man kann ein paar wenige Stifte, die man auch benutzt,
in einer Box im Schreibtisch aufbewahren
und den täglich benutzten Stift in einem schönen
Stifthalter auf dem Schreibtisch deponieren.
Mein Ziel ist d)
Ich habe schon hunderte von Stiften aussortiert.
Kaputte, Werbegeschenke, minderwertige Qualität,
defekte Kugelschreiber, potthässliche Einzelstücke
Meine Stiftesammlung ist deutlich reduziert und ich liebe meine
verbliebenen Qualitätsstifte.
Ich schätze meinen Kugelschreiber in der Lieblingsfarbe und den Füller.
Weniger ist mehr.
Im Internet bekommt man viele Anregungen.
In der Bücherei kann man sich viele Zeitschriften auch ausleihen.
Ich brauche keine Sammelordner voll Alibiheften mehr und reduziere meine Papiere.
Ist dir schon mal aufgefallen,
dass in solchen Musterwohnungen nur ganz weing Papier zu finden ist.
Ein paar schöne Bücherregale und ein dekorativ gestalteter Zeitschriftenständer.
Aber keine Zeitungsstapel!
.
Das ist mein Weg. Meine Erfahrungen und Gedanken.
Das heißt nicht, das es für dich der richtige Weg ist.
Vielleicht ist Punkt b) bei dir dran.
Dann ist das auch gut.
Ich wünsche dir Klarheit,innen wie außen
lg Sakem
Second life
Sakem, Sonntag, 27.07.2008, 07:54 (vor 6373 Tagen) @ Sakem
Hallo,
mir ist noch was eingefallen.
Mir ist bei meinen Sammlungen aufgefallen,
dass ich mir ein Ersatzleben angehäuft habe.
Ich habe Rezepte gesammelt (Bücher, lose, rausgerissene Blätter
aus Zeitschriften, die ich dann abgeheftet habe, Karteikartensammlungen...)
Im realen Leben habe ich mich nach meinen bewährten Standart-Rezepten,
die ich auswendig kenne, ernährt.
Ergänzt wurde diese begrenzte Speisekarte durch Fertigprodukte
und AußerHaus essen.
Diese Rezeptsammlung war für mich ein Symbol der Sehnsucht
nach gesundem, abwechslungsreichem Essen.
Ein Alibi.
Ein Ersatz.
Ein Traum.
Ein unerfüllter Wunsch.
Ich habe in den großformatigen Büchern geblättert.
Mir lief das Wasser im Mund zusammen
und aß nebenbei die Stulle aus der Hand.
Genauso kann man es mit Werkbänken, Werkzeugsammlungen sehen.
Die vielen unerledigten Ideen, Reperaturen
Oder Hobbygegenständen.
Was wird da alles für Zeug gekauft und steht dann
unbenutzt hinter der Tür. Ich denke da nur an das "Trimmrad"
Alles Pseudo-Sportgeräte.
Für einen täglichen, flotten 15 Min. Spaziergang
brauche ich nur gutes Schuhwerk und pasende Kleidung.
Aber das wäre zu einfach.
Wir lieben es kompliziert!!
Wir haben nur dieses einzige Leben (glaube ich zumindest)
warum verschieben wir es auf später?
Also, lieber HEUTE etwas schönes, gesundes kochen
anstatt 3m Kochbücher zu sammeln.
meint
Sakem
Re: Wohnungsinnenausstattung
Astarte, Samstag, 26.07.2008, 13:19 (vor 6373 Tagen) @ Lisa Suisse
Eine Frage vor allem an unser kleines Organisationsgenie Sakem:
Im Moment interessieren mich sehr stark alle Artikel mit Fotos über Innenausstattungen der Wohnung. Was ist besser? Alle Hefte, in welchen so ein Artikel vorkommt, aufzubewahren in einem Stellordner oder, die entsprechenden Artikel herauszuschneiden und in Klarsichtfolien in einem Ordner abzulegen. Ich kann mich einfach nicht entscheiden.
Bon appétit! Lisa Suisse.
Wie wäre es mit einem sowohl als auch?
In kleinen Schritten?
Denn ich fürchte, wenn man gleich mit dem großen Masterziel beginnt, man unterwegs womöglich stecken bleibt.
Phase 1: entsprechende Hefte in Stellordner
Phase 2: Artikel alle rausmachen, und erst mal "lose" im Stellordner/Mappe aufbewahren
Phase 3: lose Artikel in Klarsichthüllen einordnen
LG,
Astarte
Schwarz-weiß@Astarte
Sakem, Samstag, 26.07.2008, 13:52 (vor 6373 Tagen) @ Astarte
Wie wäre es mit einem sowohl als auch?
In kleinen Schritten?
Denn ich fürchte, wenn man gleich mit dem großen Masterziel beginnt, man unterwegs womöglich stecken bleibt.
Phase 1: entsprechende Hefte in Stellordner
Phase 2: Artikel alle rausmachen, und erst mal "lose" im Stellordner/Mappe aufbewahren
Phase 3: lose Artikel in Klarsichthüllen einordnen
Hallo Astarte,
ich vertrete inzwischen die knallharte Schwarz-Weiß-Theorie.
Ich will kein Messie mehr sein.
Papier ist bei mir eines der Hauptprobleme.
Deshalb gilt für mich: Abstinenz.
.
Vergleichbar einem Raucher.
Wenn ich vom Kettenraucher zum 10-Stück-am-Tag-Raucher werde
bin ich immer noch ein Raucher. Und kein Nichtraucher.
Ein bischen schwanger? Geht auch nicht.
Entweder ich trinke als Alkoholiker Aklohol oder nicht und lebe abstinent.
Dann brauche ich auch kein alkoholfreies Bier (mehr).
Jede noch so kleine Dosis würde die Sucht am Leben erhalten
und die Abstinenz nur unnötig erschweren.
Es ist für mich selbst leichter z.Z. keine Schokolade zu essen,
als nach einem Riegel die restliche Schokolade wegzuräumen und nicht zu essen.
Lieber knallharte Entzugserscheinungen (die vorübergehen)
und dafür den Rest des Lebens würdevoll in einer aufgeräumten,
sauberen Wohnung leben.
Und dazu brauche ich nicht mehr meine Papiersammlungen.
.
Und wenn mir das Aufräumen, sauber machen, loslassen so richtig weh tut
wird mich die Erinnerung daran vielleicht zukünftig davon abhalten
jemals wieder so viel Papier anzusammeln.
.
Ich will auch nicht mehr mein gesammeltes Papier VERWALTEN !!
.
Deshalb halte ich auch nichts davon andere mein Zeug wegmachen zu lassen.
Die Suppe habe ich mir selbst eingebrockt.
Nun muss ich sie löffelchenweise wieder selbst auslöffeln.
Und allen anderen denen ich damit geschadet habe,
vor allem mir selbt,
vergeben und den Schaden wieder gut machen.
So schnell wie möglich.
Ohne große Kompromisse.
Alles andere würde meinen Leidensdruck nur unnötig hinauszögern
und nicht zu einer wirklichen Heilung führen.
So hart, aber eindeutig, denke ICH HEUTE.
Was morgen ist?
Keine AhnungHeute kann ich loslassen, versuchen abstinent zu leben,
mehr geben als nehmen usw.
.
Es kommt darauf an, was LisaS. mit ihrer Sammlung vorhat.
Benutzt sie sie?
Arbeitet sie damit?
Oder nur des Sammelns wegen?
.
Sakem
Lebst du noch?
Sakem, Samstag, 26.07.2008, 14:00 (vor 6373 Tagen) @ Sakem
Hallo,
mir fällt in diesem Zusammenahng eine Begebenheit ein.
Ein Nachbarjunge hatte mich eine Weile nicht gesehen
und begrüßte mich mit dem bekannten IKEA Werbeslogan.
Dabei hat er sich versprochen und die beiden inhaltlichen Tiele vertauscht:
"Lebst du noch oder wohnst du schon?"
.
Dieser Versprecher hat mich zutiefst berührt.
Das Leben geht/ging an mir vorüber.
Ich habe nicht gewohnt.
.
Sakem
P.S.: Leider habe ich diesen Werbespruch nie schriftlich gefunden.
Auch besser so, wozu Papier aufheben? Ich werde ihn auch so nie vergessen.
Re: Lebst du noch?
BigBird, Samstag, 26.07.2008, 23:12 (vor 6373 Tagen) @ Sakem
Hallo,
mir fällt in diesem Zusammenahng eine Begebenheit ein.
Ein Nachbarjunge hatte mich eine Weile nicht gesehen
und begrüßte mich mit dem bekannten IKEA Werbeslogan.
Dabei hat er sich versprochen und die beiden inhaltlichen Tiele vertauscht:
"Lebst du noch oder wohnst du schon?"
.
Dieser Versprecher hat mich zutiefst berührt.
Das Leben geht/ging an mir vorüber.
Ich habe nicht gewohnt.
.
Sakem
P.S.: Leider habe ich diesen Werbespruch nie schriftlich gefunden.
Auch besser so, wozu Papier aufheben? Ich werde ihn auch so nie vergessen.
Dazu fällt mir doch spontan das hier ein:
Viele Grüße,
Christine
Re: Lebst du noch? .... I..A-Werbung .... und Fragen an Paladin
Eva, Sonntag, 27.07.2008, 12:52 (vor 6372 Tagen) @ BigBird
Dazu fällt mir doch spontan das hier ein:
http://www.xxl-humor.net/components/com_ponygallery/img_pictures/originals/werbung12_20070423_2042566000.jpg
Viele Grüße,
Christine
..... und ich erinnere mich an das: http://www.youtube.com/watch?v=nja-GJfpZJY
-------
Paladin, ich habe wiederholt Probleme, wenn ich in diesem Forum auf einen Beitrag antworten und mit einem Link in Klammern 'beitragen' will. (So auch beim obigen Beitrag.) Ändert sich da noch was?
Auch interessiert mich, wann wir an die Beiträge im alten Forum und Wiki wieder rankommen können? Ist das dann mit Suchwortfunktion möglich, oder wie kann ich dort ganz leicht was wiederfinden?
Einen wunderbaren Sonntag wünscht
Eva ![[image]](http://bilder23.parsimony.net/forum46830/smiley5.gif alt=winke)
Re: Lebst du noch? .... I..A-Werbung .... und Fragen an Paladin
Paladin, Mittwoch, 30.07.2008, 01:32 (vor 6370 Tagen) @ Eva
Moin Eva,
Paladin, ich habe wiederholt Probleme, wenn ich in diesem Forum auf einen Beitrag antworten und mit einem Link in Klammern 'beitragen' will. (So auch beim obigen Beitrag.) Ändert sich da noch was?
es gibt Probleme mit direkt aufrufbaren Links, wenn sie Sonderzeichen enthalten... Daran kann ich auch nix machen... In diesem Fall kann du ihn nur ablegen, wenn er nicht direkt klickar ist.
Auch interessiert mich, wann wir an die Beiträge im alten Forum und Wiki wieder rankommen können? Ist das dann mit Suchwortfunktion möglich, oder wie kann ich dort ganz leicht was wiederfinden?
Sobald ich einen Provider gefunden habe, der Downloads unlimitiert zuläßt. Auf diesem Server kann ich das leider nicht anbieten, weil sonst die Kosten explodieren... Ist nunmal kein kommerzielles Forum, was das mit Werbung hochpumpt, und das will ich hier auch nicht ahben
LG vom Paladin
Re: Lebst du noch? .... Frage an Paladin bez. Suchfunktion
Eva, Mittwoch, 30.07.2008, 10:02 (vor 6370 Tagen) @ Paladin
Guten Morgen Paladin,
Moin Eva,
Paladin, ich habe wiederholt Probleme, wenn ich in diesem Forum auf einen Beitrag antworten und mit einem Link in Klammern 'beitragen' will. (So auch beim obigen Beitrag.) Ändert sich da noch was?
es gibt Probleme mit direkt aufrufbaren Links, wenn sie Sonderzeichen enthalten... Daran kann ich auch nix machen... In diesem Fall kann du ihn nur ablegen, wenn er nicht direkt klickar ist.
Aha, danke, jetzt weiß ich diesbezüglich Bescheid.
Auch interessiert mich, wann wir an die Beiträge im alten Forum und Wiki wieder rankommen können? Ist das dann mit Suchwortfunktion möglich, oder wie kann ich dort ganz leicht was wiederfinden?
Sobald ich einen Provider gefunden habe, der Downloads unlimitiert zuläßt. Auf diesem Server kann ich das leider nicht anbieten, weil sonst die Kosten explodieren... Ist nunmal kein kommerzielles Forum, was das mit Werbung hochpumpt, und das will ich hier auch nicht ahben
Wenn die Downloads möglich sind, ist dann mittels Suchwortfunktion ein bestimmter Forums- oder Wiki-Beitrag wiederzufinden?
Wenn ja, findet ihr, Sakem und LisaSuisse im Wiki auch verschiedene Übersetzungen zu FlyLady-Beiträgen ..., die schon mal angesprochene Übersetzung von Hannah zu OAMC = http://www.google.de/search?num=100&hl=de&q=oamc+Once+A+Month+...&btnG=Such... und viele andere hilfreiche Tipps.
Eva ![[image]](http://bilder23.parsimony.net/forum46830/smiley5.gif alt=winke)
Re: Lebst du noch? (kurzes Gedicht)
Peter, Montag, 28.07.2008, 21:55 (vor 6371 Tagen) @ Sakem
dazu fällt mir dieses Gedicht von Sabine Nägeli ein:
"Eigentlich sollte ich aufbrechen-
Aus der Enge verbrauchter Gewohnheiten
Eigentlich sollte ich aufhören-
Atemlos durch die Tage zu rennen
Eigentlich sollte ich mich weigern-
Fraglos zu funktionieren und mich zu verschweigen
Eigentlich sollte ich das Wort eigentlich streichen-
Um am Ende nicht sagen zu müssen:
Eigentlich hätte ich leben wollen."
LG
Peter
Ich will leben!
Sakem, Dienstag, 29.07.2008, 00:27 (vor 6371 Tagen) @ Peter
dazu fällt mir dieses Gedicht von Sabine Nägeli ein:
"Eigentlich sollte ich aufbrechen-
Aus der Enge verbrauchter Gewohnheiten
Eigentlich sollte ich aufhören-
Atemlos durch die Tage zu rennen
Eigentlich sollte ich mich weigern-
Fraglos zu funktionieren und mich zu verschweigen
Eigentlich sollte ich das Wort eigentlich streichen-
Um am Ende nicht sagen zu müssen:
Eigentlich hätte ich leben wollen."
Hallo Peter,
das ist schön.
Genau das richtige zur guten Nacht.
Hab´s mir gleich ausgedruckt.
Und das soll schon was heißen,
wenn ich meine Papierabstinez durchbreche.
Und so viele "eigenTlich" drin
Jetzt hab ich es wohl enDlich begriffen,
dass man es mit T schreibt!
Guats Nächtle
Sakem
Gedicht von Antje Sabine Naegeli
Eigentlich sollte ich aufbrechen -
Aus der Enge verbrauchter Gewohnheiten
Eigentlich sollte ich aufhören -
Atemlos durch die Tage zu rennen
Eigentlich sollte ich mich weigern -
Fraglos zu funktionieren und mich zu verschweigen
Eigentlich sollte ich das Wort eigentlich streichen -
Um am Ende nicht sagen zu müssen :
Eigentlich hätte ich leben wollen.
Alle Titel von Antje Sabine Naegeli im Verlag am Eschbach
( Bei amazon werden 15 Bücher aufgelistet , teilw. derzeit nicht lieferbar )
Süchte
Astarte, Samstag, 26.07.2008, 16:56 (vor 6373 Tagen) @ Sakem
Ja, ich kann sehr gut nachvollziehen, was Du meinst.
Was mich sehr tief bewegt hat, war die Zeile mit dem "sich selbst verzeihen". Dies beschäftigt mich derzeit sehr akut und intensiv. Gerade erst heute Morgen habe ich es für mich als "Messi-Allheitmittel" deklariert in meinem spätjugendlichen Übermut
)). Die ganzen Gedanken, die mich dort hinführten, würden vermutlich etliche Seiten füllen.
Mir fällt allerdings auf, dass Du also beim Messitum von einer "Sucht" ausgehst. Ich denke, ob es eine Sucht ist oder nicht, lässt sich nicht wirklich klären.
Ich für mich gehe eher von "ungelösten Problemen" aus, und ergänze es sogar noch mit Gedanken an frühere Leben, aber das ist natürlich ein ganz anderes Thema. Anders als beim Alkoholiker oder Raucher sehe ich es also nicht ganz so strikt, dass "ein einziges weiteres mal" sofort wieder in die "Sucht" hinein führt.
Ich vergleiche lieber mit einer Diät, statt einer Alkoholsucht. Es beginnt im Kopf (konsequenter Wille!), aber Radikaldiäten schaden langfristiger eher und der Jojo-Effekt lässt grüßen. Man kann zwar SOFORT beginnen die Ernährung umzustellen, aber bis die Kilo im vernünftigen Maß purzeln muss man geduldig mit sich selbst sein.
Schwarzweiß. Ja, das war ein guter Beitragstitel. Heute siehst Du es so... was morgen ist? Wer weiß. Vielleicht hast Du es schon selbst oft erlebt, wie die Stimmung dann kippen kann, von einem Extrem zum anderem. Das baut über kurz oder lang Frust auf. Jedesmal wieder es schwerer sich zu einem neuen Versuch zu überwinden, der "Sucht" zu entsagen. Jedesmal hält man ein bißchen länger durch. Und jedes Mal wird der anschließende Fall nur noch schmerzhafter, weil man nicht wirklich weiß, was man "diesmal schon wieder falsch gemacht habe."
Verzeih, falls ich völlig daneben liege. Ich spreche hier eher spekulativ aus eigener Erfahrung.
Ganz wichtig ist, einen konsequenten Willen zu haben, wie Du ihn deutlich zeigst. "Ich WILL kein Messi mehr sein!" Dazu kann man Dir nur gratulieren. Dies ist die eine Ebene, wo es vielleicht wirklich nur schwarz-weiß gibt.Aber bis sich die Auswirkungen ändern, die normale Alltagswelt, dauert es ein wenig länger. Die Materie ist spröde, sag ich jetzt mal.
LG,
Astarte
Überlebensmittel
Sakem, Samstag, 26.07.2008, 17:35 (vor 6373 Tagen) @ Astarte
Was mich sehr tief bewegt hat, war die Zeile mit dem "sich selbst verzeihen". Dies beschäftigt mich derzeit sehr akut und intensiv. Gerade erst heute Morgen habe ich es für mich als "Messi-Allheitmittel" deklariert in meinem spätjugendlichen Übermut
)). Die ganzen Gedanken, die mich dort hinführten, würden vermutlich etliche Seiten füllen.
Hallo Astarte,
ich hätte Zeit mir deine Gedanken-Seiten durchzulesen. Wenn du sie mitteilen möchtest?
Mir fällt allerdings auf, dass Du also beim Messitum von einer "Sucht" ausgehst. Ich denke, ob es eine Sucht ist oder nicht, lässt sich nicht wirklich klären.
Stimmt. Ist medizinisch auch noch nicht anerkannt, so weit es mir bekannt ist.
Für mich ist es ein Ersatz. Eine Krücke. Ein Überlebensmittel.
Ein Mittel in dem ganzen Chaos zu überleben.
Sich selbst ein Chaos schaffen.
Der Mess steht für etwas anderes. Das Leben?
So ähnlich verhält es sich mit anderen soffgebundenen Süchten und
vor allem stoffungebundenen Süchten.
Ich habe kein anderes Wort gefunden, das den Zustand annähernd
beser beschreibt.
Habgier? Mangel? Zu kurz gekommen? Sich be-schweren?
Be-lasten? Von allem zuviel
Ich für mich gehe eher von "ungelösten Problemen" aus, und ergänze es sogar noch mit Gedanken an frühere Leben, aber das ist natürlich ein ganz anderes Thema. Anders als beim Alkoholiker oder Raucher sehe ich es also nicht ganz so strikt, dass "ein einziges weiteres mal" sofort wieder in die "Sucht" hinein führt.
Es kann 100 x gutgehen. Und beim 101 hat man wieder die Kontrolle verloren.
Es ist wie Russisch Roulette. Welche Kugel trifft?
Habe ich meinen Bewitz unter Kontrolle oder bestimmt der Besitz mein Leben?
Besuche ja/nein? HA-Termin, nicht putzen können weil alles vollsteht,
nichts finden, Termine verpassen
Ich vergleiche lieber mit einer Diät, statt einer Alkoholsucht. Es beginnt im Kopf (konsequenter Wille!), aber Radikaldiäten schaden langfristiger eher und der Jojo-Effekt lässt grüßen. Man kann zwar SOFORT beginnen die Ernährung umzustellen, aber bis die Kilo im vernünftigen Maß purzeln muss man geduldig mit sich selbst sein.
Stimmt, die Veränderung muss von innen stattfinden.
Dann braucht man das Symptom nicht mehr. Es hat sich erledigt.
Man lebt es jetzt anders aus.
Oder hat es verlagert (Sport statt fressen)
Ich war mal ganz schlank und hatte trotzdem den ineren Hunger nicht gestillt.
Die Zunahme war vorprogrammiert.
Schwarzweiß. Ja, das war ein guter Beitragstitel. Heute siehst Du es so... was morgen ist? Wer weiß. Vielleicht hast Du es schon selbst oft erlebt, wie die Stimmung dann kippen kann, von einem Extrem zum anderem. Das baut über kurz oder lang Frust auf. Jedesmal wieder es schwerer sich zu einem neuen Versuch zu überwinden, der "Sucht" zu entsagen. Jedesmal hält man ein bißchen länger durch. Und jedes Mal wird der anschließende Fall nur noch schmerzhafter, weil man nicht wirklich weiß, was man "diesmal schon wieder falsch gemacht habe."
Deshalb: Nur für HEUTE. 24 Stunden. Heute kann ich mich ent-scheiden. Handeln.
Heute kann ich Ordnung halten oder herstellen.
Heute kann ich mich vernünftig ernähren und ausreichend bewegen.
Heute kann ich anfangen soz. Kontakte aufzubauen.
Ich kann es zumindest versuchen. Und mein Bestes geben.
Verzeih, falls ich völlig daneben liege. Ich spreche hier eher spekulativ aus eigener Erfahrung.
Ganz wichtig ist, einen konsequenten Willen zu haben, wie Du ihn deutlich zeigst. "Ich WILL kein Messi mehr sein!" Dazu kann man Dir nur gratulieren. Dies ist die eine Ebene, wo es vielleicht wirklich nur schwarz-weiß gibt.Aber bis sich die Auswirkungen ändern, die normale Alltagswelt, dauert es ein wenig länger. Die Materie ist spröde, sag ich jetzt mal
Der Wille allein reicht nicht.
Wie sagte M.Luther: Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
Vielleicht mit Gottes Hilfe?
Bisher hat´s gewirkt.
lg Sakem
Selbsthass (Gedanken)
Astarte, Samstag, 26.07.2008, 18:56 (vor 6373 Tagen) @ Sakem
Weißt Du,
ich gehe davon aus, dass jeder Mensch ganz verschiedene Persönlichkeitsschichten hat. Aufgebaut wie eine Zwiebel. Und auch da muss man lernen, Ordnung zu schaffen. Beispielsweise ist der Wille die eine Ebene, die Umsetzung im Außen eine andere
Oder auch dass der WILLE nicht direkt der Motivationslähmung entgegengesetzt ist, wie zwei Gegenpole (schwarz-weiß). Sondern dass der "wahre Wille" ein wenig tiefer sitzt, aber eine höhere Zwiebelschicht eine Blockade zwischen "innen" und "außen" (Umsetzung) mit sich bringt.
Will sagen: Mir zumindest hat es sehr geholfen, die einzelnen Aspekte des Seins und Ich so aufzuschlüssen und besser zu ordnen. Ich schätze aber, das hängt von der Persönlichkeit ab. Böse gesagt könnte man mir auch zeitweise "desorganisierte Persönlichkeit" unterstellen, nicht im Sinne von Chaos, sondern von desorganisierten Einzelpersönlichkeiten, die nicht immer harmonisch zusammen arbeiten. Quasi eine Seite in einem sagt: "Ja, ich will!" und die andere sagt: "I moag jetzt abber net!", und auch hier gilt es lernen, eine Entscheidung zu treffen, welcher ungehörten inneren Stimme einem wichtiger ist.
Meine Gedanken ob des Selbstverzeihens? In Zuge einer "Mediation" (wie ich es nenne) kam ich darauf, dass Messitum eine langanhaltente Selbstsabotage ist, mit der man sich das eigene Glück verwehrt. Wieso sollte das jemand wollen?! Ja, bewußt würde jeder auf diese Frage mit den Kopf schütteln. Aber vielleicht gibt es doch eine verborgene Seite in uns, die genau das will? Was könnten die Ursachen sein? Selbsthass. Wo kommt der nun wieder her? Ich denke, es hat oft etwas mit Schuld zu tun. Bestrafung. Sich selbst bestrafen, und zwar... weil man sich selbst irgendwas nicht verzeihen kann.
Deshalb halte ich das Selbstverzeihen als ein sehr effektives Mittel. Doch bis dahin scheint es mir ein langer Weg. Bis dahin muss man erst mal heraus finden, was dieses etwas ist, dass man sich zu "schulden" kommen lässt, und echte Reue zulassen. Das wird hart.
Alternativ könnten natürlich sämtliche Wege die zur Aufhebung des schwarz-weißen Schuld-Denken wegführen zur Auflösung dienen. Und, bitte verzeih, genau deswegen würde ich mich nicht zu sehr auf den (christlichen) Gott mit seinem Schuld-und-Sühne-Denken verlassen
.
Es gibt keine Hölle. Wir strafen und selbst.
Doch genug von meinem Geschwafel.
Liebe Grüße,
Astarte
Re: Selbsthass - ein fiktives Beispiel
Astarte, Samstag, 26.07.2008, 19:05 (vor 6373 Tagen) @ Astarte
In der jüngsten TV-Reportage hieß es bei einer Frau, dass Messi-Syndrom begann nach einer Trennung. Rein fiktive Gedanken: Möglicherweise sieht sie das Scheitern der Beziehungs bewußt/unbewußt als Versagen, kann sich das selbst nicht verzeihen, und bestraft sich deshalb mit Selbstsabotage?
Gleichzeitig überlagert der Mess auch ein Gefühl der Unsicherheit, wie es so oftmals lapidar heißt. Vielleicht weil man das Gefühl hat, genau das zu bekommen, was man verdient?
Selbstschutz
Sakem, Samstag, 26.07.2008, 19:40 (vor 6373 Tagen) @ Astarte
In der jüngsten TV-Reportage hieß es bei einer Frau, dass Messi-Syndrom begann nach einer Trennung. Rein fiktive Gedanken: Möglicherweise sieht sie das Scheitern der Beziehungs bewußt/unbewußt als Versagen, kann sich das selbst nicht verzeihen, und bestraft sich deshalb mit Selbstsabotage?
Gleichzeitig überlagert der Mess auch ein Gefühl der Unsicherheit, wie es so oftmals lapidar heißt. Vielleicht weil man das Gefühl hat, genau das zu bekommen, was man verdient?
Für mich war es der Verlust.
Diese Leere.
Womit ausfüllen?
Alkohol?
Ich brauche einen klaren Kopf.
Rauchen?
Geht nicht. Aus gesundheitlichen Gründen *grins*
Essen?
Ich will ja nicht dick werden (bin es schon) *doppelgrins*
Kaufsucht?
Zu teuer. Früher praktiziert.
Die Folgen davon trage ich heute noch ab. Mit original Preisschildern dranAlso sammeln.
Papier ist kostenlos (Flyer, Zeitungen und Zeitschriten von anderen,
Postkarten in Kneipen, Kataloge (sehr zu empfehlen!),
Reiseprospekte, Rezeptsammlungen, Handarbeitanleitungen...)
Das ist ganz leich zu beschaffen.
Fällt nicht auf.
Man hat keinen Kater.
Wird deshalb gesellschaftlich nicht geächtet.
- Erst zu einem späteren Zeitpunkt, wenn man den Kontrollverlust zu spät fühlt-
Man hat sich "das Leben /die Zukunft verbaut".
Die Probleme sind einem "über den Kopf gewachsen".
Man hat sich "verzettelt".
Ich habe mir eine Mauer errichtet.
Aus Kartons.
Isolation als Schutz vor weiteren Verletzungen oder Verlusten.
Wenn ich keinen an mich ranlass
e, dann kann mich auch keiner mehr verlassen.
Ist doch logisch, oder?!
.
Der Schuss geht nur nach hinten los.
DAS WAS ICH WILL VERMEIDE ICH.
Der Mess als Beziehungsersatz.
Statt Menschen: Materielles.
Der kann nicht abhauen. Es sei denn , ich schmeiße ihn selbst raus.
So ist der Mess für mich ein Selbstschutz.
Ich bin ihm dankbar, dass er mir das Überleben möglich gemacht hat.
Er war mir eine Krücke.
Ich hatte eine Aufgabe: den Mess zu verwalten.
Wie und womit hätte ich die viele tote Zeit sonst "ausfüllen" können?
In gewisser Weise bin ich meinem Mess dankbar.
Aber seine Zeit ist gekommen,
wo ich ihn nicht mehr brauche.
Ich kann meine Krücken langsam fallen lassen
und die ersten selbständigen Schritte
in ein neues Leben wagen.
( Jetzt bin ich aber ins Plauschen gekommen)
lg Sakem
Re: Selbsthass? Wir tun uns das an, was uns vorher andere antaten
Peter, Sonntag, 27.07.2008, 11:48 (vor 6372 Tagen) @ Astarte
In der jüngsten TV-Reportage hieß es bei einer Frau, dass Messi-Syndrom begann nach einer Trennung. Rein fiktive Gedanken: Möglicherweise sieht sie das Scheitern der Beziehungs bewußt/unbewußt als Versagen, kann sich das selbst nicht verzeihen, und bestraft sich deshalb mit Selbstsabotage?
Hallo Astarte, hallo Sakem,
ich sehe das eher so:
zum einen ist es bei einer seelischen Krise immer etwas schwerer, den gewohnten Standard aufrechtzuerhalten, sei es Gesundheit, Ernährung, Umgang mit Genussmitteln, sozialen Kontakten oder eben die Ordnung der Wohnung. Das geht wohl jedem, auch Cleanies so und da hat jeder seinen Schwachpunkt, der zuerst versagt, weil man sich überfordert fühlt. (mit der neuen Situation und dem Schmerz des Verlustes.
Kurz: die Selbstfürsorge fällt schwerer. Und - bezogen auf Messies- später gelingt es oft nicht mehr, den Anschluss zu finden,weil aus dem nicht gemachten BB soviele Altlasten geworden sind.
Falls aber noch ein weiterer Grund gesucht wird, warum manche Menschen schlecht mit sich umgehen, so würde ich das nicht als Selbstbestrafung sehen, sondern eher als Versuch, die Kontrolle wieder zu erlangen.
Wir tun uns (vorübergehend, hoffentlich) das an, was uns vorher andere angetan haben.
So sind wir wenigstens wieder Urheber des Geschehens und haben eine gewisse Kontrolle anstatt so wie vorher ausgeliefert zu sein.
Das ist ja auch oft zu beobachten bei Menschen mit einer Kindheit mit Misshandlungen/Demütigungen/Missbrauch.
Gleichzeitig überlagert der Mess auch ein Gefühl der Unsicherheit, wie es so oftmals lapidar heißt. Vielleicht weil man das Gefühl hat, genau das zu bekommen, was man verdient?
Ich glaube nicht, dass Trennungen oder auch ein Gelingen einer Beziehung immer "verdient" wurden. Es gibt so viele Faktoren.
Die messietypische Unsicherheit bezieht sich wohl eher auf die Entscheidungsschwierigkeiten und auf das manchmal mangelhafte Selbstwertgefühl.
Dies sind so meine Gedanken.
Peter
Re: Selbsthass? Wir tun uns das an, was uns vorher andere antaten
Astarte, Sonntag, 27.07.2008, 13:29 (vor 6372 Tagen) @ Peter
Hallo!
Ja, auch das kann ein Grund sein, da stimme ich Dir vollkommen zu. Exakt diese Gedanken hatte ich die letzten beiden Tage ebenfalls!
Warum ich sie bisher nicht mit aufnahm?
Das liegt an meiner subjektiven Unterscheidungen des Messi-Syndroms. Wohlgemerkt subjektiv, denn ich denke, was genau ein Messi ist und was nicht, können wir ja nicht defakto definieren
Meine subjektiven Unterscheidung basiert auf den zugrundliegende psychischen Problemen/innerem Chaos, das hinter der Unordnung steckt, z.B. innere oder äußere Auslöser.
Bei mir z.B. ist es eher Depression (Willenslähmung) ausgelöst durch die vielen Jahren mit dem Messi-Ex, die sich eben genau deswegen u.A. auch oder v.a. in der Ordnung ausschlägt. Ganz exakt, ich wiederhole, was er mir angetan hat, und leide - auch heute noch (ist ja noch nicht so lange her!) - unter dem Gefühl der Hilflosigkeit. Es ist auch jetzt so, dass ich mehr über SEINE Probleme nachdenke, als über meine, was jedoch hoffentlich bald verblassen wird. Das Aussen zu ändern hilft mir bereits sehr.
Ich denke, mein Beitrag weiter unten, dass ich keine Überweisungen machen kann (hab ich übrigens immer noch nicht geschafft!) zeigt es ganz deutlich, dass ich mir selbser antue, was mir angetan wurde.
Bei ihm hingegen trifft es mit dem Selbsthass und der Selbstsabotage zu. Da hilft es auch nicht, wenn man das AUSSEN ändert, nicht mal wenn es man es dauerhaft ändert, also quasi eine Allroundputze hätte, die das Wieder-Vermüllen verhindert. Er bliebe dennoch unglücklich in sich selbst gefangen, selbst im goldensten Käfig, bliebe dennoch in der inneren Isolation etc.
Selbstsabotage ist bei mir kein Faktor, auch wenn ich mir natürlich durch diese Hemmung der Handlungsfähigkeit selbt schade. Aber eben anders. Wenn man mir eine günstige Chance auf Glück gibt, greife ich zu und mache das Beste daraus, ergreife jede Chance beim Schopf, ziehe mich hoch. Es gelingt mir jedoch nur schwer, von mir selbst aus aktiv zu werden. Bei Selbstsaboteuren ist es genau umgekehrt. Denen kann man alles auf einem goldenen Tablett servieren, je besser eine Chance, um so größer die Aggression, mit der sie sie bekämpfen. Und manchmal nicht nur "Aggressionen" gegen sich selbst, sondern auch gegen das Außen.
... und somit wird mal als zu nahestehender Angehöriger jener speziellen Sorte schnell zum metaphorischen Prügelknaben.
LG,
Astarte
Autoaggression
Sakem, Sonntag, 27.07.2008, 13:38 (vor 6372 Tagen) @ Astarte
Hallo!
Verstehe ich das jetzt richtig?
Messiesein als Autoaggression.
Sich selber Schaden zufügen,
weil man es in der Kindheit (oder wann auch immer)
so erlebt hat?
Meine Mutter war putzsüchtig und Cleanie in Perfektion.
Dann müsste mein Haushalt heute strahlen.
Oder eher Rebellion, Trotz, Stolz?
Ich grenze mich ab. Ich will kein Cleanie sein?
Lieber frieren mir die Finger ab, als dass ich die Handschuhe
anziehe, die mir meine Mutter hingelegt hat.
Sakem
Eigentlich ist das ganze Leben
Lisa Suisse, Sonntag, 27.07.2008, 16:19 (vor 6372 Tagen) @ Sakem
Eigentlich ist das ganze Leben eine Suche nach Glück.
Liebe
Sakem, Sonntag, 27.07.2008, 20:34 (vor 6372 Tagen) @ Lisa Suisse
Eigentlich ist das ganze Leben eine Suche nach Glück.
Hallo,
ich war immer auf der Suche nach Liebe.
.
Sakem
Re: Liebe und Glück
Lisa Suisse, Sonntag, 27.07.2008, 21:13 (vor 6372 Tagen) @ Sakem
ich war immer auf der Suche nach Liebe.
Sakem
Ist Liebe = Glück? und Glück = Liebe?
MfG Lisa Suisse
Beziehung
Sakem, Sonntag, 27.07.2008, 21:29 (vor 6372 Tagen) @ Lisa Suisse
ich war immer auf der Suche nach Liebe.
Sakem
Ist Liebe = Glück? und Glück = Liebe
Hallo Lisa,
Liebe ist für mich mit Beziehungen verknüpft.
Glücklich kann ich auch allein sein.
Gut, es gibt die Liebe zur Natur. Oder man liebt
seinen Teddy, Hund, seine Leiblingsvase.
.
Ich kann glücklich sein, wenn mir etwas Schönes wiederfährt,
beim Anblick des Sonnenuntergangs, wenn ich gesund bin.
Ok, wenn ich geliebt werde bin ich glücklich.
So gesehen hast du Recht
![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/herz.gif alt=herz)
.
Sakem
Re: Selbsthass (Gedanken)
Sakem, Samstag, 26.07.2008, 19:18 (vor 6373 Tagen) @ Astarte
Böse gesagt könnte man mir auch zeitweise "desorganisierte Persönlichkeit" unterstellen, nicht im Sinne von Chaos, sondern von desorganisierten Einzelpersönlichkeiten, die nicht immer harmonisch zusammen arbeiten. Quasi eine Seite in einem sagt: "Ja, ich will!" und die andere sagt: "I moag jetzt abber net!", und auch hier gilt es lernen, eine Entscheidung zu treffen, welcher ungehörten inneren Stimme einem wichtiger ist.
Das blöde ist, dass man manchmal die eine Stimme gar nicht hört (Unterbewusstsein).
Als ob die Mastercard das Programm bestimmt.
Man will nicht so leben und tut es trotz besserem Wissen doch.
...kam ich darauf, dass Messitum eine langanhaltente Selbstsabotage ist, mit der man sich das eigene Glück verwehrt. Wieso sollte das jemand wollen?! Ja, bewußt würde jeder auf diese Frage mit den Kopf schütteln. Aber vielleicht gibt es doch eine verborgene Seite in uns, die genau das will? Was könnten die Ursachen sein? Selbsthass. Wo kommt der nun wieder her? Ich denke, es hat oft etwas mit Schuld zu tun. Bestrafung. Sich selbst bestrafen, und zwar... weil man sich selbst irgendwas nicht verzeihen kann.
Oder auch Selbstboykott. Sich etwas versagen. Lebensfreude zum Beispiel.
Selbstbestrafung. Es nicht Wert sein, dass es einem gut geht.
Es sich nicht erlauben glücklich, erfolgreich, ordentlich zu sein.
Deshalb halte ich das Selbstverzeihen als ein sehr effektives Mittel. Doch bis dahin scheint es mir ein langer Weg. Bis dahin muss man erst mal heraus finden, was dieses etwas ist, dass man sich zu "schulden" kommen lässt, und echte Reue zulassen. Das wird hart.
Man hat es nicht besser gewusst.
Heute kann ich anders handeln.
Es war mein Weg dem Schicksal zu begegnen.
Alternativ könnten natürlich sämtliche Wege die zur Aufhebung des schwarz-weißen Schuld-Denken wegführen zur Auflösung dienen. Und, bitte verzeih, genau deswegen würde ich mich nicht zu sehr auf den (christlichen) Gott mit seinem Schuld-und-Sühne-Denken verlassen
.
Es gibt keine Hölle. Wir strafen und selbst.
Um so schöner war es für mich diese Vergebung zu erfahren. Als Geschenk sozusagen.
Gratis. Ohne Bedingungen. Ohne Vorleistungen.
Aber ich will hier nicht missionieren.
Und mit der Hölle wäre ich mir nicht so sicher.![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
Ich lass es mal nicht drauf ankommen.
Doch genug von meinem Geschwafel.
War für mich kein Geschwafel.
Mach dich nicht klein.
Ich finde solche tiefgründigen Gedanken "erhellend".
Besser als streiten (wie in den letzten Tagen hier)
lg Sakem