Is there a life after... ? (Allgemein)
Snorkfräulein, Sonntag, 03.08.2008, 13:15 (vor 6367 Tagen)
Huhu in die Runde,
in letzter Zeit gucke ich wieder öfter rein, das Thema beschäftigt mich wieder. Nach einigen Jahren Marathon in der Messbeseitigung, einem burn-out, dem Abbruch meines Studiums, einer halbherzigen Selbständigkeit habe ich die letzten drei Monate jeden Tag und jeden Tag wieder damit verbracht, mein Leben in Ordnung zu bringen. Unser Hausumbau ist ausreichend fortgeschritten, die festen Plätze für Sachen gefunden, die unzähligen Fahrten zur Deponie erledigt, Strukturen und Rhythmen halbwegs sicher. Morgen beginnt ein neuer Abschnitt: Es gibt kein Großprojekt zu erledigen. Keine Be-hinderungen mehr. Keine Ent-scheidungen. Kein Mess. Nur der Alltag.
Und jetzt??
Mein Vorhaben für heute: Das Haus nochmal putzen, um morgen wirklich frei zu sein. Einen Plan zu erstellen, was ich morgen machen will. Ich MUSS quasi nichts machen. Es gibt nichts, was ich nicht auch Dienstag machen könnte. Mir steht alles offen. Und ich hab wirklich Angst, damit nicht umgehen zu können, mir wieder Mess-Großprojekte zu erschaffen, um nicht ohne Sinn zu sein.
Wie stellt ihr euch das Leben vor, nach dem Mess? Was für Pläne und Ziele habt ihr? Wie sähe euer Leben aus, gäbe es keinen Mess?
Nachdenkliche und interessierte Grüße
vom Snorkfräulein
Re: Is there a life after... ?
muecke, Sonntag, 03.08.2008, 14:49 (vor 6367 Tagen) @ Snorkfräulein
Hallo,
ich sehe mein Leben dann entspannter.
Mit einigen wiederkehrenden Routinen um den Status zu erhalten.
Zeit für mich, Zeit zu leben...., nicht in Alltagssachen verzetteln.
Keine Ahnung. Ich stecke jetzt noch drin. Das positive Bild übe ich noch. Dann wird es sich erfüllen.
Ich gratuliere Dir. Geniess das neue Leben. Du hast dich schon freigearbeitet. Vielleicht hast du jetzt Lust dein
Studium zu beenden oder irgendetwas anzufangen, wovon du schon immer geträumt hast.
LG muecke
Re: Is there a life after... ?
Snorkfräulein, Sonntag, 03.08.2008, 15:34 (vor 6367 Tagen) @ muecke
Huhu muecke,
Danke für deine Antwort.
>Ich gratuliere Dir. Geniess das neue Leben. Du hast dich schon freigearbeitet.
Beim Rumwandern im Haus und Arbeiten erledigen ging mir gerade durch den Kopf, dass sich jemand, dem eine "Gratulation zur Pensionierung"-Party gegeben wird, vielleicht ähnlich fühlen wird wie ich gerade, als ich deine Glückwünsche gelesen hab.
Das schwierige ist wohl, aus einem Ziel wie "entspannter leben" eine konkrete Tat werden zu lassen. Ich meine, was mache ich, wenn morgen um halb 7 der Wecker klingelt? Natürlich kann ich all meine kleine Arbeiten so ausdehnen, dass ich meine Tage damit füllen kann. Ich kann mir gedanklich so viel Stress machen, dass ich am Abend denke, ich hab den New York Marathon zweimal hinter mir. Ich kann auch vom Messie zum Cleanie mutieren. Aber damit bestimmt immer noch der Mess mein Tagesgeschehen, man sieht es bloß nicht mehr.
Ich muss erstmal weiterwandern.
Den Sinn suchend
Snorkfräulein
Re: Is there a life after... ?
muecke, Sonntag, 03.08.2008, 16:37 (vor 6367 Tagen) @ Snorkfräulein
Ich habe viele Vorschläge für dich:
kümmere dich um dein wohlfühlen. Schönheitspflege, jemanden anrufen, in eine Bücherei gehen, durch den Wald spazieren oder joggen, sricken, nähen.... Ja und wie wäre es denn mir dem New York Marathon in echt?
LG muecke
Re: Is there a life after... ?
Sakem, Sonntag, 03.08.2008, 17:13 (vor 6367 Tagen) @ Snorkfräulein
Ich kann mir gedanklich so viel Stress machen, dass ich am Abend denke, ich hab den New York Marathon zweimal hinter mir. Ich kann auch vom Messie zum Cleanie mutieren. Aber damit bestimmt immer noch der Mess mein Tagesgeschehen, man sieht es bloß nicht mehr.
.
Hallo Snorkfräulein,
.
wie kann das gehen: Vom Messie zum Cleanie mutieren?
Meinst du eine zwanghaft Putzsüchtige,
die vor lauter Putzen und Räumen nicht zum Leben kommt?
Aber dann ist doch kein Mess mehr da, der das Tagesgeschehen bestimmt.
.
Sakem
Re: Is there a life after... ?
Snorkfräulein, Sonntag, 03.08.2008, 17:33 (vor 6367 Tagen) @ Sakem
Huhu Sakem,
>wie kann das gehen: Vom Messie zum Cleanie mutieren?
das geht unglaublich schnell. Du musst dir nur mal die Formulierung "das HL verteidigen" durch den Kopf gehen lassen. Von einem extrem ins andere rutschen ist nicht wirklich neu. Suchtverlagerung?
Nun schon abendliche Grüße
vom Snorkfräulein
Re: Is there a life after... ?
Snorkfräulein, Sonntag, 03.08.2008, 17:37 (vor 6367 Tagen) @ Snorkfräulein
Noch ein Gedanke hintendran:
>Meinst du>die vor lauter Putzen und Räumen nicht zum Leben kommt?
Wo ist da eigentlich der Unterschied zu einem Großteil der Messies, die hier sind?
*zwinkerzwinker*
Snorkfräulein
Re: Is there a life after... ?
Anneliese, Sonntag, 03.08.2008, 15:07 (vor 6367 Tagen) @ Snorkfräulein
Huhu in die Runde,
Ein HUHU zu Dir zurück
in letzter Zeit gucke ich wieder öfter rein, das Thema beschäftigt mich wieder.
Wie stellt ihr euch das Leben vor, nach dem Mess? Was für Pläne und Ziele habt ihr? Wie sähe euer Leben aus, gäbe es keinen Mess?
<font color=green>Danke...Snorkfräulein....für diese interessante Frage...der ich mich jetzt gleich stellen will.
Is there a life after? Ich hoffe doch.....sonst wären meine Aufräum- und Entsorgungsaktionen umsonst gewesen.....dann will ich endlich e i n f a c h leben..
einfach l e b e n .....Termine ausmachen und einhalten.....
Bedürfnisse rechtzeitiger anmelden........Kränkungen ausatmen.
Dankbarkeit einatmen.....auch für Krisen....die uns letztendlich weiterhelfen.die Kunst des konstruktiven Streitens lernen......damit´s keine zu großen Beleidigungsstauseen mehr gibt.....mich konflikt- und versöhnungsbereit an echte Gespräche heranwagen.
Mit mehr Achtsamkeit mit Mitmenschen, Tieren, Pflanzen, Dingen, Gedanken und Gefühlen umgehen....
Mir nicht mehr alles gefallen lassen......dann erübrigt sich der Mess als Kommunikationsersatz..
Meine Zunge zügeln und auf die innere Stimme hören..
einfach sein.
mich nicht mehr gegen das Leben wehren....sondern anpassen...
Mit sämtlichen Ambivalenzen kreativ umgehen
Was hat man ....wenn man trotzdem lacht?......Lässt sich der erlernen...der H...r------------drei Buchstaben fehlen....(Nachher schau ich nach....von wem ich das tolle Lesespiel geschickt bekommen hab...das trotz vertauschter Buchstaben zu lesen war....weil nur die ersten und letzten richtig platziert waren..hoppala....jetzt hab ich mich wieder verzettelt.....also..... nach dem Mess würde ich wieder als Individualtruist Cello spielen , singen, mich zwischendurch zurückziehen und auftanken.... tanzen........nicht mehr so viel Zeit im Internet und hinter den noch so gscheit´n Büchern verbringen...ohne dem sogenannten Helfersyndrom auskommen.......auf´s chaosbedingte Dichten verzichten ....die CD´s von Dalai Lama , Ute Lauterbach....Joachim Roedelius....Matthias Reimer und Tiitsch Nataan weiterempfehlen....(Pflanze ein Lächeln
)..... ...fallweise Begegnungsängste in Small-talk-Mut verwandeln.....Meine Meinung selbstbewusst vertreten....meinem Mann beim Fischen zuschauen....alle meine sieben erwachsenen Kinder immer wieder loslassen lernen.....aber wie macht man das tatsächlich?..... .Informationenn weiterleiten....wie hungrigen Menschen geholfen werden kann..........trotz schlechter Nachrichten wandern....schwimmen....malen....aufmerksamer zuhören, kochen....den Garten genießen.......Kraut hobeln...würzen und einstampfen.........mit den Enkelkindern spielen........mit meiner fahrbaren Hütte da sein, wo man mich zeitweise braucht .....Hergeräumtes wieder aufräumen......alles hätte ja dann seinen Platz...(wirklich ?)...Morgenroutine....Abendroutine.......Jährlich ein Apfelbäumchen pflanzen......Nachts schlafen und tagsüber dem Geschehen entgegengehen.....(vor Ausflüchten flüchten).....und 12 meiner Gedichte in eine Buchform bringen..
eines davon wäre folgendes:...das mir eventuell helfen könnte , mit Grenzen und Ambivalenzen leichtfüßiger umzugehen.....</font>
<font color=blue>Wut, Sorgen, Leid,
Geborgenheit,
Mut, Kraft und Spaß
verschafft mir das
Familiennnest,
das mich entlässt.
Wer kehrt zum Glück
belehrt zurück..gefügig ? - Ich ?
Ich zügle mich,
und pass mich an.tu, was ich kann,
geschickt im Streit, X-
konfliktbereit
und ausgesöhnt,
ans Haus gewöhnt
mit Achtsamkeit.
Da lacht die Zeit
ins Nest herein
und lässt mich sein.
(x-prophylaktische Erklärung....=gemeint ist hier der konstruktive Streit)</font>
Nachdenkliche und interessierte Grüße
vom Snorkfräulein
...und welche Grüße schicke ich?.....die von Nieren kommenden , weil auch sie lebenskraftspendend sind und nicht nur das Herz
Re: Is there a life after... ?
Snorkfräulein, Sonntag, 03.08.2008, 15:57 (vor 6367 Tagen) @ Anneliese
Huhu Anneliese,
Danke auch für deine Gedanken. Nun hab ich mir doch erstmal einen Kaffee gemacht. Magst du auch einen? *einschenk* Milch? Zucker?
<font color=green>Danke...Snorkfräulein....für diese interessante Frage...der ich mich jetzt gleich stellen will.
Is there a life after? Ich hoffe doch.....sonst wären meine Aufräum- und Entsorgungsaktionen umsonst gewesen.....dann will ich endlich e i n f a c h leben.....</font>
Einfach leben kommt mir gerade so vor wie einfach aufräumen
Das sind viele schöne Gedanken, die du mit dem "Leben danach" verbindest. Einige erinnern mich daran, was Menschen in einem Sabbatjahr machen wollen.
Mit mehr Achtsamkeit mit Mitmenschen, Tieren, Pflanzen, Dingen, Gedanken und Gefühlen umgehen....
Ein Ziel, mit dem ich auch konkret etwas anfangen kann. Ich möchte mehr Zeit für meine Tiere einplanen und Menschen nicht mehr durch mein Chaos und meine Blockaden enttäuschen = Termine einhalten. Heute Abend setze ich mich an meinen Plan für morgen und da werde ich genau dies schon einmal berücksichtigen können.
Mit sämtlichen Ambivalenzen kreativ umgehen
Das mache ich schon immer. ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
alles hätte ja dann seinen Platz...(wirklich ?)
Für mich unbedingt. Alles hat einen Platz ist mein Messbeseitigungsmantra. Alles was keinen Platz hat, fliegt raus. Ist rausgeflogen.
Dein Gedicht muss ich noch ein paarmal lesen, bis es eine Gestalt für mich hat. Danke dafür.
Der Kaffee ist leer! So schnell vergeht die Zeit im Netz. Wenn du erst Weihnachten wiederkommst, wünsche ich dir einen schönen Advent! ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/updown.gif alt=updown)
Auf kein Körperteil freiwillig verzichten wollende Grüße ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
vom jetzt weiter durch's Haus wandernden Snorkfräulein
Re: Is there a life after... ? danke für Deine Reaktion snorkfräulein...und
Anneliese, Montag, 04.08.2008, 06:52 (vor 6366 Tagen) @ Snorkfräulein
....ich werd mich nach meiner Vorarlbergreise bei Dir wieder melden.......Babaaaa.....habs eilig......und deshalb keine Anrede und Grüße
Re: Is there a life after... ?
Lisa Suisse, Sonntag, 03.08.2008, 16:07 (vor 6367 Tagen) @ Snorkfräulein
Hallo Snorkfräulein,
Was hältst Du von der Idee, eine Fremdsprache zu lernen und die nächsten Ferien in einem entsprechenden Land zu verbringen?
Mit Gruss,
Lisa Suisse
Re: Is there a life after... ?
Snorkfräulein, Sonntag, 03.08.2008, 16:36 (vor 6367 Tagen) @ Lisa Suisse
Huhu Lisa,
>Was hältst Du von der Idee, eine Fremdsprache zu lernen und die nächsten Ferien in einem entsprechenden Land zu verbringen?
das geht an meinem Problem vorbei. Wahrscheinlich habe ich nicht ausreichend konkret formuliert. Mein Mess ist lebensfüllend gewesen, und nach 5 Jahren Arbeit ist er nun weg. Eine Fremdsprache zu lernen ist eine schöne Idee (und erinnert mich wieder an ein Sabbatjahr), aber nicht wirklich ausreichend sinnhaft, lebens-gestaltend.
Aber dein Gedanke bringt mich auf einen anderen - ich habe noch einen Ausbildungskurs zur Kleintiermassage hier liegen. Der Abschluss ist zwar ungefähr so viel Wert wie das Papier, auf dem er gedruckt wird, aber der Kurs hat mal 450EUR gekostet und ich habe ihn nie ganz durchgearbeitet. (Beim kontrollierenden Lesen hochkommender Gedanke: Aber sind die Kosten eigentlich ein Grund??)
Ich glaube, das Problem, dass ich nun habe, ist, dass ich mich einigen Entscheidungen stellen muss, die sich hinter dem Mess hervorragend verstecken konnten. Ich bin jetzt fast Mitte 30 mit 4 abgebrochene Studien. Es sollte irgendwann mal irgendwo hin gehen - und eben nicht nur mit ner Ladung Sperrmüll zur Deponie, so befreiend das auch ist. Müllbeseitigungsjunkie.
Weiter Gedanken- und Hausstaub-jagend
Snorkfräulein
Re: Is there a life after... ?
BigBird, Montag, 04.08.2008, 09:28 (vor 6366 Tagen) @ Snorkfräulein
Huhu Lisa,
>Was hältst Du von der Idee, eine Fremdsprache zu lernen und die nächsten Ferien in einem entsprechenden Land zu verbringen?
das geht an meinem Problem vorbei. Wahrscheinlich habe ich nicht ausreichend konkret formuliert. Mein Mess ist lebensfüllend gewesen, und nach 5 Jahren Arbeit ist er nun weg. Eine Fremdsprache zu lernen ist eine schöne Idee (und erinnert mich wieder an ein Sabbatjahr), aber nicht wirklich ausreichend sinnhaft, lebens-gestaltend.
Aber dein Gedanke bringt mich auf einen anderen - ich habe noch einen Ausbildungskurs zur Kleintiermassage hier liegen. Der Abschluss ist zwar ungefähr so viel Wert wie das Papier, auf dem er gedruckt wird, aber der Kurs hat mal 450EUR gekostet und ich habe ihn nie ganz durchgearbeitet. (Beim kontrollierenden Lesen hochkommender Gedanke: Aber sind die Kosten eigentlich ein Grund??)
Ich glaube, das Problem, dass ich nun habe, ist, dass ich mich einigen Entscheidungen stellen muss, die sich hinter dem Mess hervorragend verstecken konnten. Ich bin jetzt fast Mitte 30 mit 4 abgebrochene Studien. Es sollte irgendwann mal irgendwo hin gehen - und eben nicht nur mit ner Ladung Sperrmüll zur Deponie, so befreiend das auch ist. Müllbeseitigungsjunkie.Weiter Gedanken- und Hausstaub-jagend
Snorkfräulein
Vielleicht muß man erst mal die kleinen Dinge tun, um die großen zu finden? Kannst Du Dich einfach in Dein aufgeräumtes Wohnzimmer setzen und Dich an dem Anblick freuen? Oder ein Buch lesen? So richtig genießen, ohne schlechtes Gewissen, weil Du nichts 'vernünftiges' tust? Wer entscheidet eigentlich, was vernünftig und Dir angemessen ist? Bevor Du große Lebensentscheidungen triffst hilft es vielleicht, wenn Du bei kleinen dingen übst, darauf zu hören, was Dir gut tut, und was Dir entspricht.
Viele Grüße,
Christine
Re: Is there a life after... ?
Snorkfräulein, Montag, 04.08.2008, 20:00 (vor 6366 Tagen) @ BigBird
Huhu Christine,
> Kannst Du Dich einfach in Dein aufgeräumtes Wohnzimmer setzen und Dich an dem Anblick freuen? Oder ein Buch lesen? So richtig genießen, ohne schlechtes Gewissen, weil Du nichts 'vernünftiges' tust?
*hihi*, Schwester im Geiste. Genau das hab ich erstmal 2 Wochen gemacht - gefaulenzt. Aber da mein Mann im Lehrberuf tätig ist und heute wieder seinen ersten Schultag hatte, käme ich mir nun komisch vor, würde ich diese Phase noch weiter ausdehnen.
Ich habe aber trotzdem nur langsam wieder angefangen. Da unsere Waschmaschine kaputt ist, bin ich in den nächstgrößeren Ort zum Waschsalon gefahren, leider hat es ewig gedauert, bis ich ihn gefunden habe. Dort hab ich zwei Maschinen Wäsche gewaschen und getrocknet und derweil an einem Seminar gearbeitet, mit dem ich mal Geld verdienen möchte. Dann war ich Leergut wegbringen und habe von dem Geld etwas gesünder als zu Umbau- und Ferienzeiten eingekauft. Zuhause habe ich dann die Wäsche versorgt, meine Notizen nochmal durchgeschaut, eine Stunde geputzt und Abendessen gemacht.
Ich glaube auf das Seminar lege ich jetzt erstmal mein Hauptaugenmerk. Ist es fertig, versuche ich es über Beziehungen ein-zweimal zu halten, kommt es gut an, werde ich es bewerben. Das ist schon mal ein erstes Ziel!
Hoffnungsfrohe Grüße
Snorkfräulein
Re: Is there a life after... ?
Sakem, Sonntag, 03.08.2008, 17:04 (vor 6367 Tagen) @ Lisa Suisse
Was hältst Du von der Idee, eine Fremdsprache zu lernen und die nächsten Ferien in einem entsprechenden Land zu verbringen?
Hallo Lisa Suisse,
.
z.B. schwietzer dütsch ![[image]](http://bilder23.parsimony.net/forum46830/ja.gif alt=ja)
.
Sakem
OT: Grüezi (war: Re: Is there a life after... ?)
Snorkfräulein, Sonntag, 03.08.2008, 17:16 (vor 6367 Tagen) @ Sakem
... in der von mir als Urlaubsort geschätzten Schweiz kam ich mit Französisch und Deutsch bisher bestens zurecht. Zudem lehrte mich ein längerer Aufenthalt bei Einheimischen, dass ein gerades "Guten Tag!" oder "Bonjour!" doch besser ankommt als ein versuchtes "Grüezi!"
Ein Wunsch: Bitte ändere den Titel, wenn der Beitrag nicht mehr zum ursprünglichen passt.
Mit erhobenem Zeigefinger, aber lächelnd
Snorkfräulein (nicht so gern OT lesend)
Re: Is there a life after... ?
Odille, Sonntag, 03.08.2008, 17:55 (vor 6367 Tagen) @ Snorkfräulein
Hei liebes Sknorkfräulein,
*erstmal: schön, Dich mal wieder zu lesen* *lieb-drück*
wie stelle ich mir das leben nach dem mess vor?
Hm...irgendwie - spricht mich die frage gar nicht so an - mehr die fragestellung ist es, die ich nicht beantworten kann.
vielleicht - weiss nicht - bin ich auch schon "zu weit". keine ahnung. ich komm ja aus der extrem-messie-ecke.
dieses "wie ist das leben nach dem mess" - das hält mich ja gerade im mess gefangen. (weil: impliziert: danach ist nicht jetzt. jetzt bin ich also noch im mess oder wie? jetzt bin ich "falsch" - erst "nach dem mess" bin ich "richtig"? (ich weiss, das hast du nicht so geschrieben. ist einfach nur freier gedankenflug von mir, verzeih, wenn zu chaotisch wirkend...*grins*
fakt ist, ich definiere mich gar nicht mehr als messie. sondern eher als mensch, der mit strukturen und ordnung ein problem hat, weil
...das zwanghafte unordentlichsein ist mir "irgendwie" abhanden gekommen. ich kann mich mittlerweile erfreuen an schönen dingen, ordnung macht mir auch nimma so die riesenangst.
ich konzentriere meine gedanken darauf, wie mein leben sein soll. et voila - vieles passiert dann fast von selbst.
ich weiss, "platte" antwort auf eine komplexe Frage.
Kann nur schreiben, wie es momentan ist. messie sein war jahrelang ein Bestandteil meines daseins, aber so allmählich ist es wie eine Schlangenhaut, die abgestreift wird. Klar hab ich noch probleme in der einen oder anderen richtung, was ordnung angeht.
Aber grundsätzlich: ich lebe eigentlich jeden tag - auch jetzt schon, wo mich zuweilen noch richtig viel chaos umgibt - so, als wäre das chaos nicht da. als wäre alles schon wie ich es will. und fast wie von selbst wird so das chaos kleiner, passieren im Aussen wunderbare Dinge, die es mir leichter machen, mich der Chaosbeseitigung zu stellen.
Sorry, ich schreib wohl zu verwirrend gerade.
Geschrieben wie - in der überhitzten wohnung - gerade gedacht. Bitte sei nachsichtig.
Lieben Gruss, Odille ![[image]](http://bilder23.parsimony.net/forum46830/smiley5.gif alt=winke)
ps: kurz gefasst: was ich glaub ich eigentlich sagen will: LEBEN IST JETZT! GENAU JETZT KANN ICH WAS VERÄNDERN. UND NICHT "ERST DANN WENN"....IST MEIN LEBEN SCHÖN. SONDERN AUCH SCHON J E T Z T ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
Re: Is there a life after... ?
Snorkfräulein, Sonntag, 03.08.2008, 18:35 (vor 6367 Tagen) @ Odille
Huhu Odille,
erstmal Danke, das *drück* geb ich gern zurück ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
>...das zwanghafte unordentlichsein ist mir "irgendwie" abhanden gekommen. ich kann mich mittlerweile erfreuen an schönen dingen, ordnung macht mir auch nimma so die riesenangst.
Angst hab ich vor Ordnung auch nicht mehr. Manchmal hab ich noch Probleme, etwas ganz zuende zu bringen, aber das ist immer noch besser als alles andere vorher. Aber 5 Jahre an etwas zu arbeiten sollte ja irgendwann mal Früchte tragen *grins*
>ich konzentriere meine gedanken darauf, wie mein leben sein soll. et voila - vieles passiert dann fast von selbst.
[quote]ich weiss, "platte" antwort auf eine komplexe Frage.[/quote]
Nein, eigentlich nicht. Ich hab nur, merke ich, die Frage ziemlich blöd gestellt. Ich hab ja Hobbies. Ich habe Sozialkontakte. Ich hab ne tolle Ehe. Nur - ich bin jetzt sehr sehr lange morgens aufgestanden und hab als Hauptziel die Messbeseitigung im Kopf gehabt, vor allem seit dem Studienabbruch. Wo andere arbeiten gefahren sind, habe ich renoviert und ausgemistet. Wahrscheinlich ein Traum für einige hier.
>messie sein war jahrelang ein Bestandteil meines daseins, aber so allmählich ist es wie eine Schlangenhaut, die abgestreift wird.
Das liest sich sehr fein. Ich hab beim Querlesen auch genau diesen Eindruck gehabt - mit der manchmal auftauchenden Frage, ich hoffe du bist mir nicht böse: Was machst du noch hier? Ist es vielleicht Zeit, auch diese Haut abzustreifen? Und irgendwann wird sich jemand erinnern, 3-4-free, das war doch von Odille, damals, 2006 *lach*
>LEBEN IST JETZT!
Ja, ich merk's. Gut, dass ich das Posting eröffnet hab. Mir wird langsam klar, dass die Zeit der Entscheidungen und Projekte nicht rum ist, sondern dass sie nur anders wird - wenn ich den Mess loslasse.
Ein liebes Grüßchen im Umbruch
vom Snorkfräulein
Re: Is there a life after... ?
Heidi, Sonntag, 03.08.2008, 19:54 (vor 6367 Tagen) @ Snorkfräulein
Hallo Snorkfräulein!
Ohne auf die nachdenkliche Seite Deines Postings einzugehen, muss ich zunächst meinen wichtigsten und Haupt-Gedanken zu Deinem Posting loswerden:
Das klingt so toll!!!
Allein zu lesen, dass sich jemand mal an diesem Punkt wieder findet, und das nachdem, wenn ich richtig lese, ein ganzes Studium an der Problematik gescheitert ist, finde ich einfach nur schön.
Du hast ein ausgefülltes Leben, Dir wird auch ohne Großprojekte nie langweilig werden. Stattdessen hast Du nun Luft zum Atmen und Lebens-Raum. Geniesse Deinen freien Montag, ich bin mir sicher dass bald (in ein paar Wochen) die Erleichterung über das Erreichte sämtliche Zweifel verdängen wird.
LG Heidi
schreibend sortieren .. lang (war: Is there a life after... ?)
MarLe, Sonntag, 03.08.2008, 23:05 (vor 6367 Tagen) @ Snorkfräulein
Guten Abend Snorkfräulein,
freue mich, dich wieder zu lesen!
...und warum ich mich freue, finde ich gleich in diesem Thread.
Habe mich entschlossen, dir zu antworten bevor ich
die folgenden Postings lese und mir (noch mehr) Gedanken
und Anregungen hole. *smile
Zitat:
<font face=Courier New>"Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will."</font face>
Galileo Galilei
![[image]](http://bilder23.parsimony.net/forum46830/coffeecup.gif alt=coffee)
-------------
Die Fragen passen gerade sehr bei mir, zu mir.
Danke dafür ![[image]](http://bilder23.parsimony.net/forum46830/aakissaa.gif alt=kuss2)
Kann ich mich doch schreibend sortieren.
Also: gwg = geschrieben, wie gedacht
---
...mhm... erstmal abklären, was will ich?
1. mich schreibend sortieren,
2. es mir festhalten,
3. Gedanken dazu bekommen (ich fürchte ich stecke fest)
4. meine Gedanken von anderer Sichtweise aus betrachten können. (auch dazu brauche ich Hilfe, eben eine andere Sichtweise.)
---
Den Anstoß zu meinen Gedanken war ein Besuch bei Freunden.
Noch genauer, in deren Badezimmer.
...mhm... wie soll ich's umschreiben/beschreiben?
Es ist für die Ewigkeit gemacht.
Fußboden, Wände, Decke, Amaturen usw. usw.
Das heißt, es ist also immer gleich.
Nicht so ganz, denn es wird dekoriert und eben auch
umdekoriert. Ebenso neue Vorhänge, oder Rollos.
Trotzdem, im Grunde bleibt es gleich, ist es immer gleich.
Es hat immer einen ähnlichen Charm, eine ähnliche Ausstrahlung (sofern man das von Dingen sagen kann)
Es ist eben mehr, als nur so ein Grund-Ding.
Davon -von diesen Gedanken- beschäftigt, zog ich einen Vergleich zu meiner Wohnung (=also erstmal dem Bad).
Klar ist mir bekannt, daß ich nicht vergleichen soll,
das Vergleiche niemals gut sind...usw. usw.
Trotzdem, fiel mir etwas auf:
Nämlich, daß mein Bad immer wieder völlig anders ausschaut.
...mhm... Beispiel, wie ich das meine?
Andere Sanitäranlagen, Andere Decke, Chaos, WäscheleineGleich sind im Grunde nur die Fliesen, die nicht bis zur
Decke reichen und auch schon vor dem Einzug da waren.
Im Grunde ist sonst immer wieder alles verändert worden.
Das ganze Bad. Nichts darin ist für die Ewigkeit.
(Das Meiste ist wohl immer nur eine "Übergangslösung".)
---
So ist es in meiner ganzen Wohnung. Stellte ich für mich fest.
Und genau das ist es, was mir irgendwie auch sehr
gefällt.
Ich war davon überzeugt, daß ich es viel lieber "anders" hätte.
Eben etwas für die Ewigkeit.
Perfekt.
Ich bin immer noch sehr überrascht, daß das wohl doch nicht der Fall ist.
Ich mag die Abwechslung, ich mag die Extremen, ich mag
Seither überlege ich.
Was macht dieses Wissen?, oder anders rum,
was mache ich mit diesem Wissen?
Mir öfter etwas gönnen, ganz egal, ob es "massiv" ist,
ich meine, eine Leben lang hält.
Meine Lust und meine Laune ausleben?!
---
Und noch ein Gedanke:
Lasse ich das Chaos vielleicht auch aus diesem Grunde zu?
Weil es damit "anders" wirkt, anders ausschaut?
Eine Veränderung ist?
----------------
<font color=olive>>Wie stellt ihr euch das Leben vor,nach dem Mess?</font color>
Dazu bin ich nicht in der Lage. Es ist mir schlichtweg
unmöglich.
Aber das habe ich schon vor längerem begriffen, für mich
habe ich den Satz gewählt: "Wer Weg ist das Ziel"
Auf diesem Weg habe ich mich schon ganz schön verändert.
Auch meine Wohnung. ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
Trotzdem stört mich noch sehr vieles.
<font color=olive>>Was für Pläne und Ziele habt ihr?</font color>
Ich habe täglich wieder neue. Manche sind wirklich nur
für einen Tag gedacht. Andere schon auf länger ausgelegt.
Was und wie sie funktionieren hängt von ganz vielem ab.
Und manchmal muß ich zugeben, war ein Plan oder ein Ziel
für mich völlig unpassend.
Traurig, wenn ich es erst nach vielen Anläufen erkenne.
Aber es ist ein Umweg, auf dem ich dann auch wieder etwas
gelernt habe.
(Was nicht bedeutet, daß ich nicht doch sehr oft wütend auf mich bin.
)
<font color=olive>>Wie sähe euer Leben aus, gäbe es keinen Mess? </font color>
Im Traum habe ich Vorstellungen davon. Aber das ist eben
bloß ein Traum.
Erinnere ich mich daran und untersuche ihn ganz genau, stelle
ich oft fest, daß er vieles außer Acht läßt.
<font size=-1>Im Traum kann man (=ich) alles, aber:
das kann ich nicht, so bin ich nicht!</font>
Viel schwer ist es, einen Weg zu gehen. Beim gehen kann ich feststellen, ob es mein Weg istIch muß noch sehr viel lernen.
Auch, was ich möchte und was ich tun kann um es mir gut
gehen zu lassen.
Es ist nicht, nichts tun zu müssen, manchmal ist es viel
kleiner und einfacher, z.B. mir ein Eis zu holen und es
an einem schönen, ruhigen Ort aufzuessen.
Ich glaube, in meinem Leben wird es immer Chaos geben,
vielleicht nicht ganz so viel Mess, aber genügend Chaos
(und Rückfallgefahr). Ich denke, daß gehört einfach mit
zu mir. So bin ich. Ansonsten ? Würde es mir langweilig.
Vielleicht habe ich irgendwann einmal die Gelegenheit,
es auszuprobieren. Dann berichte ich gerne.
Liebe Grüße
Marlene
Re: Is there a life after... ?
Grace, Montag, 04.08.2008, 21:43 (vor 6366 Tagen) @ Snorkfräulein
Hallo Snorkfräulein,
schön mal wieder von Dir zu lesen!!!
Für mich bedeutet die Messbewältigung eine größere Offenheit nach draussen.......Die Wohnungstüre sperrangelweit aufzumachen während des Hausflurputzens, die Türe problemlos zu öffnen wenn es klingelt(dazu gehört auch der gebändigte Finanzmess, es drohen keine "Vollstrecker" mehr), den von anderen Häusern umgebenen balkon immer "vorzeigbar" zu halten usw., usw..
Das hört sich jetzt alles nur nach Äußerlichkeiten an, aber das waren Dinge die mich früher belastet haben und die mich heute frei sein lassen.
Ich lebe ja schon ein paar jahre im "danach" und fühle mich allgemein gesagt einfach wohler, zufriedener und glücklicher.
Gruß Grace
Re: Das Leben danach?
Katta, Montag, 04.08.2008, 23:34 (vor 6366 Tagen) @ Snorkfräulein
Hallo Snorkfräulein,
schön wieder mal von dir zu lesen und was du erzählst, liest sich sehr optimistisch!
Gerade schau ich mal wieder rein und stolpere genau über deine Frage nach dem Leben danach.
(Räumst du noch oder lebst du schon?)
Denn ich habe mich kürzlich (bis auf weiteres) aus dem Forum verabschiedet.
Aber wenn ich es mir genau überlege, befinde ich mich gar nicht in dem Leben "nach" dem Mess,
ich sehe es eher als Leben "außerhalb" davon.
Äußerlich hat sich nicht wirklich viel verändert, es ist eher die Sicht auf die Dinge.
Unordentlich bin ich immer noch, Chaos im Kopf, und ziemlich oft sieht es auch unordentlich aus.
Aber irgendwie hängt mein Befinden und mein Lebensgefühl nicht mehr davon ab.
Lange Zeit habe ich den Haushalt als meinen "Job" angesehen, da ich nicht so viel zum Geldverdienen beitrage.
Nur ich habe diesen (Haushalts-)Job nicht so gut erledigt, wie ich gern hätte und hatte deshalb von mir immer die Vorstellung,
daß ich irgendwie gar nichts wirklich kann.
Immer irgendwo eine "Baustelle" und nirgends habe ich den Erfolg gesehen, den ich mir gewünscht hätte.
Mit der Zeit habe ich diesen "Job-erledigen"-Gedanken etwas wegschieben können. Mein Job ist es, "ich" zu sein.
Glücklich sein und mich wohlfühlen dürfen, auch wenn nicht "der Haushalt erledigt" ist.
(Ich kenne sehr viele Leute, die tatsächlich "den Haushalt machen" und dann irgendwann "fertig" sind und dann kommt die Freizeit dran.
Niemals aus dem Haus gehen, ohne daß der Abwasch fertig ist usw.)
Ich habe eingesehen, daß diese Herangehensweise für mich nicht paßt.
Auch Wochenpläne, überhaupt Pläne, oder etwas regelmäßig machen, kann ich nicht.
Ich erlaube mir Zeit und Raum für mich, einfach so und ich fühle mich gut damit. Gleichzeitig empfinde ich die Alltagsaufgaben auch nicht mehr so anstrengend und ich schaffe viel mehr. Es fällt mir leichter, die Aufgaben zu bewältigen, wenn mein Selbstwertgefühl nicht vom Erfolg abhängt.
Ja, es bleiben immer noch Dinge liegen. Ja, manchmal sieht es für zufällige Besucher nicht gerade einladend aus.
Ich habe immer noch jede Menge überflüssiges im Haus und ich werde sicher noch eine Menge entrümpeln.
Also ich räume noch, aber ich lebe auch schon, gleichzeitig sozusagen, das meinte ich mit dem Leben nicht "danach" sondern "außerhalb".
Einen "Sinn" den mein Leben bis dahin nicht hatte oder der durch die Messbekämpfung verdeckt war, habe ich übrigens nicht entdeckt.
Dennoch fühlt sich mein Leben nicht leer an, auch wenn ich gerade kein großes Projekt habe.
Ich wünsch dir weiterhin chaosfreie entspannte Zeiten und viel Erfolg mit dem Kursprojekt!
Vielleicht liest man sich ja hier mal wieder!?
LG Katta
Re: Is there a life after... ?
Kirschblüte, Dienstag, 05.08.2008, 19:24 (vor 6365 Tagen) @ Snorkfräulein
Huhu Snorkfräulein,
habe ich die letzten drei Monate jeden Tag und jeden Tag wieder damit verbracht, mein Leben in Ordnung zu bringen. Unser Hausumbau ist ausreichend fortgeschritten, die festen Plätze für Sachen gefunden, die unzähligen Fahrten zur Deponie erledigt, Strukturen und Rhythmen halbwegs sicher. Morgen beginnt ein neuer Abschnitt: Es gibt kein Großprojekt zu erledigen. Keine Be-hinderungen mehr. Keine Ent-scheidungen. Kein Mess. Nur der Alltag.
Und jetzt??
In jedem Leben gibt es immer wieder Umbrüche. Ein Lebensabschnitt ist vorbei und ein neuer beginnt. Wenn man viel Kraft und Zeit in etwas gesteckt hat, kann man danach leicht erstmal in ein Loch fallen.
Bspw. hat man monatelang für die Diplomarbeit recherchiert, gelesen, getippt, nachgedacht und wieder korrigiert - und irgendwann hat man dann das Diplom in der Taschen. Was nun? Oder man hat viele Jahre Familienarbeit geleistet und nun ist auch das letzte Kind ausgezogen- was nun?
Zeiten des Umbruchs und der Neuorientierung sind normal, sie gehören einfach zum Leben dazu.
Du hast nun eine große Aufgabe gemeistert- meinen Respekt dafür!!
Nun stehen Dir alle Chancen und Möglichkeiten offen, Du hast wieder Zeit und Kraft zur verfügung.
Ich bin sicher, dass Dir etwas einfallen wird, was für Dich passend ist!
Und ich hab wirklich Angst, damit nicht umgehen zu können, mir wieder Mess-Großprojekte zu erschaffen, um nicht ohne Sinn zu sein.
Wie stellt ihr euch das Leben vor, nach dem Mess? Was für Pläne und Ziele habt ihr? Wie sähe euer Leben aus, gäbe es keinen Mess?
Auch ich bin schon eine ganze Zeit bei der Messbekämpfung. Langsam schleichen sich schon so etwas wie Strukturen ein. BB ist noch nicht immer selbstverständlich, fängt aber manchesm mal doch fast von alleine an, ohne dass ich jeden Handgriff überdenken muss.
Auch mein Kind wird größer und selbstständiger, auch hier bin ich nicht mehr ganz so eingespannt.
Die Frage, was nun, geht mir in den letzten wochen auch durch den kopf.
Noch ein zweites Kind? Wieder arbeiten gehen?
Oder lieber erstmal kleine Brötchen backen?
Mehr Gartenarbeit? (Denn eigentlich träume ich davon, einen Garten voller Blumen zu haben und ausserdem noch teilweise Selbstversorger zu sein. Letztes Jahr habe ich resigniert aufgegeben und alles vom Unkraut überwuchen lassen. Dieses Jehr konnte ich Zucchini, Bohnen und Erdbeeren ernten- wobei die Erdbeerpflanzen inzwischen wieder überwuchert sind...)
Oder vielleicht erstmal bei mir selber anfangen? Gewicht reduzieren, mehr Sport treiben, mehr auf gesündere Ernährung, überhaupt auf Gesundheit achten?
Oder vielleicht erstmal auf die Seele konzentrieren, Grenzen setzten lernen, Nein-sagen lernen etc100% schlüssig bin ich mir noch nicht, was ich will.
Im Moment kann ich nicht abschätzen, wofür Zeit und Kraft reicht. (Aber Idee für Ziele habe ich wie gesagt, genug...)
Zuviele Ziele aufeinmal sollten es nicht sein, sonst verzettele ich mich.
Viele Grüße
und viel Spaß und Kraft bei der Zielfindung wünscht
Kirschblüte
Re: Is there a life after... ? @Kirschblüte: Ziele
Heidi, Dienstag, 05.08.2008, 21:48 (vor 6365 Tagen) @ Kirschblüte
Hallo Kirschblüte,
Du sagst, Du seist unschlüssig was Du willst. Aber all die "kleinen" Dinge von denen Du schreibst passen in meinen Augen sehr gut zusammen.
Mehr Gartenarbeit? (Denn eigentlich träume ich davon, einen Garten voller Blumen zu haben und ausserdem noch teilweise Selbstversorger zu sein. Letztes Jahr habe ich resigniert aufgegeben und alles vom Unkraut überwuchen lassen. Dieses Jehr konnte ich Zucchini, Bohnen und Erdbeeren ernten- wobei die Erdbeerpflanzen inzwischen wieder überwuchert sind...)
Oder vielleicht erstmal bei mir selber anfangen? Gewicht reduzieren, mehr Sport treiben, mehr auf gesündere Ernährung, überhaupt auf Gesundheit achten?
Oder vielleicht erstmal auf die Seele konzentrieren, Grenzen setzten lernen, Nein-sagen lernen etc
Die Ziele die Du mit der Gartenarbeit verfolgen willst, überschneiden sich mit dem Wunsch nach gesunder Ernährung. Um die Garten-Arbeit zu verrichten wirst Du mit der Zeit eine gewisse Grund-Fitniss erlangen. Und Deine Seele? Die kannst Du bei der Gartenarbeit baumeln lassen, und beim Unkraut zupfen Deinen Gedanken nachhängen.
LG Heidi