Wird man nachlässiger oder schneller oder ...? (Allgemein)

Anke, Mittwoch, 27.08.2008, 15:48 (vor 6342 Tagen)

Hallo zusammen,

gestern stand bei uns der Austausch der Wasseruhren in den Wohnungen an. Folglich also für meine Verhältnisse früh aufgestanden (ich arbeite oft bis 3 oder 4 Uhr in der Nacht am Schreibtisch, hab ab Mitternacht meist noch einen Energieschub, da steh ich dann nicht unbedingt um 07:00 Uhr schon wieder auf), um die Wohnung vorzeigbar zu haben. Aber was war? Nach einer Stunde waren Bad, Küche, Flur und die beiden Zimmer fertig! Ich habe lange überlegt, ob ich nicht doch etwas vergessen habe, aber ich hatte sogar so nebensächliche Dinge getan wie Handtuchhalter, Lichtschalter, Steckdosen etc. geputzt.

Ich weiß immer noch nicht, ob ich nun einfach nachlässiger werde beim Putzen oder ob es einfach - weil ohne viel Nachdenken - schneller geht oder ob es eine ganz andere Ursache hat? Jedenfalls hat mich die Ankündigung eines Besuchs für kommenden Samstag auch nicht mehr in Aufregung versetzt. Der Besuch kommt um 12:00 , und ich weiß, dass ich demnach bis 11:55 Uhr am Schreibtisch arbeiten könnte und dennoch ganz entspannt meinen Besuch 5 Min. später hereinlassen könnte.

LG Anke

Re: Wird man nachlässiger oder schneller oder ...?

Odille, Mittwoch, 27.08.2008, 16:45 (vor 6341 Tagen) @ Anke

Hei Anke,

erstmal: Gratulation zum Veränderungsprozess.
dann Gedanken dazu
...ich denke, diese ganze Energie, die man früher damit verbracht hatte, sich nen Plan zu machen, den inneren Schweinehund zu überwinden, Listen zu schreiben - wenn man die fürs T U N nutzt, ist man eben ungleich schneller

...eine gute Grundordnung ist Vorbedingung. Zumindest halbwegs. Schnell aufräumen kann man nur, wenn die Dinge einen festen Platz haben und man nicht zuviele Dinge hat (mein alter Spruch: ich bekomme nicht mehr Ordnung durch mehr Platz sondern durch weniger Kram)

...zum anderen ist - auch bei mir noch - oftmals diese Diskrepanz zwischen "gefühlter Zeit" und "tatsächlich benötigter Zeit". Beispiel meine Küche. Sah so aus, als müsste ich mindestens 4 Stunden da drin räumen. Gefühlter Zeitaufwand also, der mich lange vom tun abhielt. Faktisch angegangen waren es dann "nur" 45 Minuten.

LG, Odille [image]

Re: Gefühlte und tatsächliche Zeit

Anke, Mittwoch, 27.08.2008, 19:07 (vor 6341 Tagen) @ Odille

Hallo Odille,

*lach* oh ja, das mit der gefühlten und tatsächlichen Zeit stimmt absolut. Das merke ich gerade wieder an Bewerbungen, die vor mir liegen. Ich habe sehr viele Stellenausschreibungen entdeckt, die passend sein könnten, habe sie auch ausgedruckt und nach Bewerbungsschluss sortiert, nun muss ich sie "nur noch" schreiben - gefühlte Zeit: Tage! Gut, es sind 22 Bewerbungen, die ich schreiben will, so dass ich wirklich Tage brauchen werde, aber für EINE werde ich ganz sicher KEINE Tage benötigen ... Wenn ich nur mal anfangen würde, dann würde ich vermutlich bemerken, dass 3 oder 4 heute noch möglich sind. Wenn Gut, ein bisschen schreckt mich auch das Porto, da viele Bewerbungen in die Schweiz gehen und das Arbeitsamt sozialversicherungsfreie Tätigkeiten (Beamtenstellen) in keiner Weise fördert.

So, nun aber ran und die dringendsten Bewerbungen schreiben und auf die Reise bringen. Ich melde mich dann in ein paar Monaten wieder, wenn ich die 22 Bewerbungen fertig habe ... [image]

LG Anke [image]

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