Hallo Katta,
Deine Überschrift hat mich zum nachdenken über ein Thema gebracht, das an dem ganzen Chaos und den ganzen unerledigten Dingen vielleicht nicht ganz unschuldig ist.
Deswegen nutze ich Deinen Thread einfach mal für ein paar Gedanken
.
Ich muss vor dem tatsächlichen tun noch ein Stück vorher ansetzen, denn wenn ich ganz ehrlich bin, weiß ich gar nicht was ich für Hobbys habe. Ich habe viele Interessen und ich würde gerne vieles machen. Und im Laufe der Jahre haben sich unendlich viele Dinge angesammelt die mal ein Hobby werden sollten. Und ich habe fleißig weiter ergänzt, so dass ich direkt mit einer großen „Ausrüstung“ in jedes Einzelne starten könnte.
Unnötig zu erwähnen, dass ich die wenigsten Dinge auch nur wirklich ernsthaft angefangen habe.
Was tue ich wirklich, wenn ich mal eine Stunde „Zeit“ habe? Mich daran erinnern, was ich eigentlich noch tun müsste. Nicht, dass ich das dann erledigen würde, aber ich fange eben auch nichts anderes an. Ich habe auch völlig verlernt etwas „nur mal eine Stunde“ zu tun. Da versauere ich eher am PC und klicke mich durch bunte Spielchen, die die Zeit vertreiben und mich von allen Entscheidungen befreien. Dabei ist es so selten, dass ich mal keine Verpflichtungen habe und wirklich den Job aus den Gedanken bekomme.
Denn das Grundproblem ist auch: Hobbies brauchen Platz. Der ständige Hintergedanke „Das könnte ich noch für XYZ brauchen“ macht jede Entscheidung aufwendig, weil immer noch etwas bedacht werden muss, bevor ein Gegenstand wirklich aus dem Haus darf.
Damit ist das Leben vollgestellt und schon verplant ohne das etwas davon angefangen wurde. Und es bleibt kein Platz für Neues, Spontanes, weil die Warteliste schon so endlos lang ist.
Und was Spaß machen sollte liegt rum als Mahnmal für nicht genutzte Gelegenheiten. Und immer der Druck, etwas aus meinem Leben machen zu müssen, etwas zu schaffen, was sinnvoll ist. Ich habe keine Ahnung, woher diese innere Programmierung kommt.
Das heißt, ich werde nicht nur die Gegenstände eines Hobbies reduzieren müssen, sondern rausfinden müssen, was davon ich eigentlich machen will. Welche freiwilligen Verpflichtungen bin ich sonst noch eingegangen? Mache ich die Dinge wirklich für mich oder nur als „Statussymbol“
?
Also ganz klare Aufgabestellung an mich selbst:
Welche Hobbies „habe“ ich (und das ist durchaus auch materiell gemeint)?
Welche würden mir Spaß machen? (Vielleicht Equipment für zehn Hobbies aus dem Haus und dafür ein anderes rein?)
Wenn ich es machen möchte, warum tue ich es nicht? (jetzt sofort, nur für eine Stunde?) Liege ich mit meiner Einschätzung richtig?
Den nächsten Punkt „Wie werde ich bestimmte Dinge los“ klammere ich bei diesen Überlegungen bewusst einmal aus. Ich befürchte sonst bleiben Dinge, auf die ich wirklich verzichten kann.
Zunächst also eine höchst theoretische Entscheidung, ich hoffe das die „Praxis“ mit entsprechender innerer Handlungsvorgabe dann weniger aufwendig wird.
Gruß,
Sternenfee