Kalenderspruch, Samstag 24.05.2008 (Allgemein)
Sakem, Samstag, 24.05.2008, 08:49 (vor 6437 Tagen)
Das Verschenkte ist mein Reichtum,
und das Hingegeschwendete ist mein Besitz.
- Gertrud von le Fort -
Mir fällt dazu noch ein:
Geben ist seeliger denn nehmen.
oder
Schätze für den Himmel sammeln.
Komisch finde ich nur den altertümlichen
Ausdruck "Hingeschwendete".
Ist damit das großzügige Verschenken gemeint?
Guten Start ins Wochenende
wünscht
Sakem
Re: Kalenderspruch, Samstag 24.05.2008
Katta, Samstag, 24.05.2008, 19:25 (vor 6436 Tagen) @ Sakem
Komisch finde ich nur den altertümlichen
Ausdruck "Hingeschwendete".
Ist damit das großzügige Verschenken gemeint?
Das Verschenkte ist mein Reichtum,
und das Hingegeschwendete ist mein Besitz.
Hallo Sakem,
was genau mit dem Begriff gemeint ist weiß ich nicht,
aber vom Verschenken war ja schon vorher die Rede, und ich würde mir deshalb das "dahinschwenden" am liebsten
als großzügiges (Selber)verbrauchen vorstellen.
Etwas, das ich mir selber gönne ohne schlechtes Gewissen, etwas, das gut für mich ist, das mir Freude, Gesundheit
oder auch eine schöne Erinnerung beschert hat.
Verschwenden hat immer den negativen Beiklang von sinnlosem Verbrauch.
Aber genauso kann man ja auch an der falschen Stelle sparen, wo man besser etwas großzügiger wäre, damit es wirklich nützt.
Dahinschwenden könnte vielleicht das positive Gegenstück zum Verschwenden sein.
Das war jetzt keine sprachwissenschaftliche Erklärung, sondern meine persönliche Deutung.
Passend zum heutigen Tag, den ich allein zu Hause verbringe und bewußt "dahinschwende" -
ohne Liste, ohne Plan, und hoffentlich ohne dran zu denken, was ich doch alles schaffen könnte.
Also werde ich jetzt den Rest des Tages, ein schönes Essen und vielleicht noch ein paar Pflegeprodukte dahinschwenden,
für meinen "Besitz": erholt und ausgeglichen in die nächste Woche starten zu können.
LG Katta
Hallo Katta !
Verschwenden hat immer den negativen Beiklang von sinnlosem Verbrauch.
Aber genauso kann man ja auch an der falschen Stelle sparen,
wo man besser etwas großzügiger wäre, damit es wirklich nützt.
Beim Lesen deiner Sätze
fiel mir eine Geschichte wieder ein ,
die ich vor einigen Tagen gefunden hatte :
<big>Die Hand des Alten</big>
<small>Ein Lehrstück für einen Geizigen
www.zeitzuleben.de · Lena Lieblich aus "Kathi 2"</small>
*geschriebenwiegedacht*
~ Micha
Re: Kalenderspruch, Samstag 24.05.2008
Kirschblüte, Samstag, 24.05.2008, 19:49 (vor 6436 Tagen) @ Sakem
Das Verschenkte ist mein Reichtum,
und das Hingegeschwendete ist mein Besitz.
- Gertrud von le Fort -
Mir fällt dazu noch ein:
Geben ist seeliger denn nehmen.
oder
Schätze für den Himmel sammeln.Komisch finde ich nur den altertümlichen
Ausdruck "Hingeschwendete".
Ist damit das großzügige Verschenken gemeint?
Guten Start ins Wochenende
wünscht
Sakem
Huhu,
nun habe ich mal gegoogelt.
Dieser Spruch entstammt anscheinend aus einem ganzen Gedicht.
http://www.geocities.com/Wellesley/Garden/6745/Fort.html?200824
Dort kann man das ganze Gedicht lesen (Gruß an Anton Kippenberg zu seinem siebzigsten Geburtstag, letzter Teil der ersten STrophe)
Viele Grüße
Kirschblüte
Gertrud von le Fort (1876-1971) ... Re: Kalenderspruch (n/t)
Micha
, Sonntag, 25.05.2008, 12:37 (vor 6436 Tagen) @ Kirschblüte
![[image]](http://picr.de/upload/600463.gif)
Re: Kalenderspruch, Samstag 24.05.2008
Sakem, Sonntag, 25.05.2008, 13:19 (vor 6436 Tagen) @ Sakem
- Gertrud von le Fort -
Das Geopferte ist unser Reichtum, und das Entschwundne unser heilger Überfluß!
Ebenda
<ul>Das Verschenkte ist mein Reichtum,
und das Hingegeschwendete ist mein Besitz.<ul><ul>- Gertrud von le Fort -</ul></ul></ul>
Komisch finde ich nur den altertümlichen Ausdruck "Hingeschwendete".
Ist damit das großzügige Verschenken gemeint?
Gruß an Anton Kippenberg zu seinem siebzigsten Geburtstag
.. letzter Teil der ersten Strophe
767.htm
<ul>http://de.wikipedia.org/wiki/Gschwend<tt>
Eine besondere Art der Rodung war das Schwenden Hierbei wurde die Rinde der Bäume abgeschält, worauf die Bäume verdorrten und
entweder abstarben oder mit Leichtigkeit durch Abbrennen zum Verschwinden gebracht werden konnten. </ul></tt>
<ul>Versuch einer Erklärung ...<tt>
Durch eine Art der Rodung, bei der man den Bäumen
die Rinde abgezogen hat und die dann geschwunden sind,
erhielt man einen besonders guten Boden. Dieser Rodungsort hies dann z.B.
Schwind, Schwand oder ähnlich und der Bauer dann der Schwindner oder Schwandner u.s.w.
... althochdeutsch ... leitet sich ab vom Zeitwort "swandjan".
Dies bedeutet "schwinden machen, durch Feuer ausroden".
Unter "swand, swant, swendi, swenden" verstand man die Rodung eines Waldes,
bei der minderwertiges Holz und Wurzelstöcke stehenblieben und schließlich
mit Hilfe des Feuers "verschwanden". Sprachbeispiel:
" den uualt suentan" = den Wald schwenden.
... schwenden, das ist "durch Absterbenlassen der Bäume gerodeter Wald",
"In der Landwirtschaft des Oberlandes gilt schwenden verzugsweise vom Wegschaffen hinderlicher Bäume,
Holzanflüge, Gesträuche, indem man sie durch Anhauen, Anbohren, Abschälen und dergleichen
erst absterben und verdorren macht, und dann wegräumt oder verbrennt."
</tt></ul>