Gesundheitsgefährdung (Angehörige)

Vera, Sonntag, 08.06.2008, 14:40 (vor 6426 Tagen)

Hallo zusammen,
als zwei Freundinnen einer Messie (wir haben davon erst vor zwei Wochen erfahren und die Wohnung gesehen) wissen wir nicht mehr weiter, bzw. drehen uns mit unseren Überlegungen im Kreis .
Unsere Freundin lebt in einer Mülltonne, soll heißen, sie entsorgt so gut wie nie ihren täglichen Hausmüll, "Gelbe-Sack"-Müll, Papier und Glasflaschen und Pfandflaschen - und das seit ca. 1 1/2 Jahren.
Ihre Wohnungsfenster sind mit Alu-Rollos und Decken oder Handtüchern verhängt, es hat sich Schimmel auf den Fensterscheiben ! gebildet. Bis auf die Alu-Rollos sind die Decken und Tücher "stockig", die Atemluft in der Wohnung entspricht dem Geruch auf einer Müllkippe, obwohl alle Fenster ständig "auf Kippe" stehen. Zwei Zimmer sind nur mit turnnerischer Höchstleistung begehbar, der Müll quillt aus dem Schlafzimmer zur Tür in den Flur hinaus, auf dem 140er-Bett ist ein Plätzchen (ca. 1x1 m) frei gelassen, wo sie schläft ! ,die restliche Bettfläche ist ebenfalls mit Müll übersät, der Rest des Raumes ist ca. 1 Meter hoch mit Müll voll.

Wir fragen uns nun, in wie weit diese Gesundheitsgefährdung für uns Anlass sein muss/soll, Hilfe zu suchen, auch wenn sie sich dagegen komplett sperrt. Die Teilnahme in einer SHG lehnt sie völlig ab, eine Therapie ebenso. Wir zwei Freundinnen sind die einzigen "Eingeweihten".

Wir sind keine medizinischen Profis, wissen aber auch, das Schimmelsporen, Pilze und Bakterien krank machen.
Was können wir tun, was habt ihr getan, kennt ihr Einrichtungen die nicht sofort den bürokratischen Gaul (das Wort
Schimmel wollte ich jetzt vermeiden) los schicken.

Einen schönen Sonntag euch allen
und liebe Grüße
Vera

Re: Gesundheitsgefährdung

anja, Samstag, 14.06.2008, 23:40 (vor 6419 Tagen) @ Vera

Hallo, Vera,
wenn Ihr ihr helft, erstmal nach und nach etwas Müll wegzubringen, möglichst, ohne daß die Nachbarn was merken?
Sie hat Euch eingeweiht, das heißt doch, daß sie Euch vertraut und Euch um Hilfe bittet.
viele Grüße,
anja

Re: Gesundheitsgefährdung

anja, Sonntag, 15.06.2008, 17:07 (vor 6419 Tagen) @ anja

Hallo, Vera,
ich hab nochmal drüber nachgedacht,
also:
Du hast ganz recht, Schimmel ist sehr ungesund.
Deshalb mein Vorschlag:
Bringt erstmal den Müll weg, der sich am einfachsten wegbringen läßt.
Und dann räumt das Schlafzimmer frei.
Dann hat sie zumindest erstmal nachts etwas frischere Luft,
damit ist dann schon viel erreicht.
viele Grüße,
anja

Re: Gesundheitsgefährdung

schoki, Donnerstag, 26.06.2008, 20:02 (vor 6408 Tagen) @ anja

Hallo, Vera,
ich hab nochmal drüber nachgedacht,
also:
Du hast ganz recht, Schimmel ist sehr ungesund.
Deshalb mein Vorschlag:
Bringt erstmal den Müll weg, der sich am einfachsten wegbringen läßt.
Und dann räumt das Schlafzimmer frei.
Dann hat sie zumindest erstmal nachts etwas frischere Luft,
damit ist dann schon viel erreicht.
viele Grüße,
anja

Hi!

Ich will dich nur bitten, dass du dir nicht zuviele Hoffnungen machst, das kann schnell nach hinten losgehn. Wenn sie das wirklich will, das wegräumen, dann funktioniert das wahrscheinlich, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie meistens einfach ihren Müll sosehr lieben, dass sie sich nicht davon trennen. Das ist dann krankhaft, und mit gut zureden kann man das nicht "heilen". Klar, man kann versuchen motivierend einzuwirken, aber erwarte dir nicht zuviel. Den Mess zu bekämpfen würde nur bedeuten die Symptome zu bekämpfen und nicht ide Ursache. Immerhin ist die Umwelt mit der man sich umgibt Teil des Selbstbilds. Was ich sagen will ist, dass das Chaos nicht einfach so passiert, sondern dass da eine Persönlichkeitsstörung dahinter steckt. Vielleicht könnt ihr sie motivieren zu einem Thearpeuten oder so zu gehen.

LG, schoki

Re: Gesundheitsgefährdung

Christoph, Dienstag, 17.06.2008, 17:12 (vor 6417 Tagen) @ Vera

Sehr geehrte Angehörige!
Wir sind eine TV-Produktionsfirma aus Köln und suchen Mitwirkende für ein neues, seriöses Aufräum-Format. Ein Team bestehend aus einem ausgebildeten Coach und einer psychologischen Beraterin sollen helfen, das Leben zwischen Stapeln und Kisten ein für allemal zu beenden. Nicht durch überfallartiges Ausmisten sondern gemeinsames Erarbeiten einer Strategie. Interesse? Dann melden Sie sich unter aufraeumen@netcologne.de

Hallo zusammen,
als zwei Freundinnen einer Messie (wir haben davon erst vor zwei Wochen erfahren und die Wohnung gesehen) wissen wir nicht mehr weiter, bzw. drehen uns mit unseren Überlegungen im Kreis ....
Unsere Freundin lebt in einer Mülltonne, soll heißen, sie entsorgt so gut wie nie ihren täglichen Hausmüll, "Gelbe-Sack"-Müll, Papier und Glasflaschen und Pfandflaschen - und das seit ca. 1 1/2 Jahren.
Ihre Wohnungsfenster sind mit Alu-Rollos und Decken oder Handtüchern verhängt, es hat sich Schimmel auf den Fensterscheiben ! gebildet. Bis auf die Alu-Rollos sind die Decken und Tücher "stockig", die Atemluft in der Wohnung entspricht dem Geruch auf einer Müllkippe, obwohl alle Fenster ständig "auf Kippe" stehen. Zwei Zimmer sind nur mit turnnerischer Höchstleistung begehbar, der Müll quillt aus dem Schlafzimmer zur Tür in den Flur hinaus, auf dem 140er-Bett ist ein Plätzchen (ca. 1x1 m) frei gelassen, wo sie schläft ! ,die restliche Bettfläche ist ebenfalls mit Müll übersät, der Rest des Raumes ist ca. 1 Meter hoch mit Müll voll.
Wir fragen uns nun, in wie weit diese Gesundheitsgefährdung für uns Anlass sein muss/soll, Hilfe zu suchen, auch wenn sie sich dagegen komplett sperrt. Die Teilnahme in einer SHG lehnt sie völlig ab, eine Therapie ebenso. Wir zwei Freundinnen sind die einzigen "Eingeweihten".
Wir sind keine medizinischen Profis, wissen aber auch, das Schimmelsporen, Pilze und Bakterien krank machen.
Was können wir tun, was habt ihr getan, kennt ihr Einrichtungen die nicht sofort den bürokratischen Gaul (das Wort
Schimmel wollte ich jetzt vermeiden) los schicken.
Einen schönen Sonntag euch allen
und liebe Grüße
Vera

Re: Gesundheitsgefährdung

BigBird, Dienstag, 24.06.2008, 10:49 (vor 6410 Tagen) @ Vera

Hallo zusammen,
als zwei Freundinnen einer Messie (wir haben davon erst vor zwei Wochen erfahren und die Wohnung gesehen) wissen wir nicht mehr weiter, bzw. drehen uns mit unseren Überlegungen im Kreis ....
Unsere Freundin lebt in einer Mülltonne, soll heißen, sie entsorgt so gut wie nie ihren täglichen Hausmüll, "Gelbe-Sack"-Müll, Papier und Glasflaschen und Pfandflaschen - und das seit ca. 1 1/2 Jahren.
Ihre Wohnungsfenster sind mit Alu-Rollos und Decken oder Handtüchern verhängt, es hat sich Schimmel auf den Fensterscheiben ! gebildet. Bis auf die Alu-Rollos sind die Decken und Tücher "stockig", die Atemluft in der Wohnung entspricht dem Geruch auf einer Müllkippe, obwohl alle Fenster ständig "auf Kippe" stehen. Zwei Zimmer sind nur mit turnnerischer Höchstleistung begehbar, der Müll quillt aus dem Schlafzimmer zur Tür in den Flur hinaus, auf dem 140er-Bett ist ein Plätzchen (ca. 1x1 m) frei gelassen, wo sie schläft ! ,die restliche Bettfläche ist ebenfalls mit Müll übersät, der Rest des Raumes ist ca. 1 Meter hoch mit Müll voll.
Wir fragen uns nun, in wie weit diese Gesundheitsgefährdung für uns Anlass sein muss/soll, Hilfe zu suchen, auch wenn sie sich dagegen komplett sperrt. Die Teilnahme in einer SHG lehnt sie völlig ab, eine Therapie ebenso. Wir zwei Freundinnen sind die einzigen "Eingeweihten".
Wir sind keine medizinischen Profis, wissen aber auch, das Schimmelsporen, Pilze und Bakterien krank machen.
Was können wir tun, was habt ihr getan, kennt ihr Einrichtungen die nicht sofort den bürokratischen Gaul (das Wort
Schimmel wollte ich jetzt vermeiden) los schicken.
Einen schönen Sonntag euch allen
und liebe Grüße
Vera

Warum hat sie Euch eingeweiht? Was erwartet/erhofft sie sich von Euch? Hat sie gesagt, ob sie bereit ist, von Euch Hilfe in kleinen Schritten anzunehmen?

Viele Grüße,
Christine

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