Simplify Newsletter - Aufschieberitis (Allgemein)

Odille, Freitag, 27.02.2009, 19:47 (vor 6162 Tagen)

kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Der Schreibtisch quillt über, der Terminkalender ist überfüllt, in der Post häufen sich die Mahnungen – was tun? Wenn dieser Zustand über mehrere Wochen und selbst in eher ruhigen Zeiten anhält, könnte ein tiefer sitzendes Problem dahinter stecken. Die folgenden Gedanken können Ihnen helfen, den tieferen Grund Ihres Planungsproblems zu ergründen.

Aufschieben – Kennzeichen von Qualität
Wenn Sie ein Aufschieber sind, gehören Sie in der Regel zu den guten, erfolgreichen Arbeitern. Sie liefern zum Teil sogar überragende Qualität. Das wissen Sie und die anderen. Die Erwartungen an Sie sind hoch, entsprechend stehen Sie unter Druck. In den Tiefen Ihrer Seele aber haben Sie Angst vorm Scheitern. Sie fürchten, die hohen Ansprüche zu enttäuschen, und steigern Ihre Anstrengungen ins Maßlose. Das will Ihr Unbewusstes verhindern, weil es besorgt ist um Ihren Leib und Ihr Leben. Es verleitet Sie daher dazu, sich mit anderem, Unwichtigem zu befassen. Und geht dabei ausgesprochen raffiniert vor: „Du bist super, du schaffst das doch alles in Rekordzeit, gönn dir vorher ein bisschen Muße“, flüstert Ihr Unbewusstes Ihrem Bewusstsein ins Ohr – das sich gern zu ein wenig Schlendrian überreden lässt.

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Verschieben Sie Ihr Leben nicht auf morgen!
Verschieben Sie häufig Dinge, die Sie gern tun würden, auf später, weil Sie im Moment keine Zeit dafür haben? Hoffen Sie insgeheim, dass Sie irgendwann mal so viel verdienen, so glücklich oder so selbstbewusst wie andere sind? Verschieben Sie Ihr Glück nicht auf später.
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Aufschieben – Notbremse der Seele
Damit erreicht das Unbewusste sein Ziel: Sie gönnen sich tatsächlich Ruhe. Viele bezeichnen diese Art von Unbewusstem als „inneren Schweinehund“: jener Teil von Ihnen, der lieber alle Viere von sich streckt wie ein gemütlich herumliegender Hund. Die manchmal lebensrettende Bremswirkung Ihres Unbewussten wird vom Bewusstsein aber meist als störend empfunden. Es ist nicht leicht, die Balance zu finden zwischen nützlichem Pausieren und gefährlicher Verweigerung.

Aufschieben – destruktive Energie
Das schützende Eingreifen des Unbewussten hat auch eine gewaltige zerstörerische Kraft: Sie verschieben die Aktion, gleiten ab in Trödelei und Resignation. Sie beginnen bereits zu scheitern. Ihr eigenes Verhalten demütigt Sie, und die tief in Ihnen wohnende Angst hat ihre Absicht bald erreicht: Sie verfehlen Ihre Ziele und stürzen sich selbst vom Thron.

Typische Fehler und Gegenmittel
Aufschieberitis ist nicht Faulheit. Faule sind mit wenig zufrieden. Aufschieberitis ist die Krankheit der Fleißigen, denen das Erreichte nicht genügt. Ihr wahrer Feind ist Ihre Angst, vor sich selbst oder anderen schlecht auszusehen. Deshalb heißt die Lösung: Akzeptieren Sie Ihre Probleme, ohne sich zu schämen oder zu verbannen. Das gibt Ihnen Kraft, etwas auszuprobieren, das Hilfe verspricht. Hier die 5 wichtigsten Methoden:

Vielstop statt Nonstop
Fehler: Ihre Arbeitseinheiten sind überlang und ohne Pausen. Besser: Zwingen Sie sich zu regelmäßigen Unterbrechungen, in denen Sie aufstehen, den Raum verlassen oder zumindest ans Fenster gehen und den Himmel betrachten.

Entschleunigung statt Hektik
Fehler: Sie konzentrieren sich nur auf das Ergebnis, vernachlässigen aber die Genauigkeit bei der Durchführung. Besser: Bemühen Sie sich, auch Details zu lieben. Müssen Sie etwas von Hand ausfüllen, schreiben Sie deutlich und nicht zu schnell. „Langsames“ Arbeiten kann unterm Strich Ihre Effizienz enorm erhöhen, weil es Ihnen das Gefühl nimmt, gehetzt und fremdbestimmt zu sein.

Kontakt statt Routine
Fehler: Sie schweifen ab zu Routineaufgaben mit geringerer Priorität, weil die ein schnelleres Ergebnis versprechen. Besser: Arbeiten, bei denen Sie von anderen bewertet werden (Rede schreiben, Projektplan erstellen), stehen besonders in der Gefahr, aufgeschoben zu werden. Zugleich sind dies aber die Tätigkeiten, die für Ihren Erfolg besonders wichtig sind. Tipp: Nehmen Sie (persönlich oder per Telefon) Kontakt auf mit dem, der Ihre Arbeit beurteilen wird. Sobald eine zwischenmenschliche Verbindung besteht, wird es Ihnen leichter fallen, sich wieder der aufgeschobenen Aufgabe zu widmen.

Jetzt statt „dann, wenn“
Fehler: Sie haben unrealistische Ansichten über die Voraussetzungen Ihrer Arbeit. Sie meinen, besonders motiviert oder inspiriert sein zu müssen. Besser: Warten Sie nicht auf die optimalen „vibrations“, sondern beginnen Sie jetzt. Setzen Sie sich erreichbare, aber klare Fristen: In der nächsten Stunde erledige ich die 3 unangenehmsten Anrufe.

Weniger statt mehr
„Nimm dir doch weniger vor!“ Diesen Tipp hören Aufschieber häufig, aber stets gerät er für sie zur Lachnummer. Der Fehler liegt hier nicht beim Aufschieber selbst, sondern bei seinen Ratgebern. Der Vorwurf „Du machst zu viel!“ nährt die Versagensangst des Aufschiebenden. Er hört die Botschaft so: „Du versagst überall – bei der Auftragsannahme, bei der Einteilung deiner Zeit, bei der Pünktlichkeit!“ Besser: Erkennen Sie die Arbeit des an Aufschieberitis Leidenden ohne Vorbehalte und Vorwürfe an. Ermutigen und wertschätzen Sie ihn. Damit erlösen Sie ihn endlich von der Angst vor dem Versagen und eröffnen ihm einen Weg aus dem Teufelskreis.

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Quelle: Simplify Your Life

Re: Simplify Newsletter - Aufschieberitis -- mit link

Odille, Freitag, 27.02.2009, 19:50 (vor 6162 Tagen) @ Odille

sorry, hab nicht gesehen, dass ein Link da drin versteckt war: wer sich dafür interessiert: Erfolgsmesse

LG, Odille <-- die findet, man muss nicht unbedingt auf so ne Messe gehen, um Erfolg zu haben - aber wenn ich schon zitiere, dann auch mit dem Werbungslink

Re: Simplify Newsletter - Aufschieberitis -- mit link

MaZe, Freitag, 27.02.2009, 22:41 (vor 6162 Tagen) @ Odille

schon die ersten zeilen sind mir sympathischmal später reinklicken - war lange nicht mehr hier [image]
LG*M

Re: Simplify Newsletter - Aufschieberitis

Paladin, Samstag, 28.02.2009, 03:59 (vor 6162 Tagen) @ Odille

Moin Odille,

ich sag's mal sehr knapp und direkt: das ist Geschwafel
Und mit diesem Geschwafel wollen die Leute eben Geld verdienen
Den wahren Grund für Verschieberitis kann nur eine seriöse persönliche Situationsanalyse liefern und kein Käseblatt
Ich für mich weiß mittlerweile, was bei mir die ursächlichen Gründe dafür sind, und die fehlen in der Simplify-Auflistung komplett. Und ich weiß mittlerweile auch, daß es für mich kaum eine Möglichkeit gibt, die Aufschieberitis zu eliminieren...

Und diese Gründe kenne ich seit November 2008 nach einer ausführlichen Untersuchung in der Poliklinik für Psychiatrie in Hannover.
LG vom Paladin

Für die Direktheit...(war: Simplify Newsletter - Aufschieberitis)

MarLe, Samstag, 28.02.2009, 09:51 (vor 6162 Tagen) @ Paladin

Morgen Paladin,
für dein Gerade raus denke ich dir.
Marlene

Re: Für die Direktheit...(war: Simplify Newsletter - Aufschieberitis)

Paladin, Samstag, 28.02.2009, 17:00 (vor 6162 Tagen) @ MarLe

Morgen Paladin,
für dein Gerade raus denke ich dir.
Marlene

Moin Marlene,

das ist für so eine Situation ADS/Aspi-typisch... [image]

LG vom Paladin

Re: Simplify Newsletter - Aufschieberitis

Odille, Samstag, 28.02.2009, 12:02 (vor 6162 Tagen) @ Paladin

Moin Paladin!

ich sag's mal sehr knapp und direkt: das ist Geschwafel

Och, ICH finde, der eine oder ander sehr gute Kernsatz bzw. Gedankenansatz steckt drin.

Und mit diesem Geschwafel wollen die Leute eben Geld verdienen

Ja. Und? Was ist daran verwerflich? Abgesehen davon, gabs die Gedankenansätze hier ja umsonst.

Gibt sogar Leute, die verdienen Ihr Geld damit, indem sie bei Messies aufräumen.

Ich finde nicht alles von Simplify toll, habe aber gelernt - grundsätzlich - mir die für mich interessanten Sachen rauszuziehen.

LG, Odille [image]

Re: Simplify Newsletter - Aufschieberitis

Paladin, Samstag, 28.02.2009, 17:06 (vor 6162 Tagen) @ Odille

Moin Odille,

>Och, ICH finde, der eine oder ander sehr gute Kernsatz bzw. Gedankenansatz steckt drin.

das mag ja durchaus sein. Ich finde allerdings viele der angesprochenen Dinge irritierend und widersprüchlich. Damit kann ich nix anfangen. Daher erkenne ich dort eigentlich nur irgendwelches Geschwafel
>>Und mit diesem Geschwafel wollen die Leute eben Geld verdienen>Ja. Und? Was ist daran verwerflich? Abgesehen davon, gabs die Gedankenansätze hier ja umsonst.

Im Grundsatz nix... Mich stört, daß den Leuten eine Art Allheilmittel angepriesen wird, was aber letztendlich nicht geleistet wird und auch nicht geleistet werden kann
>Gibt sogar Leute, die verdienen Ihr Geld damit, indem sie bei Messies aufräumen.

Kommen mir nicht ins Haus
LG vom Paladin

Uhrheberrecht?

Babette, Samstag, 28.02.2009, 12:35 (vor 6162 Tagen) @ Paladin

Hallo,

darf man sowas überhaupt hier einstellen? Ich meine, wegen Copyright und so weiter?

Babette

Re: Uhrheberrecht?

Paladin, Samstag, 28.02.2009, 16:57 (vor 6162 Tagen) @ Babette

Moin Babette,

im Prinzip ja, aber
Dies ist nur dann zulässig, wenn es sich dabei um Teilzitate unter Angabe der Quelle handelt. Dies ist hier der Fall... Sonst hätte ich das auch schon beanstandet
LG vom Paladin

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