Re: Taschengeld (Allgemein)

Sakem, Mittwoch, 16.07.2008, 13:42 (vor 6664 Tagen) @ Mira

Taschengeld ?
So viel EURO wie sie alt sind!
1.-6. Klasse:
Wöchentliche Auszahlung
Beispiel: ein 8jähriger bekommt in der Woche 8,00 EUR


Hallo Sakem,
meinst du wirklich pro Woche oder eher pro Monat? Also für Grundschulkinder finde ich z.B. 8,00 € pro woche zuviel, es sei denn Papi ist Millionär und schmeiß tmit dem Geld um sich. ;) Ein Monat hat etwa 4,5 Wochen, das bedeutet 36,00€ pro Monat für ein achtjähriges Kind zur freien Verfügung? Oder sollte dann davon auch das komplette Schulzeug bezahlt werden?
Hm, eigentlich statten wir ja die Kinder mit allem aus, was sie brauchen: Essen, Kleidung, Schulzeug usw.
Das Taschengeld ist wirklich für den privaten Spaß oder -wenn Kind das möchte- zum Sparen.
Eine Frage, die ich ganz interessant finde ist, soll ich eher nach Alter gehen oder nach Klassenstufe. Bei uns gibt es schon in der Grundschulklasse Altersunterschiede von etwas 2,5 Jahren. Ist dann für jüngere Kinder natürlich blöd, wenn sie deutlich weniger bekommen, als ältere Klassenkameraden.

Hallo Mira,

Schon richtig: bei Grundschülern würde ich das Taschengeld
wöchentlich ausszahlen.
Ein 7jähriger bekommt 7,00 EUR pro Woche und muss
davon Verbrauchsmaterialien während des Schuljahres selbst bezahlen.
Eine Grundausstattung gab es bei uns am Schuljahresbeginn.
Alle verbummelten oder beschädigten Teile musste es selbst ersetzen, vom Taschengeld.
Wenn es für jedes neue Thema eine neue Seite im Heft beginnt, dann muss es
sich selbst ein neues Heft kaufen, vom eigenen Taschengeld.
Das lernen sie dann ganz schnell, dass man auf sein Zeug aufpassen muss und
sparsam damit haushalten sollte. Ansonsten bleibt nichts für Leckerlies übrig.

Eine Kugel Eis kostet beim Eismann schon 0,70 EUR. Und ein Glitzerstift oder
Comicheft 2,00 EUR. Dann noch was sparen. Da bleibt nicht viel übrig von 7,00 EUR.
Ich ließ mich dann aber beim Einkauf an der Kasse nicht erweichen.
Es war ein entspanntes Einkaufen.

Es gab nur die üblichen Sweeties und Kekse.
So lernen sie auch den Unterschied von Grundversorgung
und Luxus/Genuss besser kennen.
Die Brause gab es eben nur zu besonderen Anlässen.
Heute trinken sie gern Mineralwasser.
Und genießen mal eine Cola.

Wie sollen die Kinder den Umgang mit Geld lernen,
wenn man ihnen keines zur Verfügung stellt?

"Wenn ich Geld brauche gehe ich zu Mami und Papi"
kann schnell zum Kreditverhalten führen.
Besser finde ich es, den Kindern das Sparverhalten beizubringen,
damit sie in Notzeiten nicht auf Kredite und Ratenkäufe angewiesen sind.

Wieviel Geld gibst du den Kindern nebenbei?
Das summiert sich auch mit der Zeit.
Die Kinder gehen zur Schule. Das ist ihre gesellschaftliche Aufgabe/Arbeit.
Die sollte auch honoriert werden.

Deshalb gab es bei uns auch erst mit der Einschulung das erste Taschengeld.
Es gab auch NIE Vorschuss!!
Man kann nur das Geld ausgeben das man hat.
Alles andere würde zu Konsumkrediten und Schulden führen.
Je eher man das begreift, desto leichter hat man es im späteren Leben.
Es ist viel schwieriger einen Schuldenberg abzubauen,
als regelmäßig 10% von Einkommen zu sparen.
Als Belohnung gibt es dann noch Zinsen.

Wenn meine Kinder besondere Wünsche hatten,
die nicht zum Geburtstag oder Weihnachten erfüllt wurden,
mussten sie selbst 50% der Kaufsumme dazusteuern.
So lernten sie den Wert der Sachen schätzen.

Es gibt natürlich immer Ausnahmen.
Und die sollen dann auch als solche zu erkennen
und zu würdigen sein.

Sakem


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