Re: Gedankenspirale (Allgemein)

MarLe, Donnerstag, 24.09.2009, 10:57 (vor 5954 Tagen) @ Micha

<font size=-1>>Ausgebremst durch Tausendundeinen Gedanken >WIE kommt man raus aus dieser Gedankenspirale ?

Was macht ihr in solchen Situationen / in so einem Fall ?</font>

Guten Morgen Micha,
deine Fragen find ich nicht so einfach.
Kommt drauf an.

Aber das hilft dir nicht weiter.
Stimmt aber, das Mittel/der Umgang, wie es immer klappt, fehlt mir.
---
<font color=blueviolet>>Ausgebremst durch Tausendundeinen Gedanken >WIE kommt man raus aus dieser Gedankenspirale ?></font color>

...mhmDas kommt sich auf die Gedanken an und darauf, was abgebremst wird. *find
Wenn sich die Spirale um traurige Dinge dreht, sich runterschraubt,
dann brauch ich einen Cut, einen Schnitt.
Das bedeutet ganz klar: Unterbrechung, Veränderung.
Aber, das heißt eben auch, dass ich nicht weitermachen kann.
Habe ich geplant z.B. meine Liste nach der Reihe abzuarbeiten und ich merke
das geht nicht, die Gedanken bremsen mich aus, dann ist mir gleichzeitig klar,
wenn ich die Gedanken beeinflusse geht es trotzdem nicht weiter mit dem Plan.
Zumindest nicht sofort, nicht gleich.
Auch wieder eine Entscheidung, die mir nicht schwer fällt, denn diese Art von
Gedankenspirale "muss" ich unterbrechen.

Es gibt daneben auch noch andere Gedanken, z.B. Probleme wälzen, mich ablenken lassen,
sprunghaft und ohne Konzentration
Am schwierigsten empfinde ich die erste Kategorie.

<font color=blueviolet>>WIE kommt man raus aus dieser Gedankenspirale ?></font color>
Grundsätzlich: Unterbrechung und/oder Veränderung (m.M.)

<font size=-1>>Was macht ihr in solchen Situationen / in so einem Fall ?</font>
Das kann unterschiedlicher Art sein.
Manchmal hilft mir z.B. ein Bad nehmen, für mich sorgen, Joghurt essen (übrigens: es gibt schon Mandarinen!),
Nägel schneiden, rausgehen nach draußen. Einkaufen vorziehen.

Manchmal hilft es schon eine Nummer kleiner: Mich mit einem Milchkaffee, Cappu
- also etwas zum genießen -
hinfläzen (= umgangssprachlich: nachlässig sitzen; sich hinlümmeln)
und das Radio anschalten.
(Radio, weil da einfach kommt, was gespielt wird.Ich kann das nicht beeinflussen.
Also einlassen. Meist kommt irgendeine Musik, die mir dann gut tut.)
Diesen Überraschungseffekt erziele ich nicht, wenn ich mir bewußt selber Musik auswähle.

Mich stur an meine Liste halten, ist in bestimmten Zeiten ein Mittel.

Ich habe ein "Notfallköfferchen", dass ist ganz einfach eine Liste mit Dingen,
die ich tun kann und die mir gut tun.
Dagegen habe ich auch eine, mit Dingen, die mir auf gar keinen Fall gut tun, bzw. mich
noch mehr runterziehen oder unzufrieden machen. Also Dinge, die ich auf gar keinen Fall
machen sollte.
Hört sich bestimmt komisch an, aber in manchen Situation hilft mir das.
Vor allem mir die 2. Liste ganz bewußt zu machen.
(Ich weiß ja, was mir nicht gut tut - aber wissen und tun ... *grins)

Oft ist es eine ganz klare Entscheidung, die mir hilft.
Mich ganz klar z.B. dafür zu entscheiden: Heute geht nichts, also mache ich nichts.
Ich setz mich jetzt einfach hin und lese. Egal wie lange. -Punkt-
*lächel* komischerweise geht dann oft doch noch einiges und vor allem viel besser,
als ob ich mich rumquäle. Klar, ich verliere Zeit. Die würde ich aber auch
verlieren, wenn ich versuche weiterhin das zu tun, was bislang ja auch nicht ging.
Nur eben ist es eine klare Entscheidung, ich finde, für mich.

Es gibt auch Zeiten, in denen kaum was funktioniert. *zugeb
Dann kann es mir helfen, einfach nur eine Hand oder einen Fuß in Bewegung zu versetzen.
Fuß kreisen lassen.
Das läßt diese Unbeweglichkeit aufbrechen.

Auspowern, ist auch ein Mittel, dass nicht immer hilft.
Treppen laufen, rennen. Das löst die Spannung.
Und läßt kaum Zeit und Raum für Gedanken.
(Außerdem schüttet der Körper dabei Hormone aus, die gut tun.)

Licht, auch ein Punkt.
Obwohl ich das eher vermeiden möchte, es hilft sehr, viel Licht und Helligkeit zu haben.
Mir ist dann klar, dass ich das nicht schaffe in der Wohnung umzusetzen, ich mag oft gar
nicht erst die Rollos hochziehen.
Da hilft es nur, nach draußen zu gehen, denn da ist (!) Licht und ich kann (fast) jederzeit
entscheiden, wann ich es anders haben möchte (=und wieder reingehen).
Allerdings funktioniert das nicht so ganz einfach, ich brauche zum rausgehen einen Grund.
Ein recht nahes Geschäft ist eine Bäckerei. Mir also ein Brötchen kaufen ist so ein Grund.

Duftkerze oder Duftöl, manchmal hilfreich.
Laut mitsingen, ebenso.
Takt auf dem Tisch mittrommelnEntspannungsübungen, Meditation.Malen, basteln, umdekorieren
Und dann gibt es auch noch das:
Sich vor den Spiegel stellen, lachen, bzw. selber anlächeln und dabei sagen:
"Mir geht es schlecht" oder "ich bin sooo traurig"
Versuch das mal, und dich dabei selber im Spiegel anzulächeln.
Nicht bloss, dass man sich dabei bescheuert vorkommt, irgendwann kann man es sich selber
nicht abkaufen.
===============
Hatten wir nicht im Wiki einmal eine Faden?

Lieben Gruß
Marlene


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