Re: Besitz belastet (Allgemein)

Xandria, Donnerstag, 21.08.2008, 17:06 (vor 6628 Tagen) @ Sakem

Hallo Sakem,

setze mich mal mit meiner Antwort hierdrunter!

Ich habe den Film erst später eingeschaltet (gestern war Actionday) und auch nur nebenbei verfolgt.

Drei Punkte in dem Film haben mir echt wehgetan:

1. Wo sie die Nacht vor der Geburtstagsfeier ihrer Tochter versucht hat die Wohnung aufzuräumen.
Erst ließ sie sich ablenken, dann hat sie in aller Eile versucht noch zu retten was zu retten ist und schlussendlich "versagt".

Ganz besonders fiel mir die immer wiederkehrende und abgeänderte Zeiteinteilung schmerzhaft auf. " Erst das Zimmer, dann das Zimmer und dann 2 Stunden schlafen." AAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUUUAAAAAAAAAAAAAAAAAA. Da hab ich mich selbst ganz deutlich wiedererkannt. So habe ich zu meinen schlimmsten Zeiten die Nacht vor dem Tag an dem ich Besuch erwartete verbracht. Bei mir ist dann letztendlich alles im Schlafzimmer gelandet Türe zu und das wars!Erinnert mich an den Vorschlag der Tochter im Film: "wir lassen ein Zimmer verschwinden....."

2. Die Szene wo sie vom Vater im Badezimmer eingeschlossen wurde, damit die Familie aufräumen konnte.... Spontaner Gedanke: "Ey,das geht ja gar nicht! Das ist Freiheitsberaubung! Ich "würde" die Türe einschlagen."

Erinnert mich an ein Erlebnis das ich mit meinem Vater und meinem Badezimmer hatte.... Meine Eltern kamen auch mal unangemeldet in meiner Abwesenheit in meine Wohnung (Mutter hatte den Ersatzschlüssel). Ich hatte das dreckige Geschirr in der Badewanne gebunkert. Als ich nach Hause kam, waren sie schon weg und ich sollte meine Mutter anrufen! Hatte dann aber meinen Vater am Apparat. Der hat mich so niedergemacht, dass ich ohne mit meiner Mutter zu sprechen einfach wieder aufgelegt habe. Meine Mutter rief mich dann an und fragte auch noch, warum ich aufgelegt hätte. Hat dann mit meinem Vater ins selbe Horn getutet nur mit nicht so krassen Worten.

3. Die Szene wo sie nach der Aufräumaktion der Eltern in der Badewanne lag und geweint hat.

Erinnerte mich nach dem Moment als meine Freunde nach beendeter Entrümpelungsaktion nach Hause gegangen waren. Da kamen mir auch die Tränen. Das war einfach nicht mehr meine Wohnung.

Was das Ende anbelangt! Da stimme ich dir zu, dass das Quatsch war. Wenn all die schönen Messie-Ratgeber helfen würden und wir ungeöffnet Kisten aus dem Fenster schmeißen - würde es uns Messies gar nicht geben. Außerdem glaube ich auch nicht, dass Normalos oder gar Cleanies Umzugskartons mit ganzem Inhalt unbesehen entsorgen würden (warum dann wir). Aber vielleicht sollte das Ende auch ausdrücken, dass sie nicht aufgrund der Anforderung von anderen aufräumt, sondern, dass sie die Sache selbst in die Hand nimmt und selbst entscheidet. (Tochter: "Morgen räumst du auf, ja?" Sie: "NEIN! Dieses Versprechen werde ich nie halten können, aber......ICH nehme diesen Karton und werde ihn nicht vermissen.").

Für uns Messies schon ein sehr schwer zu verstehendes Ende. (Ich sage NEIN zu den Ansprüchen und Anforderungen der anderen und ENTSCHEIDE SELBER!) Wie sollen es dann sog. Normalos oder Cleanies verstehen?


Gruß Xandria


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