Re: Text gefunden zu: Verwahrlosung/Vermüllung (ohne den Messiebegriff) (Allgemein)

Katta, Freitag, 29.08.2008, 10:22 (vor 6338 Tagen) @ Peter

Hallo Peter,

den Text habe ich gerade gelesen, immer noch lese ich fast alles, was zum Thema gehört, mit Interesse,
gerade auch, um mein eigenes Herangehen immer wieder neu zu erfinden.

Und gerade dieser Text bestätigt mir einmal mehr, daß es "den" Messie gar nicht gibt, sondern völlig verschiedene Arten,
Messie zu sein, oder sich als Messie zu fühlen oder als Messie bezeichnet zu werden.
Verwahrlosung ist eine davon.
Das Gefühl, nach längerer Arbeitslosigkeit oder Schicksalsschlägen zu resignieren, kann ich mir gut vorstellen,
habe ich so aber noch nicht erlebt.

Bei vielen ist es ja gerade das Gegenteil: Der Haushalt wird nicht vernachlässigt, sondern besonders intensiv gepflegt.
Aber eben nicht immer erfolgreich - an der einen Stelle zuviel, für den Rest reicht dann die Zeit und Kraft nicht mehr.

Viele Sachen zu haben, muß auch nicht unbedingt mit Sammelzwang zu tun haben und schon gar nicht mit "Vermüllung".
Hobbymaterial z.B. oder bestimmte Sammlungen sind nichts ungewöhnliches, schwierig wird es erst bei zu vielen Hobbies oder gleich mehreren Sammlungen.
Das hat meiner Ansicht nach nichts mit "Vermüllung" zu tun.
Man kann schon das eine sammeln und das andere wegwerfen, das was als "Vermüllung" immer mal gezeigt wird, also gar nichts mehr wegwerfen,
ist meiner Ansicht nach etwas ganz anderes.

Aber, was ich dich gern fragen wollte; du hast ganz nebenbei deine Situation mit der räumlichen Trennung erwähnt.
Falls es dir nicht zu persönlich ist, würden mich deine/eure Erfahrungen damit interessieren.

Ich selbst habe noch nie allein gelebt, ich bin vom Elternhaus ins Wohnheim (4-erzimmer) und dann gleich in unsere eigene
"Familienwohnung" gezogen.
Es gab zwischendurch auch immer mal eine beruflich bedingte "Wochenendbeziehungsphase", aber ich habe auch schon darüber nachgedacht,
ob ich vielleicht alleine besser zurechtkomme?
(Im Moment ist das natürlich schon wegen der Kinder nicht machbar, nicht mal versuchsweise) aber der Gedanke beschäftigt mich schon.
Deshalb bin ich neugierig, wie das bei anderen funktioniert - falls du darüber erzählen möchtest.

Gruß, Katta


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