Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes (Allgemein)
Hallo Astarte,
nachstehend möchte ich dir als Außenstehende!!! nur mal meine Sicht der Dinge unter Einbeziehung deiner vorherigen Postings darlegen. Vielleicht hilft dir das beim Treffen einer Entscheidung.
Es ist immer noch die Frage OB ich aktiv werden soll oder es mir - nach so einer Trennung unter aller Sau (pardon!) - egal sein lassen soll. Ganz ehrlich gesagt, kann ich mir den Stress derzeit auch nicht erlauben und muss sehen, wie ich selbst auf die Füße komme.
Klarer Fall zu erst kommst Du und das Kind, aber du hast in deinen vorherigen Postings immer wieder geschrieben, dass du dir Sorgen machst, dass er keinen hat, der sich sonst um ihn kümmert u.s.w. Damals habe ich dir geraten - gerade weil er die Trennung von dir wollte (und nicht umgekehrt) dir alles am hinteren Süden vorbeigehen zu lassen. Frage ist, wenn du nicht reagierst was passiert dann? Und wenn das Schlimmste eintritt was du dir vorstellen kannst - du erwähntest mal, dass er auch selbstmordgefährdet ist - kannst du damit leben? Wie sehr machst du dich für sein Leben noch verantwortlich? Damit du dir später nicht eventuell Vorwürfe machst (ach hätte ich doch...) solltets du mit so geringen Aufwand wie möglich reagieren. Dann hast du aber reagiert und kannst dann sagen (ich hab doch versucht...gemacht... etc.).
Unsicher machen mich - neben inzwischen entsprechend verhärteten Fronten und Verbitterung - dabei dabei folgende Dinge:
a) Ich bin "nur" die Noch-Ehefrau
Du bist die Noch-Ehefrau - ihr seid immer noch verheiratet. War es nicht mal so, dass Eheleute für die in der Ehe entstandenen Schulden gemeinsam aufkommen müssen, d. h. wenn dein Mann nicht zahlt - musst du zahlen. Warum gilt das dann nicht auch für gemeinsame Rechte. Auch als Noch-Ehefrau hast du doch das Recht dich um das Wohlergehen deines Mannes zu sorgen.
b) Er verbittet sich explizit jede Einmischung (schon vorher). Er wird mit tödlicher Sicherheit ziemlich sauer sein, und das wird die Fronten nur noch mehr verhärten, wo ich doch eher Einigungen anstrebe.
c) Es könnte sein, dass er sehr hartnäckig Lügen erzählt, vielleicht auch weil er's selbst glaubt, evt. auch mit Unterstützung des Betreuers, den er sich bereits entsprechend manipulierte.
c) In seinem - sagichjetztmal - "Wahn" findet er den Betreuer richtig gut und als "den einzigen, der auf meiner Seite steht." Natürlich findet er es gut, dass er weiterhin seine Vermeidungsstrategien frönen kann und sich dabei auch noch darauf berufen kann: "Guck, ich hab Betreuer, ich tue ja was. Und der meint auch...Also: Klappe halten."
Da ihr ja getrennt seid kann es dir tatsächlich am hinteren Süden vorbei gehen was dein Noch-Mann denkt oder ob er sauer ist. Wichtig ist was DU für richtig empfindest. Glaubst du allen Ernstes noch an eine Einigung? nach deinen Schilderungen scheint der Zug in meinen Augen auch als nur Außenstehende schon längst abgefahren zu sein.
Ich erwäge nun aber - aufgrund dringender Empfehlung des Jugendamtes - das Besuchrecht zum Kind auch offiziell per Gewicht zu untersagen. Bisher ist das absolute Kontaktverbot nur mündlich, aber da er ja krankhaft jedweder unangenehmen Situation aus dem Weg geht, hält er sich dran.
Wer hat das Kontaktverbot ausgesprochen? Du oder das Jugendamt? So ein Kontaktverbot kommt ja nicht wegen nichts zustande. Da muss die Situation schon sehr schlimm sein. Willst du wirklich eine Einigung mit Ihm? Ist das auch im Sinne deines Kindes?
Wenn ich ohnehin einen Anwalt einschalten muss, sozusagen schon mal dabei bin, erwäge ich all diese anderen Dinge gleich ebenfalls über den Anwalt zu regeln. Beispielsweise den Anwalt die Akten vom Amtsgericht anfordern zu lassen und Anforderung eines psychologischen Gutachtens. Kommt - glaube ich - ohnehin besser als von mir Privatperson. Oder was meinst Du / meint Ihr?
Das stimmt. Ich selbst bin Anwaltsgehilfin. Es bewirkt schon mehr, wenn ein Anwalt schreibt, als wenn man als Privatperson schreibt. Wenn du eh schon einen beauftragen musst, kannst du dich im Betreuungsfall deines Mannes zumindestens beraten lassen. Aber Akten vom Amtsgericht anfordern lassen und Anforderung eines Gutachtens ist meines Erachtens schon zu viel des Guten. Das kostet ja auch alles Unsummen an Geld. Ein Schreiben an den für den Fall deines Mannes zuständigen Richter des Amtsgerichtes von deinem Anwalt würde wahrscheinlich auch genügend.
Außerdem überlegte ich: Selbst wenn dieser Betreuer nur für das Vermögen eingesetzt wurde, also am eigentlichen Problem vorbei, dann mangelt es ja immer noch an der "richtigen Betreuung", die diese Polizistin damals wohl eigentlich bewirken wollte.
Das kann man aber nachträglich ändern, wenn dem Gericht bekannt ist, dass der Betreuungsbedarf da ist. Man muss dem Gericht/ dem zuständigen Richter das aber bekannt machen. Wie ist eigentlich damals die Begutachtung abgelaufen?
Ich selbst traue mir nicht zu, da etwas zu bewirken. Aber vielleicht könnte da ein Anwalt hilfreich sein?
Du kannst mehr als du denkst - Frage ist, willst du es tun? Lass dich von deinem Anwalt beraten, er wird schon wissen was zu tun ist bzw. was Sinn macht.
Gruß Xandria
Ash
gesamter Thread:
- Eure Erfahrungen mit Sozialbetreuern -
Astarte,
23.07.2008, 11:17
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes -
Peter,
23.07.2008, 15:44
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes -
Astarte,
23.07.2008, 19:13
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes -
Peter,
24.07.2008, 19:37
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes -
Astarte,
24.07.2008, 22:09
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes -
Xandria,
25.07.2008, 13:05
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes -
Astarte,
25.07.2008, 14:32
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes - muecke, 25.07.2008, 16:26
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Xandria,
25.07.2008, 16:29
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes - Astarte, 25.07.2008, 17:35
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes -
Astarte,
25.07.2008, 14:32
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes -
Xandria,
25.07.2008, 13:05
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes -
Astarte,
24.07.2008, 22:09
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes -
Peter,
24.07.2008, 19:37
- Re: betreutes Wohnen - Peter, 24.07.2008, 20:11
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes -
Astarte,
23.07.2008, 19:13
- Re: Ein Sozialbetreuer ist etwas anderes -
Peter,
23.07.2008, 15:44