Re: Hausfrauen und der Burnout-Test (Allgemein)

Astarte, Sonntag, 31.08.2008, 20:27 (vor 6342 Tagen) @ Sternenfee

Hi!

Ja, ich weiß genau was Du meinst. Ellenlange, mitterweile nach unten verschobene Beiträge zwischen mir und Sabine belegen, dass ich just im Moment in exakt so einer Situation bin. Wortwörtlich. Und um ehrlich zu sein, ist es mir einerseits egal, ein klein wenig wie Trotz ("I moag jetzt nimmer. Ende! Egal wie unvernünftig das ist oder ob ich mir alles versaue") während anderseits die Zeit gegen mich läuft und neuen Druck anhäuft.

Dennoch sehe ich einen Unterschied zum Hausfrauen-Dasein bzw. zwischem äußerem und innerem Druck. Ob wirklich zu viel auf einem lastet (von außen) oder die innere Belastbarkeit durch psychische Faktoren "Perfektionsimus", "Depressionen",
"Unterforderung etc.)" in Mitleidenschaft gezogen ist. Laut einem anderen Psychotest bzw. Artikel lebte ich jahrelang (!) unter der 5 bis 6fachen psychischen Belastung eines durchschnittlichen Menschen. Dafür ist meine Belastbarkeitsschwelle anscheinend erstaunlich hoch, wie ich mir habe sagen lassen (u.a. von einem Psychologen, den ich aufsuchte), da viele andere es nie so lange durchgehalten hätten. Meinem Ex hingegen war - böse gesagt, aufgrund inwendiger Probleme - die Hälfte oder ein Viertel der durchschnittlichen Belastbarkeit bereits zu viel. Gelitten haben wir am Ende wohl gleich, aber die Ursachen sind wohl unterschiedlich. Ich denke, das macht schon ein Unterschied.

Ich selbst bin keine reine Hausfrau, nie gewesen. Aber ich vermute mal, dass viele widersprechen würden (*vermut*)dass Hausfrauen-Sein mit dem Heimurlaub von Berufstätigen zu vergleichen ist.

Warum der Test nicht auf mich persönlich nicht zutrifft, liegt schon daran, dass ich in zwei sehr unterschiedlichen Welten zu Hause bin. Wenn ich in vorlesungsfreien Zeiten nur zu Hause war und nach dem Aufwachen an die Hausarbeit dachte, kam ich nicht aus dem Bett. Wenn ich im Studium gefördert wurde, lief ich auf Hochtouren. Während das eine mir Energie raubte, ließ mich das andere aufblühen. Es gibt deswegen für mich bei vielen Fragen kein deutliches "Ja" oder "Nein". Ich kann höchstens "manchmal" ankreuzen, aber das wird der Frage dann auch nicht gerecht.

Gruß,
Astarte


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