Re: fremdbestimmt? (Allgemein)

BigBird, Mittwoch, 23.07.2008, 15:55 (vor 6382 Tagen) @ Odille

Klar ist das Ding mit nervtötenden Verhaltensweisen anderer verbunden. Man denke an die schlauen Sprüche der lieben Eltern, die einen mit genau dem Spruch mitten aus einer Beschäftigung raus gerissen haben, nur wegen einer Banalität, die nun wirklich noch drei Tage Zeit gehabt hätte.

Und genau das ist der Grund, vermute ich jedenfall, daß es mir so schwer fällt, meine eigenen Prioritäten zu setzen, und das, was ich tue und Entscheide, wichtig zu nehmen.

Hm, bei mir fängts leider schon früher an. Sobald ich auch nur den leisesten Schimmer hab, eine Tätigkeit könnte auch nur den Hauch von Fremdbestimmtheit haben, kommt die Blockade. Dabei stelle ich gar nicht fest, dass es Entscheidungen sind, die ICH für MICH selbst treffen kann. In FÜRSORGE für mich selbst. So ist das mit Briefen oder allen amtlichen Sachen. Sobald ein Hauch von "ich muss" kommt....ist das "ich will.....das für mich" völlig vergessen.

Viele Grüße,
Christine

LG, Odille [image]

Das fängt bei mir u.U. auch schon früher an - bis dahin, daß ich schon oft Schwierigkeiten hatte, Dinge durchzuführen, die ich mir vorgenommen habe, weil ich alleine den (eigenen!) Plan schon als Fremtbestimmung empfunden habe.

Das erste Mal bewußt geworden ist mir dieses Fremdbestimmungsproblem in der Schule, als wir Lektüre zu lesen hatten, die nicht zu Beginn des Schuljahres ausgeteilt wurde, sondern erst, als sie dran war - ich Leseratte 'konnte' auf einmal nicht mehr lesen. Und ich habe sonst wirklich jeden Buchstaben verschlungen, den ich kriegen konnte - die Schulbücher an den erste 2 Tagen des Schuljahres, jede blöde Zeitschrift, jede Menge Bücher
Viele Grüße,
Christine


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