Re: Wunschkonzert - das innere Kind (Allgemein)

Astarte, Montag, 28.07.2008, 18:16 (vor 6373 Tagen) @ Xandria

Was wäre so schlimm daran, verlassen zu werden?

Schau dieser Angst direkt ins Gesicht. Wäre es nicht zum Teil auch eine Erlösung?

Am Ende bleibst immer noch Du. Dir selbst bleibst Dir treu. Aber das erwähntest Du oben schon: kaum noch Bezug zum Selbst zu haben.

Die Angst steht dem dazwischen. Wenn man Angst hat, lässt sich das ICH nicht wahrnehmen.

Stärke dein Selbst. Ich meine nicht mal direkt den Selbst-WERT, sondern die Selbst-WAHRNEHMUNG. Doch das ist nur einer der Punkte.

Wovor hast Du wirklich Angst, wenn es um das Verlassen werden geht?

Zu vereinsamen? Emotional innerlich zu verhungern? Nicht mehr gebraucht zu werden?

Wo kannst Du sonst noch emotionale Streicheleinheiten erhalten? Vielleicht mehr im Innen suchen statt im Außen, was man sich selbst "gönnen" kann oder an das sog. "Höhere Selbst/Über-Ich" wenden.

Bitte frag dein "inneres fühlendes Kind" doch einmal ganz konkret, was es möchte. Welche Bedürfnisse es hat. Ich meine damit nicht, was Du TUN willst, welche Ziele im Leben Du hast, sondern welche GEFÜHLE Du vermisst oder Angst hast zu verlieren. Nähe? Geborgenheit? Usw.

Kann sein, dass jenes "innere Kind" erst mal bockt und trotzig ist. Es wird es nicht gewöhnt sein, dass Du direkt mit ihm sprichst und vielleicht sogar mal tatsächlich bereit bis zuzuhören.

Diese Metapher lässt sich sehr gut ausbauen. Betrachte deinen obigen Beitrag: "Ich will aber nicht MÜSSEN und SOLLEN. Ich will, will, will nicht!*aufstampf*"

Was würdest Du tun, wenn Du bei einem Bekannten oder auf der Strasse diese Situation mit einem Kind miterleben würdest? Wie würdest Du auf solch ein Kind reagieren? Was würdest Du seinen Eltern empfehlen?

Und dann tue es. Übertrage es auf deine Situation und gehe so mit Dir selbst um. Aber sei dabei ehrlich. Wenn Du bei der Vorstellung denkst: "Was für ein ungezogenes Gör! Also, dem Balg würde ich aber mal gehörig..." (nur so als Beispiel)... dann solltest Du mal ganz tief in Dich reinspüren, denn daran kannst Du erkennen, wie Du Dich selbst behandelst.

LG,
Astarte


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