Re: da fällt mir noch ein...(nicht mehr Kinderzimmer) (Allgemein)

Katta, Mittwoch, 27.08.2008, 18:13 (vor 6342 Tagen) @ Astarte

Nebenbei begriff ich in diesen Moment, was ich beim gemeinsamen alltäglichen Haushalten mit dem ADS-Messigemahl immer falsch gemacht habe. Ich bin/war wohl eine so typische Frau, dass ich, wenn ich bei einer Sache war, bereits in Gedanken die nächste Sache plante ("Wenn ich das fertig habe, dann kommt das und das dran...") und dabei "selbstversunken" meine Anweisungen gab, quasi laut dachte, zwischendurch - wenn ich Hilfe brauchte - mal wieder Mann oder Kind aus ihren Aufgaben raus riss ("Komm mal kurz her und stell das mal da oben hin, ich komm nicht dran), und dann bereits die übernächste Anweisungen gab ("Wenn Du damit fertig bist, dann...")

Hallo Astarte,

wenn ich das so lese, kommt mir das sehr bekannt vor.

Ob nun typisch Frau oder typisch Mann oder was auch immer, auch ich habe immer mehrere Dinge gleichzeitig im Kopf - und bin ständig damit beschäftigt,
die Prioritäten abzuwägen (die ich nun mal nicht "verinnerlicht" habe) und in die für mich passende Reihenfolge zu bringen.
Das "Abarbeiten" mache ich dann am liebsten ungestört, dann geht es.
Inzwischen sind auch die Kinder soweit, daß sie das einsehen und mich selten unterbrechen.

Was gar nicht geht, ist wenn Männe plötzlich mal Zeit hat und dann die Dinge auf die Reihe bringen will, die er sich inzwischen überlegt hat.
Er hat ein ganz anderes Tempo und ganz andere Prioritäten als ich und geht dann nach seinem Plan vor.
Das stört mich manchmal extrem, ich kann es in dem Moment aber nicht sagen, weil ich erst mal nur merke, daß ich mich überrannt fühle,
aber warum und wie ich das jetzt am besten erkläre, das geht nicht so schnell, jedenfalls nicht schnell genug, um an dieser Stelle einzuhaken
und meine Pläne zu erklären und zu versuchen, das irgendwie abzustimmen.
Er ist da auch zu ungeduldig.
"Aber wo ist denn das Problem, wir können doch erst mal schnell... und dann noch... und dann kannst du in Ruhe dein...machen
Es ist doch viel praktischer so"
In dem Moment habe ich dann keinen Nerv mehr für lange Diskussionen, also mache ich zähneknirschend sein Programm mit und nutze die erste Gelegenheit, mich wieder zurückzuziehen.
Ärgere mich dann aber noch lange darüber, daß ich mich so "rumschubsen" lasse.

Ich versuche schon immer, das irgendwie zu planen, wann macht wer was, was machen wir zusammen und wie usw.
Zusammen Pläne schmieden können wir übrigens sehr gut, und wir sprechen auch nach Möglichkeit unsere Zeitpläne ab,
aber wenn es um die Ausführung der vielen Kleinigkeiten geht, bin ich manchmal schlichtweg überfordert.
Es gab Zeiten, da habe ich auch ernsthaft über getrennte Wohnungen nachgedacht, inzwischen habe ich mein eigenes Zimmer
und Dank größerer Kinder mehr Zeit für mich, deshalb ist es einfacher geworden.

Und ich habe es ihm wieder und wieder erklärt und inzwischen versteht er besser wie ich "ticke", umgekehrt auch.
Denn er hat seine Methoden und auch bei ihm läuft es besser, wenn ich ihn so wenig wie möglich störe.

Das war mir nur so eingefallen zum Thema "eigenes Tempo"

Gruß Katta


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