Re: Selbsthass? Wir tun uns das an, was uns vorher andere antaten (Allgemein)

Astarte, Sonntag, 27.07.2008, 13:29 (vor 6371 Tagen) @ Peter

Hallo!

Ja, auch das kann ein Grund sein, da stimme ich Dir vollkommen zu. Exakt diese Gedanken hatte ich die letzten beiden Tage ebenfalls!

Warum ich sie bisher nicht mit aufnahm?

Das liegt an meiner subjektiven Unterscheidungen des Messi-Syndroms. Wohlgemerkt subjektiv, denn ich denke, was genau ein Messi ist und was nicht, können wir ja nicht defakto definieren
Meine subjektiven Unterscheidung basiert auf den zugrundliegende psychischen Problemen/innerem Chaos, das hinter der Unordnung steckt, z.B. innere oder äußere Auslöser.

Bei mir z.B. ist es eher Depression (Willenslähmung) ausgelöst durch die vielen Jahren mit dem Messi-Ex, die sich eben genau deswegen u.A. auch oder v.a. in der Ordnung ausschlägt. Ganz exakt, ich wiederhole, was er mir angetan hat, und leide - auch heute noch (ist ja noch nicht so lange her!) - unter dem Gefühl der Hilflosigkeit. Es ist auch jetzt so, dass ich mehr über SEINE Probleme nachdenke, als über meine, was jedoch hoffentlich bald verblassen wird. Das Aussen zu ändern hilft mir bereits sehr.

Ich denke, mein Beitrag weiter unten, dass ich keine Überweisungen machen kann (hab ich übrigens immer noch nicht geschafft!) zeigt es ganz deutlich, dass ich mir selbser antue, was mir angetan wurde.

Bei ihm hingegen trifft es mit dem Selbsthass und der Selbstsabotage zu. Da hilft es auch nicht, wenn man das AUSSEN ändert, nicht mal wenn es man es dauerhaft ändert, also quasi eine Allroundputze hätte, die das Wieder-Vermüllen verhindert. Er bliebe dennoch unglücklich in sich selbst gefangen, selbst im goldensten Käfig, bliebe dennoch in der inneren Isolation etc.

Selbstsabotage ist bei mir kein Faktor, auch wenn ich mir natürlich durch diese Hemmung der Handlungsfähigkeit selbt schade. Aber eben anders. Wenn man mir eine günstige Chance auf Glück gibt, greife ich zu und mache das Beste daraus, ergreife jede Chance beim Schopf, ziehe mich hoch. Es gelingt mir jedoch nur schwer, von mir selbst aus aktiv zu werden. Bei Selbstsaboteuren ist es genau umgekehrt. Denen kann man alles auf einem goldenen Tablett servieren, je besser eine Chance, um so größer die Aggression, mit der sie sie bekämpfen. Und manchmal nicht nur "Aggressionen" gegen sich selbst, sondern auch gegen das Außen.

... und somit wird mal als zu nahestehender Angehöriger jener speziellen Sorte schnell zum metaphorischen Prügelknaben.

LG,
Astarte


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