Betreuer, Therapie... Fortsetzung (Allgemein)

Astarte, Sonntag, 10.08.2008, 17:32 (vor 6356 Tagen)

@alle, die meinen Fall bisher verfolgt haben und bisher für mich da waren.

Ich bin gerade etwas verzweifelt und durcheinander, und brauch ein wenig Rat (oder Trost). Man glaube es kaum, mein Ex hat sich zurückgemeldet: Mit Diagnose und Neugigkeiten über den Betreuer.

Die Betreuerschaft wurde sehr kürzlich neu geprüft. Der Betreuer sah mittlerweile ein, dass dieser Fall (Zitat) "seine alleinigen Kompetenzen überschreitet". Eine ambulante Therapie wurde - soweit ich das Verstand - vom Gericht nun angeordnet bzw. miteinbezogen, und einige andere Kleinigkeiten. Ich sollte eigentlich erleichtert sein, zumal es beweist, dass ich mir viele Dinge nicht nur so zu recht gelegt habe, sondern Recht behalten sollte.

Ich bin aber nicht erleichtert. Ganz im Gegenteil. Warum? Die Diagnose! Er hatte ja schon einige im Laufe der Jahre, doch nie sah ich eine, die UNPASSENDER ist! Oh man! Muss ich schon wieder an allem nörgeln und kritisieren? Ich will das nicht. Aber es ist so... offenkund! Bitte um Eure Meinungen!

Nun habe ich ja schon an mehren Stellen gelesen, dass es keine Therapie für Messi's gibt, und Therapeuten da auch gerne mal experimentell im Dunklen stochern. Zum Beispiel las ich im Internet komplette Vorlesungen von Psychologen, die ihre Doktorarbeit zum Thema Messi machten, und vor der Unbekanntheit des Syndrom bei Therapeuten warnen. Das sorgt ja nicht gerade für ein sicheres Gefühl!

Ich möchte ein paar Beispiele meiner Zweifel nennen:

Es wurde - neben dem Messi - eine Abhängigkeits-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Dies Grundsymtpome sind Klammern, Verlustlängste, Unterwürfigkeit, Nachgiebigkeit, das Übernehmen von unangenehmen Tätigkeiten für die Person der Abhängigkeit, Zurückstellen sämtlicher eigene Bedürfniss und Ansprüche, Unentschlossenheit, ständiges Rateinholen, starkes Bedürfnis nach Körpernähe und Zärtlichkeiten, ständig Rückversichungen ob man noch geliebt werde, Angst vor dem Allein-Sein.

Nun habe ich schon öfters gelesen, dass Messi oft nicht "Nein" sagen können und sich gerne mal ausnutzen lassen. Und dass sie das Gefühl für das Selbst. Im Kontext dieser Diagnose aber wird es wohl so gewertet, dass man aus Verlustangst zu einer Bezugsperson immer "Jaja" sagt, quasi dass man sich absichtlich zurückstellt, obwohl man weiß was man will.

Keine Entscheidungen treffen zu können... ja, auch das ist ein Messi-Syndrom. Aber bei dieser Diagnose geht es so weiter, dass man andere die Entscheidungen treffen lässt, dass man ständig Rat von anderen einholt. Zumindest mein Messi aber nimmt gar keine Ratschläge an. Und er trifft zwar selbst keine Entscheidungen, nimmt aber die andere für ihn nicht an. Das ist doch ein Unterschied?! Es ist doch ein Unterschied ob man sich unterdrückt, weil man Angst hat jemanden zu verlieren oder ob man sich selbst nicht lebt, weil man sich selbst nicht wahrnimmt. In Fall meines Ex war es nämlich ganz im Gegenteil so, dass er GAR KEINE unangenehmen Tätigkeiten übernahm, selbst wenn es noch so nötig war. Lieber Frau aufgeben und verlieren. Das war sicherlich KEINE Verlustangst. Und es war auch so, dass wenn er mal einen Anspruch/Bedürfnis hatte, er es rücksichtslos und egoistisch durchsetzte. Es ließt nicht andere entscheiden oder suchte auch keinen Rat. Er nahm grundlegend nichts dergleichen an. Usw.

Versteht Ihr was ich meine? Ähnlichkeiten in der Auslegungen! Einige Dinge, die durcheinander gehen. Aber andersseits auch furchtbar widersprüchlich. Das krasste Beispiel ist das Klammern und Furcht vor dem Allein-Sein, dass mit der Störung einher geht. Er war der letzte der Klammerte, und wie vielleicht für manche Messi üblich, wollte er lieber alleine bleiben. Messi bedeutet u.a. Isolation, in die man sich selbst begibt. Niemanden an sich ranlassen. Sich hinter dem Mess verstecken. Ist das nicht das genau Gegenteil von Klammern? Klammern nur an Gegenstände, aber nicht an Personen. Unter Klammern verstehe ich auch so etwas wie "nähesüchtig", mein Ex war aber extrem nähephob!

Hoffe, Ihr versteht meine Verwirrung. Klammern Messis im Sinne von Verlustängsten, wenn sie sich hinter ihrem Mess verstecken udn niemanden an sich heranlassen? Hä?

Oder übertreibe ich? Das wird mir oft unterstellt. Aber siehe den Fall mit dem Betreuer: Es beweist sich am Ende dann doch immer wieder.

Gruß,
Astarte


PS: Ich hab sein Aussprache/Versöhnung-oder-Waffenstillstandsangebot (whatever) übrigens erst mal deutlich abgelehnt, aufwühlend ist es natürlich trotzdem.


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