Re: Betreuer, Therapie... Fortsetzung (Allgemein)

BigBird, Sonntag, 10.08.2008, 20:55 (vor 6359 Tagen) @ Astarte

Das Wichtigste ist ja, dass du nicht mehr unter dem Mann leidest. Du hast eh schon genug gelitten.Ich würde versuchen, mich nicht mehr soviel mit dem Thema zu befassen.

Wie BigBird schon fragt, frage ich dich auch: was ist dein Ziel? Möchtest du den Besuchskontakt zu eurem Kind einschränken?
Peter [/i]

Hallo Peter!
Ich habe unten schon ausführlich auf BigBirds Frage geantwortet. So gut sie zu beantworten ist. Hier noch mal konkreter:
Der springende Punkt ist der, dass ich unter meiner aktuellen Situation und der Trennung MEHR leide als ich während der Ehe mit ihm gelitten habe. Ja, ich habe unter ihm gelitten. Aber jetzt leide ich deutlich, deutlich noch mehr...
Partnerwahl heißt bekanntlich Problemwahl. Ich bin zwar zunächst erst mal so in diese Messi-Sache reingestolpert, aber für mich klar, dass ich dazu auch stehe. Stehen will. Dass eine Krankheit niemals ein Scheidungsgrund sei. Dass ich auch in schlechten Zeiten zu einem Partner stehe. Dass eine Ehe eben kein Wegwerfgut ist, und man auch zurück stecken muss usw. All dies meinte ich aus tiefster Seele ernst. Zwar waren die ersten Schritte stolprig, doch dann entschied mich ganz bewußt dafür. Vor allem, weil es genau zu mir passt. Zu MEINEM Weg. Weil ich selbst daraus so viel gewinnen kann. Beispielsweise der Messi als eine Art Aufbearbeitung der Kindheit unter einem sehr viel schwerer erträglichen Extrem-Cleanie. (Natürlich war dies nicht der einzige Grund! Das versteht sich von selbst!) Kurzerhand sind alle seine Fehler meiner Stärken und umgekehrt. Es passt wie die Faust auf Auge. Und das ist in meiner Lebensphilopshie der Sinn und Zweck einer Ehe/Liebe. Wirklich wahr! Ich bin keiner dieser Träume, die sich eitlen Sonnenschein wünschen! Ich bin jemand der an sich arbeiten möchte. Partnerschaft heißt von - und miteinander zu lernen. Reibung. Reifung. Den Diamanten schleifen. Das ist nicht immer leicht. Das Leben ist kein Ponyhof. Wichtig ist für eine Ehe ist nicht, wie gut man sich versteht. Sondern wie gut man Krisen meistert.
Verstehst Du? Der Punkt war nie der, dass ich unter seinem Messitum gelitten habe. Dafür habe ich mich bewußt entschieden. Der Punkt ist der, dass ich unter der unfreiwilligen Trennung und die Konsequenzen, die es für mich hat, NOCH MEHR leide, dies aber nicht "mein Leid" ist, für das ich mich als Weg entschied, sondern ein aufgedrängtes Leid, dass nicht zu mir passt.
Astarte

Eine (oder mehrere) Frage drängt sich mir hier noch auf. Ihr wart verheiratet? Wie habt ihr Euch kenengelernt? Wer von Euch war die treibende Kraft?

Viele Grüße,
Christine


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