gestartet - womit starten, warum und wie es dann heute weitergehen soll - lang (Allgemein)

rieke, Donnerstag, 14.08.2008, 10:05 (vor 6358 Tagen) @ Sakem

Hallo!
Gestartet bin ich,
meine Morgenroutine ist erledigt.
Die Karteikarten mit den Routine-Aufgaben des Tages liegen vor mir,
der Kalender mit den Terminen für heute ebenfalls.
Weitermachen ist also angesagt. Nur für heute..
Wie froh ich darüber bin, dass sie, die Morgenroutine inzwischen "von selber" läuft!
In den Zeiten "vor" der Morgenroutine dauerte es den ganzen Vormittag,
bis ich bereit war, mir Gedanken über die Aufgaben des Tages zu machen
und gar mich anzuziehen und auch anzufangen,
etwas zu tun.
Nicht weil ich faul bin,
sondern weil ich morgens früh nach dem Aufstehen einfach keine Entschlusskraft habe.
Vermutlich war meine damals unterfunktionierende Schilddrüse die Ursache
dafür und die damit zusammenhängenden seelischen Lähmungen und körperliche Kraftlosigkeit.
Jetzt hab ich zwar gar keine Schilddrüse mehr,
es sollte mir mit den Medikamenten besser gehen -
doch anscheinend schaffen die im starren Mengenverhältnis eingenommenen Wirkstoffe nicht,
was ein lebendiges gesundes, auf die besonderen Anforderungen jeder Stunde reagierendes Organ
schafft, sodass ich oft genug morgens wie gelähmt bin.

Automatisch etwas tun können, ohne zu entscheiden,
in kleinen, bewältigbaren Portionen -- > meine Routinen,
speziell meine Morgenroutine, die den Tag mit einem schnellen stimmungsaufhellenden Erfolgserlebnis starten lässt.

Tagsüber gibts dann auch oft genug Einbrüche.
Auch da helfen mir meine Routinen weiter, und für heute sollen sie es auch.
Ich will heute, nur für heute meine Routinen durchziehen:

Versorgungsroutine mit z.B. Haustierversorgung, Einkäufen, Kochen, Waschen

Mich-selber-Versorge-Routine mit Medikamenteneinnahme, Spritzen, Ausruh-, Meditations- und Gymnastikzeiten

Putz- und Räum- Routine für jeden Tag in jedem Zimmer aufräumen für fünf Minuten und kleine Wisch-und-Weg-Einheiten für 5 Minuten. Bei acht Räumen (einschliesslich Waschküche) kommen da schon mehr als eine Stunde zusammen am Vormittag.

Tagesmotto-Aufgaben die ich nicht länger als eine Stunde bearbeite.
Für heute ist es die Blumenpflege und die Kontaktpflege. Also ein Kurzbesuch in der Nachbarschaft und das Umtopfen der Zimmerpflanzen in der Küche

Zonen-Räumroutine in der ich jeden Tag für eine Viertelstunde nach einem festgelegten Plan einen Raum pro Woche gründlicher räume und säubere. Angelehnt an die Flylady-Kelly-Zonen hab ich meine eigenen erarbeitet und werde mich heute für eine Viertelstunde meinem Zimmer widmen, Fensterbrett säubern und Spinnweben entfernen.In dieser Woche betrifft die Zonenarbeit das Bad und die Extrazimmer wie Arbeitszimmer und mein Zimmer.

Ganz wichtig ist für mich zur Zeit die Abendroutine.
Vor allem deshalb, weil ich sie immer noch nicht als Routine hinbekomme.
Irgendwie verlier ich immer wieder den Kontakt zu dem Tun-Wollen,
es ist offenbar nötig, dass ich erst mal Detektivarbeit bei mir selber mache,
um herauszubekommen, was mich abends immer verdrängen lässt, dass ich für eine halbe Stunde
etwas erledigen will, bevor ich den Tag abschliesse.
Die Inhalte der Routine liegen fest:
BB in allen Räumen,
Katzen für die Nacht versorgen,
Kalender auf wichtige Ereignisse des nächsten Tages abklopfen, Notiz darüber gross auf Schreibtisch legen,
Schlafraum einladend machen (Buch, Licht,Musik nette Nachtkleidung bereitlegen,
eigene Versorgung (Kosmetik, Medizin, entspanntes Herunterfahren vom Tagesgeschehen)
alle Fenster und Türen nachtsichern,
Wecker stellen,
ins Bett gehen
Wäre hilfreich, wenn ich diese Punkte genau so selbstverständlich abarbeiten könnte, ganz ohne Überlegen,
wie meine Morgenroutine und meine Versorgungsroutine.

Alle anderen sind immer noch im Einübe-Stadium.
Aber wenn es Tage gab, an denen ich sie alle durchziehen konnte,
dann war die Wirkung auf mein Chaos beeindruckend.
Es scheint mir ein Weg zu sein.


Euch allen viel Erfolg mit dem, was Ihr heute tut!

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lg rieke


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