Damals am Postschalter (Allgemein)

Sakem, Dienstag, 29.07.2008, 20:20 (vor 6371 Tagen) @ Lisa Suisse

Ich bin's nochmal, Paladin.
Darf ich noch fragen, wenn Deine Devise "Entschleunigung" ist, wie gestaltet sich dann so eine Devise ganz praktisch im täglichen Leben?

Hi,
könnt ihr euch noch erinnern, wie es damals bei der guten alten Post
am Schalter zuging?
Die Beamten des öffentlichen Dienstes saßen in ihren
Glaskästen und "fertigten uns ab".
Damals sprach man noch nicht von "Kunden".
Es gab keine Konkurrenz.
Man ließ sich Zeit.
Obwohl sich die Warteschlangen kringelten war oft nur ein Schalter geöffnet.
Im Hintergrund sah man andere Bedienstete.
Wie kam man auf den Namen? Hatte es was mit Dienstleistung
(im Sinne von leisten oder dienen) zu tun?
Womit waren sie beschäftigt?
Der Kollege am Tresen erledigte sein Tagwerk mit einer stoischen Ruhe und Gelassenheit.
Einer nach dem anderen.
Nie zwei Dinge auf einmal.
Zwischendurch verschwand er.
Ließ einen stehen.
Ohne Kommentar.
Nichts und niemand konnte sie aus der Ruhe bringen.

Ein bewundernswertes Vorbild für Entschleunigung.
Für mich ein Sinnbild der Langsamkeit.

Im Hintergund des Post-Aquariums hing ein Schild
mit dem sinngemäßen Aufdruck
" Ich lass mich nicht hetzten.
Ich bin auf der Arbeit
nicht auf der Flucht!

Sakem


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