In der Ruhe liegt die Kraft@BigBird (Allgemein)

Sakem, Freitag, 15.08.2008, 08:00 (vor 6352 Tagen) @ BigBird

Gaaaanz ruhig. Du hast viel geschafft gestern. Es geht nur schritt für Schritt vorwärts. Ein Schritt nach dem anderen.
Gut, daß Du Dir die Fragen stellst, Dir sind diese Punkte bewußt. Wenn Du dran bleibst, wirst Du dem von Dir gewünschten Zustand immer näher kommen.

Hallo,Christine,

Ja, du hast Recht.
Aber ich habe das Gefühl gar nicht vorwärts zu kommen.
Klar habe ich hunderte von Kontoauszügen sortiert,
abgelegt oder entsorgt. Ich habe auch 6 neue Bankordner gekauft.
Oder hunderte von Umzugskartons oder HARIBOkisten ausgepackt.

Aber am Gesamteindruck hat sich nichts/kaum etwas geändert.
Das WoZi sieht noch genauso aus wie vorher.
Die täglichen Routinearbeiten nehmen viel Zeit in Anspruch.
Und zwei Jugendliche sind eher kontraproduktiv.

Das ginge ja alles noch irgendwie.
Aber dann kommen täglich neue Aufgaben, Katastrophen hinzu.
Ich hatte nicht vor mich jetzt um mein Auto zu kümmern.
Es kostet so viel Zeit, die ich lieber zum Abtragen meiner
Altlasten genutzt hätte.
Bald geht die Arbeit wieder los und so viel ist noch vorher zu erledigen.
Und hier fehlt mir auch der Ausgleich.
Mein SPA schließt ausgerechnet für 7 Wochen während der Ferienzeit.
Hier im Haus der Ersatzwohnung werden die restlichen freien Wohnungen saniert
oder die neuen Mieter machen Lärm. Zu allen Zeiten wird gebohrt und gehämmert.

Also was tun?
Flucht?
Wohin?
Weiter machen? Womit?
.
Die aktuellen Krisen (Wohnung, Auto, Gesundheit, Steuererklärung...)
Die täglichen Routinen, damit keine neuen Aufschieberlies entstehen?
Die Altlasten abtragen? Damit endlich Luft zum Atmen und freie
Arbeitsflächen da sind? Oder die Vergangenheit enDlich hinter einem gelassen wird.
Erholung? Kür?
Gesundheit, Ernährung, Bewegung?
Soziale Kontakte, Kinder, Freunde und Familie?
Hobby, Nähen, Handarbeiten, Fotos, Basteln, Schmuck, Malen
Damit habe ich schon genug zu tun.
Es kommen aber imer neue Aufgaben dazu, die mich von meinem Weg abbrigen.
Jetzt muss ich mich um das Auto kümmern.
Es kostet so viel Zeit.
Ich habe nicht eingeplant, mir JETZT Gedanken über Verkauf/Neukauf/Reparatur oder Verzicht
zu machen. Und entsprechend zu handeln. Auch diese finanzielle Belastung nicht eingeplant.

Ich bin so unzufrieden.
Klar mache ich was.
Versuche meinen Marathonlauf durchzuhalten.
Macht zeitweise auch richtig Spaß, dennoch habe ich das Gefühl
auf der Stelle zu trampeln.
Die Sachen, die ich aussortiere kann ich nicht abtransportieren.
Also bildet sich im Flur ein "Stausee".
Gerade hatte ich im Flur die Niesche freigeräumt. Jetzt wächst sie wieder zu.
Das ist frustrierend.
Ich s e h e noch keine Erfolge.

Ich lebe ganz anders als ich will.
Hinzu kommt hier die durch den ungeplanten Umzug geschaffene Unornung.
Kaum etwas hat noch seinen alten festen Platz.
Mir fehlen hier Möbel.
Die ganze Arbeit aus den letzten Jahren scheint umsonst. Ich hatte
meine Wohnung gut strukturiert, feste Plätze, beschriftet, geordnet.
Es ist alles mit einem Schlag zunichte gemacht. Das ist frustrierend.
Jetzt fange ich wieder von vorne an.
Bis zum nächsten Umzug?
Es besteht hier alles hauptsächlich aus Provisorien oder aus Verzicht,
weil ich die Dinge nicht finde, die ich brauche und auch besitze.

Ich merke, ich hab heute einen ganz schönen Hänger.
Und das Wetter trägt auch nicht gerade zur Stimmungsaufhellung bei.
An so einem Tag wäre ich ins SPA gefahren und nach ein paar Stunden Wellness ginge
es mir besser. Geht aber nicht. Sanierungsarbeiten
Lass ich mich in den Tag treiben?
Kaum habe ich einen Flächenbrand unter Kontrolle bricht ein altes Feuer
wieder aus oder ein neuer Brandherd entsteht.
Ich fühle mich überfordert.
Wenn ich mich nur um einen Brandherd kümmere kann es sein, dass die anderen sich
zu einem riesigen Buschfeuer entwickeln.
Wenn ich mal von Feuer zu Feuer springe ist die eigenTliche Brandgefahr auch nicht
wirklich eingedämmt.
Und einen echten Katastrophenschutz oder helfende Feuerwehrleute sind nicht da.
Was tun?
.
Sakem


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