Tatsächliches Opfer@Peter (Allgemein)

Sakem, Samstag, 23.08.2008, 19:43 (vor 6346 Tagen) @ Peter

"Es scheint auch eine allgemeine Volksmeinung über Mobbingopfer zu geben. Aussagen wie: Das sind doch Menschen mit masochistischen Tendenzen! Die haben doch selber Schuld! Die sind zu schwach, sich zu wehren! Das sind doch komische Typen! etc . ..."

Hallo

Peter

.
ich habe mich, als mir tatsächlich großes Leid geschah, hilfesuchend an meinen Vorgesetzen gewand
und wurde dort nicht nur im Stich gelassen sondern anschließend als "Nestbeschmutzer" bekämft.
Ich war aktiv. Habe mich weder einschüchtern, bestechen,
isolieren lassen. Dann wurde ich auf ein Nebengleis abgestellt.
Auch dagegen habe ich mich erfolgreich, auch mit anwaltlicher Hilfe, gewehrt.
Immer sachlich und mit rechtlichen Mitteln.
Heute bin ich an einer besseren Schule als vorher.
Ich kann alle meine Bereiche unverändert an einer anderen Schule weiterführen.
Bekomme nach den Sommerferien auch wieder eine eigene 7.Klasse.
Ich habe mir das nicht ausgesucht, was mir wiederfahren ist.
Ich wurde gemobbt, weil man mir persönlich großen Schaden zufegügt aht,
ich deshalb unangenehme Fragen gestellt habe
und auf jahrzehntelange Missstände hingewiesen habe.
Auch auf die Gefahr hin,
dafür einen hohen Preis zu zahlen.
Aber aus heutiger Sicht war es kein Verlust, sondern alles nur Gewinn.
Also von masochistischem Opfer keine Spur.
Ich habe mit erhobenem Haupt gekämpft und nur scheinbar verloren.
Ich habe um ein vielfaches dadurch gewonnen.
Und sei es ein gerader Blick in den Spiegel.

Und beim Mobbing kann man als Gemobbter nicht gewinnen.
Es führt immer zu einer Trennung. Und meistens geht der Gemobbte.
Ich hätte auch an die alte Schule zurück kehren können.
Rechtlich hatte ich es erkämpft.
ICH habe mich dann aber freiwillig für eine andere und bessere! Schule entschieden.
.
Es stimmt ich bin heute anders.
Ich bin distanzierter und nicht mehr so leichtgläubig.
Vielleicht schieße ich auch noch über das ein oder andere Ziel hinaus.
Aber dieser Selbstschutz ist verständlich, bei dem was ich an Vertrauensbruch
miterlebt habe. Wendehälse, Maulwürfe, Ja-sager und Nein-Meiner, Mitläufer,
Duckmäuser, Feiglinge, Aufhetzer...ich habe sie alle kennengelernt.
Auch Lügner, Betrüger da konnte ich nicht den Mund halten.
Das hätte vielleicht ein echtes Opfer gemacht.
Ich wollte keinen Orden, nur Gerechtigkeit.
Das fand ich mutig.
Auch wenn die Welt ungerecht ist.
.
Interessant fand ich in meinem Fall, wie aus einem tatsächlichen Opfer versucht
wurde ein Täter zu machen. Ich wurde in eine Ecke gedrängt, um die eigenen
Unzulänglichkeiten unter den Teppich zu kehren.
Auch dagegen habe ich mich gewehrt.
.
Sakem

P.S.:Ich halte mich an die Abmachung und gehe Odille aus dem Weg.
Auch wenn sie erneut Bezug auf meine Postings nimmt.
Zum Glück gibt es ja dich [image] als Mediator


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