Re: @Plüschdingens (Allgemein)

Fatima, Donnerstag, 25.09.2008, 13:57 (vor 6317 Tagen) @ Plüschdingens

Voerst, aber unter Umständen mit schädlicher Langzeitwirkung. Denn das ändert ja nichts daran, dass Dein Sprössling sich anders wohl fühlen würde, also nur wegen der Sanktionen und für dich aufräumt. Woher soll denn dann das eigene Interesse für eine Ordnung kommen? Und wie soll jemand feststellen, welche Art Ordnung für ihn die richtige ist, wenn er sich nur an den Wünschen anderer zu orientieren hatte?

Kann derjenige das nicht dann feststellen, wenn er eine eigene Wohnung hat? Eltern dürfen auch Bedürfnisse haben!

°° Aha. und wer erzieht hier wen? Ist das keine Erpressung, wenn ein Kind seinem Vater nicht zeigen will, dass es ihn lieb hat, nur weil Forderungen hat, die zum allgemeinen Hausfrieden beitragen würden? Das ist EMOTIONALE Erpressung - das finde ich persönlich schlimmer, als die Spielchen, die Eltern treiben, um ihre Kinder zur Arbeit zu bewegen.

Ich glaube, du hast das Grundprinzip der Erpressung nicht verstanden. Die setzt voraus, dass der andere davon weiß und dass ihn das stört. Was dieses Mädchen macht ist, einfach die Konsequenz zu ziehen, auch wenn es dabei selber Schaden nimmt. Ich finde es verständlich, dass man jemanden, der sich so verhält, nicht noch belohnen will. Nur weil die Erpressung hier mit einem Erziehungsauftrag abgesichert wird, wird sie nicht besser. Vielleicht wäre es allerdings gut, wenn er wüsste, was er mit seinem Verhalten anrichtet. Denn offenbar ist ja die andere Methode wirksamer.

Nein, hab ich nicht verstanden - ich bin nämlich ein bisschen dumm (siehe PPP Peters-Pseudo-Psychologenforum) [image]

Da können wir jetzt ping-pong spielen denn die Sache lässt sich von anderen Seite genauso auslegen. Und ich denke der Vater weiß was die Tochter denkt - aus dem einfachen Grund, weil es die Mutter gesagt haben wird (vermute ich).

Und mal ganz ehrlich: wenn meine Tochter so über ihren Vater sprechen würde . . . . wär aber was los! Das dulde ich nicht. Und wenn ich zu meiner Dompteurspeitsche greifen müsste [image]. Das ist absolut respektlos! Das würde sie sich aber auch nicht trauen, weil sie weiß, dass ihre Eltern zusammenhalten.

(von wegen Dompteur: ist übrigens auch ein interessantes Thema - man macht heutzutage ja gerne Managertrainees mit Pferden um den Menschen Führungsqualität zu erklären und bei zu bringen - nur mal so . . .)

Es kann sicher Fälle geben, in denen man aus einer Art Notwehrsituation heraus zu solchen Druckmethoden greift. Aber normalerweise ist eine positive Motivation langfristig besser. Und KOnsequenzen, also logische Folgen, sind sinnvoller als irgendwelche Maßnahmen, die mit der Sache an sich nichts zu tun haben.>

Es beginnt immer und überall (sicherlich auch bei dem Vater des Mädchens) mit der freundlichen Aufforderung und 'BITTE' - mehrmals . . . . . irgendwann dann ist es an der Zeit für verschärfende Massnahmen.

Die Frage ist, ob du ihr dadurch nicht teilweise viel wichtigere Dinge verbaust als den Job. Ich habe jedenfalls weder vergessen noch vergeben, denn ich weiß inzwischen, dass genau diese tolle "Erziehung" einen großen Teil meiner Probleme gefördert hat. Es nützt gar nichts, dass es gut gemeint war, die Folgen bei mir, die Verletzungen, die Narben, DAS ist es, was mich heute belastet.

Z.B.? Hier geht es doch nicht um pausenlose Erpressung! Hier geht es darum dazu zu bringen, dass er sich an Regeln hält um allen Mitbewohnern das Leben nicht schwer zu machen.
Und schau dir doch mal die Jugendlichen an, die da draußen rumlaufen - die Leute anpöbeln, Dreck machen, Dinge zerstören, sich zusaufen etc. lauter kleine Egoisten, die nicht gelernt haben Rücksicht zu nehmen. - - jetzt muss ich aufhören, sonst schreib ich mich heiß.

Meine Güte, hast du Raubtiere zuhause und eine Dompteurausbildung alter Art?
Wenn man unsicher ist, ist man es. Dann kann man darüber reden. Das ist viel sinnvoller, als seinen Kindern irgendwas vorzumachen.

Ja klar, drüber reden ist immer gut :-> - und bei der nächsten Auseinandersetzung (und wenns bloß um einen Ausgehabend trotz nicht gemachter Hausaufgaben geht) bekommt man dann seine Eingeständnisse als Vorhaltungen ("du schaffst ja nicht mal deine Hausarbeit!") unter die Nase gerieben.
Die sind doch nicht blöd!

Wer macht denn hier seinen Kindern was vor? Ich habe oft genug darum GEBETEN, dass man mir beisteht, weil ich meine Strukturen brauche um meine Aufgaben zu schaffen.

Bei einer Mietwohnung müsste sie nur die Bausubstanz unbeschädigt lassen, Gefährdungen anderer Mieter vermeiden und Ungeziefer in Schach halten. Alles andere ginge den Vermieter einfach nichts an.


Das kommt auf den Mietvertrag und die Wohngegend an. Und ich will in einer 'guten' Gegend wohnen - wenn du verstehst was ich meine

Hallo Plüschdingens,

ich hab es hier nicht mit einem wehrlosen, schüchternen Hascherl zu tun - genauso wenig wie mit einem Raubtier - sondern mit einem annähernd erwachsenen Menschen, der genau weiß, dass er sich auf seine Eltern letztendlich immer verlassen kann.
Der materielle Forderungen bezüglich seiner Zukunfstplanung hat - aber nicht bereit ist, übermäßig viel dafür zu tun.

Und warum? Weil die Mutter ja da ist - zu Hause ist - und nach Meinung der Tochter es der Job der Mutter ist, all die unangenehmen Dinge zu tun, die das Leben so mit sich bringt. Sie hat absolut kein Problem damit, bzw. findet es prima, wenn ich ihr Zimmer aufräume - dafür ist eine Hausfrau ja schließlich da . . . . die es selbstverständlich findet, dass man die Mutter als Taxiunternehmen nutzt - warum auch nicht - ist doch selber schuld - braucht doch nur ein Auto fürs Kind kaufen
und ich bin nicht mehr bereit das einfach so hin zu nehmen.
Was ich erwarte ist, dass geplant wird - vor allem dann, wenn ich von Terminen direkt oder am Rande betroffen bin. Das geht beim Wäsche waschen los (und bei uns wäscht nicht jeder selbst - das würde nur Wasser und Energie vergeuden!) - geht über das entsorgen von Wertstoffen und endet beim rechtzeitigen Mitteilen von Terminen, für die ich oder mein Auto gebraucht werden.

Und ich erwarte, dass die Ausbildung mit dem nötigen Ernst angegangen wird.


Meine Tochter hätte übrigens längst zu ihrem Freund ziehen können - die denkt aber gar nicht dran - zu Hause ist es schöner und bequemer . . . . .

LG
Fatima


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